10 Irrtümer einer Mutter

Heute wird es lustig auf meinem Blog, denn heute möchte ich mich erinnern.

Ich wollte mich schon so lange mal hinsetzen und alles aufschreiben was ich einst – als Blut junge, werdende Mama alles vom Mutter sein dachte und wie es nun letztendlich gekommen ist. Mein Sohn ist inzwischen ein Jahr alt und wie es im Leben nun mal so ist – habe ich festgestellt, dass alles ganz anders ist, als ich es als werdende Mutter annahm zu erwarten.
Vieles ist vielleicht auch ein wenig erschreckend, aber unter Strich gesehen muss ich doch sagen, dass ich viel gelacht habe beim Erinnern an meine schönsten Momente.

Ein wenig vermisse ich sogar das Gefühl bei der nächsten Schwangerschaft nicht wieder so naiv und wohlgesonnen auf die ganze Thematik stoßen zu dürfen, aber ich denke von meinen Erwartungen und der wahrhaftigen Realitätserfahrung zehre ich ein ganzes Leben und kann am Ende nicht nur euch ein Lächeln damit auf die Lippe zaubern, sondern zu gegebener Zeit auch meinen Kindern und eventuell sogar Enkelkindern damit eine Freude bereiten.
Lehnt euch zurück, nehmt euch eine Tasse Tee und erinnert euch – an eure Erwartungen an die Zeit als Mutter, an die Zeit, als ihr noch nicht das wart was ihr heute aus tiefstem Herzen seid. Ist es so gekommen wie ihr es euch immer vorgestellt habt? Welche Vorstellungen hattet ihr an die erste Zeit und wie hilfreich waren all die lieben Tipps und Tricks der Verwandten und Freunde?

So – los geht’s, viel Spaß…

1.

Ich stellte meine Schwangerschaft fest mittels einen Schwangerschaftstest fest und mit dem Einkauf acht weiterer Tests stellte ich fest: Ein Test reicht sehr wahrscheinlich aus um die Schwangerschaft in seiner Wahrheit zu bestätigen. Acht Mal färbte sich zwei zarte rote Linien und ließen mich jedes Mal auf s neue hysterisch losheulen. Der anschließende Besuch in der Notfallambulanz – der nächst gelegensten Klinik, sorgte nicht für mehr Klarheit, sondern ließ lediglich das arbeitende Schwestern- und Ärztepersonal an meinem Geisteszustand zweifeln.

Auf meine Frage hin: „ Aber ich bin doch Krankenschwester und brauche Gewissheit“ antworte der Arzt kurz, aber prägnant: “ Ja dann müssen sie ja wissen was acht positive Tests zu bedeuten haben Frau Stiehm. Viel Glück.„Also, als Mutter eines einjährigen Sohnes weiß ich nun – alle Tests haben das richtige Ergebnis angezeigt, das nächste Mal spare ich die jeweils 8 Euro dann in die Spardose meines zu erwartenden Kindes.

2.

Mit dem ersten Frauenarztbesuch und dem damit verbundenen “ Herzlichen Glückwunsch sie sind Schwanger“ füllte ich meinen Kühlschrank und meine Fettdepots auf ein überdurchschnittliches Maß an Reserven in der Gewissheit – Ich bin Schwanger, mein Körper benötigt ab jetzt Energie für zwei“ Ich war der festen Überzeugung, dass sich meine Kilos nach der Schwangerschaft in Luft auflösen würden, da Schwangere ja bekanntlich essen, aber alle die ich bisher im Fernsehen gesehen habe sahen nicht so aus, als wären sie jemals Schwanger gewesen und hätten dabei gegessen. Butter weich und zart wie das Gänseblümchen, das gerade die grüne Wiese zum ersten Mal erblicken durften hüpften sie, mit diesem Lächeln einer frisch gebackenen Mutter über die TV Bildschirme dieser Welt und ließen mich in dem Glauben, als Schwangere kann man essen so viel man möchte! Ich sah nach meiner Entbindungen unschwer zu erkennen nicht aus wie ein zartes Gänseblümchen!

Und noch heute, ein Jahr später, sind meine Kilos ein sehr präsenter Teil meiner Schwangerschaft. Dank meines Sportprogramms – Sport mit Kind sehe ich nicht mehr aus wie nach der Entbindung wo Freunde und Familie Mühe hatten eine klare Linie zwischen Kopf und Kinn zu erkennen, aber zehn lebhafte Kilos machen mich auch ein Jahr später noch zu der Voll Frau die ich geworden bin.

Inzwischen sind Torso und Rumpf wieder unabhängige Teile voneinander und man kann auch erahnen wie ich einst ausgesehen haben muss, aber es ist nun mal Fakt – alles was du dir anfutterst bleibt auch da wo du es dir angefuttert hast, da ändert keine Schwangerschaft etwas dran.

3.

Meine Lieblingsbeschäftigung in der Schwangerschaft stellten zwei Dinge da, Essen und Einkaufen. Natürlich für das Baby und das in allen Varianten. Ich kaufte Strampler über Strampler und fand mehr als nur ein Ding, das mehr als funktionstüchtig aussah, leider hatte ich zu dieser Zeit die Rechnung ohne mein Kind gemacht, denn es wuchs schneller als ich annahm und mehr als Brust, Schlafen und Pupsen wollte es die ersten vier Monate seines Lebens gar nicht so wirklich ausprobieren. Pädagogische Frühförderung in warmen Bettchen mit Klängen a la – wie fördere ich den Geist meines Kindes in der heimischen Wiege, ließ es kalt und Mutter ratlos. Und selbst die zu Sonderkonditionen angebotenen 1500 Stilleinlagen brauchte ich nicht. Meine Medela Handpumpe zum Abpumpen köstlichster Muttermilch fand auch nur drei Mal Zugang an meine Mutters Milchbar, denn mein Kind fand die Flasche mit köstlicher Muttermilch vom Papa noch furchtbarerer, als die Idee seine Zeit ohne Schlafen zu verbringen. so habe ich gefühlte 50 Bodys und 30 Strampler umsonst gekauft, da auch ich am Ende meine drei Lieblingsoutfits hatte.

Dafür kann ich aber in nostalgische Erinnerungen verfallen, wenn es die Erinnerungskiste geht und welches Teil wo wann mit welchen Gedanken gekauft wurde. Jedes Unikat kann ich seinem Ursprung zuordnen und jeden Gedankengang beim Kauf dessen gleich mit.  Ist das etwa nichts?

4.

Die erste Zeit mit Kind ist ja so anstrengend! Die ersten Wochen und Monate gehen Mutter und Kind am Stock ihrer Gebrächen um die Zeit wenigstens mit ein wenig Halt zu überbrücken.
Auf jeden Fall ist das nächtliche Stillen bis man mal raus hat wie das auch im Liegen funktioniert, das nächtliche rum tragen, wenn das Bäuchlein zwickt und der noch nicht richtig eingestellte Schlafrhythmus des Kindes – Grund für Erschöpfungsausfälle

Aber so schlimm wie ich es mir, dank der netten Zusprüche von bereits erfahrenen Eltern ausgemalt habe ist es am Ende nicht gekommen. Wir haben die ersten vier Monate im Leben des Samuels Stiehms jede Menge geschlafen und das Kind ausgiebigst betrachtet. Oft wollte ich es ablegen um mir in Ruhe einen ausgiebigen Ganzkörper Putz zu gönnen, aber aus irgendeinem Grund trieb es mich in Richtung Wiege – um das Kind erneut aus seinem viel zu großen Gefängnis zu befreien. Wäre ich mal dem Ruf der Dusche nachgegangen, denn heute könnte ich wahrhaftig die ein oder andere Einseifung gebrauchen, nur leider lässt mich mein Kind derzeit nicht mehr.

Natürlich ist auch mir sehr präsent, dass wir ein einfaches Baby hatten, denn es kann auch wahrhaftig anders kommen. Siehe Schreikinder, Kinder mit dem sogenannten Kiss Syndrom oder du bist das zweite Kind der Familie, denn auch dann wird es dich härter treffen, als deinen großen Bruder oder die große Schwester

5.

Die ganze Schwangerschaft über bin ich durch die gesamte Weltgeschichte gewatschelt und habe mich gefragt ob ich die Wehen nicht doch verpassen würde. Selbst am Tag der Einleitung bin ich aus genau diesem Grund zu meiner betreuenden Hebamme und Oberärztin geschlichen um vorsichtshalber eine spontane Zimmergeburt auszuschließen und nachzufragen ob es bei einer Person wie mir nicht doch sein kann, dass sie die Wehen veratmet oder sogar verpasst. Immerhin habe ich mich intensiv mit Hypno Birthing und dem Thema Atmung auseinander gesetzt und bin ohnehin schon von Grund auf eine eher „härtere“ Frau.

Die Reaktion beider Berufssparten lasse ich an dieser Stelle lieber unerwähnt.

Ich kann euch für meinen Teil nur sagen – Ich habe die Wehen nicht verpasst.

Am Anfang unterstellte ich den Ärzten zwar noch, dass sie mir heimlich etwas zum Abführen untergeschoben haben, aber als sich die nächsten Stunden nichts wirklich an meinen Beschwerden veränderte musste ich einsehen, dass das wohl Wehen waren die ich da spürte. Doch auch ich kann werdenden Müttern diesen Schmerz nicht deutlich und präzise erklären, denn er ist auf seine Art unbeschreiblich und einzigartig! Um es für die Nachwelt -an dieser Stelle, einmal klipp und klar festzuhalten- Wehen spürt man!

 

[woocommerce_social_media_share_buttons]

 

 

[inlinkz_linkup id=498587 mode=1]

Alina
Follow me

Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
Alina
Follow me

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

10 comments

  1. 😀 du triffst den Nagel wieder auf den Kopf…
    Mein Irrtum: Ich brauche in der 10. Woche dringend Umstandshosen,sonst zerquetsche Ich noch dad baby!!:D
    Also Ich habe die Hosen gerne getragen weil sie toll gesessen haben und so bequem waren,Aber später hätte Auch gereicht:D 😀 Vlg

    1. Liebe Britta,

      ich versteh so gut was du meinst 😀 sehr, sher gut 😀 Ich muss zugeben den Punkt habe ich leider vergessen… gott sei dank hast du ihn noch aufgeschrieben… 😀

      Kopierdoch freundlicherweise deinen Post und füg ihn bei teil 2 ein dann kannst du bei der Verlosung mitmachen, dass ist einfacher für mich meine Liebe und schreib noch welchen Duft du gerne haben möchtest 😀

      Fühl dich herzlich umarmt
      Danke, dass du rein geschaut hast

  2. Einfach herrlich! Gerade das mit den Tests, vor einigen Monaten habe ich einen Pharmavertreter noch milde belächelt, als der mir Schwangerschaftstests im Doppelpack verkaufen wollte. Ich meine, hallo?? Wer bitte schön macht denn 2 Tests? Die sind doch eindeutig!
    Tja, als ich dann selber schwanger wurde, gehörte ich ganz schnell zu ebenjener Gruppe. Und 2 haben nicht ausgreicht.
    Ich habe diese Tests dann doch geordert und sie verkaufen sich bei uns in der Apo wie warme Semmeln. Schön, dass es vielen Mommys to be so geht 🙂
    LG, Manati

    http://manatiswelt.blogspot.com

    1. 🙂 ich bin ganz ehrlich ich glaube gäb es die im 5er Pack ich hätte direkt zugeschlagen: =)

      Mütter sind wirklich eigenständige wesen, das bestätigt sich immer wieder 😀

      LG

      Als Dankeschän findet unter Teil 2 eine kleine Verlosung statt :*

  3. Hey und Hallo!
    Puh ja wir sind gerade in den ersten Wochen nach der Geburt unseres Sohnes und es ist wahrlich so dass ich sagen kann, ich bin echt richtig müde 😉
    Er hält uns ganz schön auf Trapp, doch wenn er nach dem Stillen seinen Kopf zurück legt und total glücklich und zufrieden schläft, dann schöpft man daraus wieder genug Energie ;))
    Alles Liebe
    Verena

    1. Man ist auch müde! Wirklich, das war ich auch, aber du wirst merken in ein paar Monaten, dass das eine angenehme Müdigkeit eigentlich war.

      Ich hab mich auch immer wieder erschöpft gefühlt, aber so wie wenn man erkältet ist und einen leichten Schleier über seinem Gesicht mit zieht -fand ich zumindest, da man nicht in diese Tiefenschlafphase eintritt.

      Aber die Zeit vergeht so schnell, glaub mir, aber das weißt du sicherlich eh schon selbst.

      In Liebe Alina

      Ps: UNter Teil 2 findet eine klitze kleine Verlosung als Dankeschön statt

  4. Hihi, das mit den Schwangerschaftstests kenne ich! Beim ersten Kind waren es fünf SChwangerschaftstests – und als beim Frauenarzt dann noch einer gemacht wurde, habe ich auch immer noch genauso ungläubig auf das Ergebnis gestarrt, dass die Arzthelferin laut loslachte. Beim zweiten Kind waren es immerhin „nur“ noch 3 Tests. Man bessert sich! Vielleicht reicht dann beim dritten Kind ein Test 🙂

    1. Ich finde es lustig, dass wir Menschen in so vielen Dingen so leichtgläubig sind und immer wieder sagen: “ ach ne echt kann doch nicht sein“ und es dann doch glauben 🙂 aber bei solchen Dingen machen wir die Industrie reich 😀

      Schön, dass es nicht nur mir so geht! Danke für deinen Kommentar, wenn du noch mehr Stories hast würde ich mich freuen, wenn du bei meiner klitzekleinen Verlosung mitmachst unter Teil 2.

      Liebe Grüße deine Alina

  5. Toller und interessanter Post!

    Bin auch Mama und weiss so gut was du meinst!

    Am Anfang ist es eine grosse Umstellung und eine echte Herausforderung!!

    Aber glaube mir, mit der Zeit wird alles einfacher und Du wirst wieder mehr Zeit haben!

    Wünsche Dir einen schönen Sonntag!

    xoxo Jacqueline
    http://www.hokis1981.blogspot.com

    1. Wenn du auch einen Irrtum hast mach doch mit bei meiner kleinen Verlosung, einfach weil ich mal Danke sagen will an alle Mütter für ihren sauper Job den sie jeden Tag machen eine kleine Aufmerksamkeit. 🙂

      Fühl dich lieb gegrüßt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.