Mama macht Sport: Der Fitnesstest, eine erste eigenständige Erfahrung auf eigenen Beinen!

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Wenn die Waage nicht mitspielt brauch man eine Alternative. Am Anfang meines Vorhabens habe ich mir deswegen eine Strategie zu Recht gelegt. Einen Notfallplan. So das ich sehe, das etwas geschieht ohne das die Waage nach einer Woche minus 10 kg anzeigt. Deswegen bin ich vor meiner buggyFit Zeit in Sportmontur geschlüpft und habe mich zum Weiher um die Ecke aufgemacht. Von hier bis dort sind es genau 1km. Der Plan: Durchhalten und wenn es irgendwie klappt- eine Runde um den Weiher laufen. Gesagt getan. Mehr war auch echt nicht drin! Mit ach und krach ächzte ich um diesen beschränkten Weiher. Natur- egal! Andere Menschen – Wo ? Herzschlag- vorhanden! Sport- gleich Mord. Alles in allem eine Luftabschneidende Erfahrung. Zum Thema Sport: Ein Thema, aber zurzeit nicht meins.

Erschöpft und verängstigt spazierte ich gemächlich nach Hause. Zur Belohnung- holte ich mir an der Café bar neben an schnell einen leckeren Latte macchiato. Schnell genau das Stichwort. Oft getätigter Fehler im Alltag: mal eben kurz 400 kcal konsumiert ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben. Ist in diesem Artikel aber nicht das Thema- zeigt nur beiläufig wie alles miteinander verknüpft ist. An diesem Tag war ich einfach froh diese eine Runde irgendwie überstanden zu haben. Nachdem ich bei buggyFit mein Training begonnen hatte, habe ich mir überlegt die Runde nach ein paar Wochen erneut auszuprobieren, als Fitnesstest. Was kann besser aufzeigen ob sich etwas getan hat, als ein Überleben nach besagter Runde. Mein Ziel ist es: Von zu Hause- zum Weiher, dort eine Runde und wieder zurück, laut Google müssen dies ca. 2 km sein. In Zukunft soll dies meine Laufroute neben buggyFit werden. Auch eins dieser to do´s auf meiner Liste. Am vorangegangenen Donnerstag zogen mein Freund, der BOB – Sportbuggy mit unserem Mini drin und ich los um meine Fitness zu testen. Seit vier Wochen bin ich im aktiven Training- zwei Mal die Woche. Eine Woche davon war ich im Urlaub.

Resümee: Das Resümee ist mehr als positiv. Von hier bis zum Weiher und zurück habe ich es geschafft durchzuhalten. Ich flog natürlich nicht luftig leicht wie eine Feder auf meinen Laufschuhen über den Asphalt, dies übernahm der BOB für mich, denn er fliegt wirklich federleicht mit seiner Federung über Stock und Stein. Während meiner Laufeinheit schrie mich mein Freund des Öfteren an, wenn ich schlapp machen wollte. Wie ein Mann der in den Kampf zog schrie er stetig: „Die 36! Das ist es was du willst, die 36.“ Vorbei an entspannten Hippies, die am Weiher für den Frieden kampierten, dachte ich mir im vorbeischleichen: „Haben die es gut, die rackern sich nicht so für ihren inneren Seelenfrieden ab.“ Mein Freund und der BOB Revolution PRO machten die mit Abstand beste Figur an diesem Tag am Aachener Weiher. Immerhin hatte ich die Möglichkeit, meinen BOB Sportkinderwagen ohne schlechtes Gewissen meinem Freund während dieser Laufepisode zu überreichen. Ich hatte die besten Argumente um ihm aufzuzeigen wie effektiv Sport mit Kinderwagen ist. Mittlerweile ist dies sogar wissenschaftlich hinterlegt. So argumentierte ich sehr geschickt und sagte, dass er mit Kinderwagen deutlich mehr Kcal verbrennt und eine bessere Fitness erzielt. Ich habe ihn mittlerweile so angesteckt mit meinem Sport-Wahn, dass er wieder angefangen hat aktiv Sport zu betreiben. Er geht inzwischen drei Mal die Wochen Boxen.

Er und der BOB Revolution PRO flogen nur so über den Asphalt – was der wirklich beeindruckenden Federung des BOB zu verdanken ist. Wir waren schlauerweise vorher Getränke kaufen gewesen, doch auch dieser „Beladungszustand“ schien der Federung nichts auszumachen. Er ließ sich einwandfrei fahren und lenken. Wieso ich eigentlich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Freund hatte ist der, dass er stolze 1.92m groß ist. So dachte ich, es könnte vielleicht ein Problem darstellen ihm den BOB auf die Laufschuhe zu drücken. Bei unserem Kinderwagen gibt es stetig das Problem, dass er nicht die richtige Höhe findet – bedingt durch seine Körpergröße. Bei unserem neuem Jogger scheint dies kein Hindernis dazustellen, da er sich problemlos die für sich perfekte Höhe zurechtstellen konnte.
An diesem Tag hatte ich ausnahmsweise mal kein schlechtes Gewissen sondern einen Gewinn und er auch, weil er seine immerzu vorhandene Fitness, die in meinen Augen sehr unfair ist, weiter ausbauen konnte. Der Mini warf recht schnell beide Ärmchen, nach Anbeginn der Fahrt, nach oben und schlummerte seelenruhig in seiner Kutsche ein. Ab und an bewegte er sich etwas unruhig, da er seine Mutter komische Dinge schimpfen hörte, doch recht schnell schaffte es das Gefährt ihn wieder in den bedingungslosen Zustand der Entspannung zu bringen – da konnte auch eine hysterische Mutter nichts dran ändern.

Alles in allem kamen wir dennoch zu guter letzte relativ schnell, nach 35 Minuten, wieder dort an wo wir einst gestartet sind. Und wir hatten keinen auf dem Weg verloren. Also ich war nicht verloren gegangen, die anderen haben es sehr souverän gemeistert. Dennoch muss ich sagen, dass sich die drei Wochen Training bewährt gemacht haben, denn den mir selbst aufgebürdeten Test habe ich bestanden. Es zeigt sich, dass die Waage nur ein kleiner Punkt im gesamten Zahnrad ist. Ich war sehr aufgeregt vor meinem Selbstversuch. So aufgeregt wie ich vor meinem Selbstversuch war, ließ ich – dumme Nuss – meinen Schlüssel innen an der Tür stecken, sodass aus unserem Ausflug eine etwas längere Angelegenheit wurde. Und ich dachte noch als ich die Tür zu zog: „Da baumelte doch was“? Mit viel Liebe und Hingabe gegenüber dem Schlüsselloch, schaffte ich es nach 30 Minuten etwa uns ohne Schlüsseldienst in unsere heiligen Hallen zu beordern. Sesam öffne dich.

Mit mir ist eben nichts langweilig.

 

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