Auswandern für Anfänger – Vom Weggehen und Ankommen

Seoul/ Südkorea
Seoul/ Südkorea

Zuerst einmal danke, liebe Alina, für deine Einladung, auf deinem tollen Blogg einen Beitrag zu schreiben. Normalerweise blogge ich ja bisher nur auf meinem eigenen Blogg Mamalogik & more und auch das erst seit Kurzem, sodass ich mich gerade erst mal damit anfreunden muss, fremd zu bloggen. Es fühlt sich tatsächlich seltsam an. Ich habe lange überlegt, über was ich für die lieben Fans von Alina und ihrem Blogg schreibe. Da mein großes Thema gerade Auswandern mit der Familie ist, denke ich mir, möchte ich auch dabei bleiben.

Weggehen und ankommen, loslassen und auf Neues einlassen: vor einem Monat sind wir mit zwei Kindern nach Seoul in Südkorea gezogen – berufsbedingt. Und dann habe ich mich verliebt – verliebt in eine Stadt, verliebt in den Umstand für einen begrenzten Zeitraum alles hinter sich zu lassen und an einem anderen Ort, am anderen Ende der Welt ein ganz anderes Leben zu führen als bisher. Es ist irgendwie befreiend und aufregend und ganz anders als das, was ich bisher an Reisen oder längeren Auslandsaufenthalten unternommen habe. Maximal war ich für drei Monate im Ausland. Der weitest entfernte Ort von zuhause war hierbei die Türkei, ich war alleine dort und vorallem ohne Kinder.

Viele können es sich sicherlich gar nicht vorstellen: wegziehen – so weit weg – ein anderes Land – sogar ein anderer Kontinet – ein vollkommen fremder Kulturraum – die Menschen sehen anders aus (für Kinder kann das wirklich verwirrend sein) – das Essen schmeckt anders – die Sprache ist natürlich eine andere – die Schrift ist eine Andere – alles riecht anders – alles sieht irgendwie anders aus, größer, moderner, überwältigender. Ich dachte immer ich lebe in einer Großstadt – Frankfurt, Mainhattan, eine riesen Stadt, multi-kulti und international. Das sehe ich nun anders. So wie ich vieles anders sehen muss, wenn ich mich auf das Abenteuer Seoul einlasse. Sämtliche Gewohnheiten, Routinen, Abläufe, Vorlieben alles muss erstmal ad acta gelegt werden. Wir müssen uns neu erfinden in einer Welt, die so ganz anders ist als die, in der wir bisher lebten.

Und ja, es ist eine Herausforderung, eine Herausforderung, die Spaß macht. Vorallem mit zwei Kindern erlebe ich es wirklich als etwas großes Anderes. Ich bin keine Profi-Auswanderin und kann daher nur davon erzählen, was meinem Gefühl nach gute Strategien zum einleben sein könnten (Achtung: noch nicht dauerhaft erprobt!). Jeder findet da aber wahrscheinlich auch seinen eigenen, ganz persönlichen Weg. Ich habe vom ersten Moment an daran festgehalten, dass die innere Einstellung zu diesem Schritt elementar ist – lass dich vollkommen drauf ein und sei bereit dafür, dass du mit einem absolut andersartigem Leben konfrontiert sein wirst. Sei dir darüber klar und vorallem sei damit 100% einverstanden. Sonst wird das nämlich nichts.

Für mich war es auch von großer Bedeutung sofort nach Ankunft in Seoul soziale Kontakte zu knüpfen. Unter Menschen zu kommen, Freunde zu finden, Gesprächspartner zu haben, bestenfalls solche zu treffen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie man selbst, das ist für mich wirklich elementar. Es gelang mir sogar außerordentlich schnell. Bei meinem Glück bekam ich sehr schnell Kontakt zu einer Gruppe toller Mütter, die für die Kinder und auch für sich selbst sogenannte playdates organisierte. Bekanntermaßen versteht man sich ja oft gut, wenn man einen gemeinsamen Nenner hat und wir haben zumindest schonmal alle miteinander zwei gemeinsame Nenner: wir sind Mamis und wir sind im Ausland mit unseren Kindern. Kinder sind in der ‚Auswander-Situation‚ sowieso eine tolle Brücke zu anderen Menschen. Auf dem Spielplatz sitzen garantiert minimum einen neuen Kontakt. In Asien mit meinen beiden Blondies durch die Straßen laufen lässt uns andauernd in nette und wertvolle Smalltalk-Situationen geraten. Meine Große hat es binnen einen Monats gelernt mit einem zuckersüssen Anjong die Leute auf der Straße zu verzaubern (Anjong = Hallo).


Wir sind also angkommen, hier am anderen Ende der Welt und möchten erstmal nicht mehr weg. Allen, die die Chance dazu haben, auch soetwas zu tun, möchte ich sagen: Werft eure Zweifel über Bord und wagt es! Und all diejenigen, die vielleicht nicht die Gelegenheit haben sich in so ein großes Abenteuer zu stürzen lade ich ein, uns bei unserem Abenteuer zu begleiten.

Alles Liebe Johanna

 

Alle Bildrechte liegen bei Johanna

 

 

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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