Blog, Blogger und was nun? Anfänge, Rückschläge und die Hoffnung sich zu positionieren neben all den anderen!

Ich erinnre mich noch gut an die Zeit in der ich immer wieder überlegte ob ich einen Blog gründen soll: ja oder nein, vielleicht, vielleicht eher ja oder eher nein, mal schauen. Letzendlich gründete ich ihn. Setzte mich hin, schrieb hastig halb durchdachte Zeilen und war der festen Überzeugung, dass würde schon reichen. Nach einer Woche verließ mich die Lust am Online Schreiben, denn der große Ruhm blieb aus und so widmete ich mich wieder meinen Tagebüchern im trauten Heim auf der gemütlichen Couch, zwischen all dem Alltagsstress.

Der Anfang

Als im Januar 2014 mein Sohn das Licht der Welt erblickte wurde mit ihm eine mir bisher unbekannte Ruhe und Klarheit geboren. Von solch einer Ruhe konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur träumen und eigentlich hätte ich gedacht, dass man eher ins Kloster einziehen müsste um Teil einer solchen Ausgeglichenheit zu werden, als einfach nur Mutter.

Jetzt ist mein Sohn 11 Monate alt und somit müsste ich inziwschen doch eher das Kloster für innere Ausgeglichenheit wählen, als weiter darauf zu hoffen, dass sie sich zwischen zerbrochenem Porzellan und Händchen weise gegessener Blumenerde eine erneute Ruheeingebung einstellt. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich nutze die Gunst der Stunde und neu gewonne Erkenntnisse und startete meinen 5ten Versuch einen Blog zu gründen.

Das große Ganze

Es lief besser als gedacht, denn ich kam weiter als je zuvor. Ich entdeckte Statistiken, Designs, Themes und las mich in die Blogger Sprache ein. Auf diesem Weg vernetzte ich mich immer mehr mit anderen Bloggern und fing an sie intensiv zu lesen und zu schätzen. So schön dies auch war, so heftig kam damit auch der erste Tiefschlag, denn je weiter ich in die Tiefe der anderen Blogs Einstieg und nach und nach immer mehr Blogrolls in mich aufsaugte, desto bewusster wurde mir: mein Gott da draußen gibt es ja gefühlt über Milliarden verdammt genialer Blogs und wahrscheinlich noch 100.000 mehr. Dieses Gefühl Riss nicht ab. Es wurden täglich mehr Blogs die ich entdecke und dazu kam, dass sie weitestgehend alle so unfassbar gut waren auf ihre Art Themen zu suchen und sie zu verbloggen. Immer öfter entdeckte ich bei anderen Dinge die ich erzählen wollte und dazu noch so viel besser und präziser geschrieben, als mir es je möglich sein würde.

Mir fiel eine Blogperade nach der nächsten ein, aber anderen auch. Oft war ich einfach zu spät. Auch diese Idee: seine Bloggerzeit in seiner Tiefe zu erfassen trage ich schon seit Wochen mit mir herum, doch dann kam mir der Blog Kind und Koffer mit einem wundervollen Text zuvor. Inzwischen weiß ich, dass sicherlich zu allem schon einmal etwas gesagt worden ist, also habe ich meine Einstellung geändert: Sein wie ich bin, Themen nehmen die mich berühren, egal ob es nur Herz und nicht Recherche ist. Einfach ich sein, mit Herz und Haar.

Die Weiterbildung

Am Anfang ließ ich mich von nichts beirren und machte weiter, denn immerhin hatte ich von Anfang an um die 20 Leser was mich wahnsinnig stolz machte. Ich dachte mein Blog wird gelesen. Immerhin ein Fortschritt, denn die andern male verirrte sich kein einziger Mensch auf meine tief philosophischen Gedankenströme. So baute ich den Blog weiter aus. Las mich von einem E-Book ins nächste ein und fand immer neue fantastische Ansätze; über Nacht hatte ich das Gefühl die Blogger Welt erobern zu können und meine Leser zeigten sich gnädig, denn es wurden zunehmend mehr. Am Ende eines Monats hatte ich schon weit mehr Leser, als ich geträumt hatte und dachte somit ich stände schon ganz oben auf der Bloggerkarriere Leiter. Gedacht, gefallen, denn so ist es nicht, denn neben immer mehr wundervollen Blogs die ich täglich neu kennen lernte kam eine weitere Erkenntnis zum Tragen: dass sind alles verdammt gute Journalisten oder Menschen die aus der PR oder anderen Gegenden des Genres kommen. Verdammt!

Ernüchterung und neue Fragen

Ich als einfache Krankenschwester mit einem mittelmäßigen Abitur hatte also weder die Sicherheit im Schreiben noch das „Know How“ in Design und Vermarktung, für all das was ich Zukünftlich anstrebte. Ein bisschen, muss ich sagen schlugen mich die Erkenntnisse ins Aus, denn das muss erst einmal verarbeitet werden. Die anfänglich mit Enthusiasmus und Wissbegierde verschlungenen Bücher landeten im Regal und ich versuchte mich darauf zu konzentrieren was ich eigentlich erreichen wollte und so probierte ich mich aus. Jeden Tag bloggte ich ein bis zwei Mal; versuchte diverse Themen an den Mann zu bringen und zu schauen wie sich die Statistik unter ihnen Schlug und dann war es so weit: ein Text den ich einfach so aus dem Herzen schrieb, weil mir danach war, lockte die Menschen, in meinen Augen, in Scharen auf meine Seite: über 5000 Klicks und 2000 Besucher durfte ich an diesem einen Tag verzeichnen. Ich war baff, denn das war weit aus mehr; als ich je für möglich gehalten hatte – für meinen Blog. Mit den neuen Klick Zahlen kamen neue Fragen auf: was ist hier in Deutschland eigentlich möglich mit einem Blog und was bedeutet ein erfolgreicher Blog?

Ziele und Zahlen

Mein anfängliches Ziel waren erst einmal 100 Besucher an einem Tag. Von da aus wollte ich weiterschauen. Ich stellte mir vor, wie viele Menschen, das auf einen Raum gesehen waren und war baff, dass mich überhaupt 20 Menschen lasen. Ein unglaubliches Gefühl zu sehen, dass Menschen wieder kommen um zu schauen: was macht die so? Ich gab mir für die 100 ein halbes Jahr und wollte von da aus weiter schauen wo ich dann stand. Welche neuen Dinge haben sich ergeben, wer bin ich und wo will ich nun hin. Durch Zufall sah ich auf einmal was drin war und das sah plötzlich nach weit aus mehr aus, als 100 Besucher an einem Tag. Diese Zahlen setzen meine Traumwerkstatt in Gang und ich fing an zu recherchieren welche Zahlen gut waren und wo Erfolg mit einem Blog eigentlich anfängt. Ich schrieb in Foren und fragte nach Vergleichszahlen, aber einen Hacken hatte das Ganze, denn anscheinend möchten viele Menschen, nach eigener Aussage, wirklich nur ein virtuelles Tagebuch damit führen und selbst wenn die Chance nach einem Verdienst gegeben ist stellt dies nur eine nette Nebentätigkeit da, aber ich träume von mehr. Andere vielleicht auch, aber Träume zu offenbahren ist immer so eine Sache. Nun gut, so bekam ich leider von niemandem eine konkrete Antwort, keine konkreten Zahlen bis ich auf eine fantastische Bloggerin stieß. Sie half mir und nahm sich meiner Fragen an. So langsam kam Klarheit in die ganze Geschichte und mit täglich 1000 Klicks wäre ich Bestens bediehnt gewesen für einen so kurz existierenden Blog wie meinen. Natürlich hielten sich die Zahlen nicht so und so stehe ich derzeit bei stark variierenden Besuchern zwischen 100 und 500 pro Tag. 500 und den damit verbundenen 1500 Klicks sind natürlich die selteneren Tage und wichtig ist mir persöhnlich am meißten das Wiederkommen und die Interaktion mit meinen Lesern. Sprich Kommentare und ein belebtes Miteinander auf den Social Media Kanälen. Es entwickelt sich alles und das freut mich sehr zu sehen und zu lesen. Jetzt muss ich nur noch heraus finden wo ich, als Alina eigentlich hin möchte – beruflich.

Mein Blog und Ich

Ich möchte nicht erfolgreich sein, weil ich meinen Blog verkaufen will und alles was damit zu tun hat. Nein, er ist mein Baby und ich liebe ihn, aber ich träume von mehr, als nur dem Krankenschwester da sein. Ich habe das Schreiben schon immer auf eine ganz besondere Art und Weise zu schätzen gewusst. Es war immer mein Ventil Menschen zu erreichen und ihnen Mut zu – zu sprechen. Eben auf meine Art mit der Welt zu kommunizieren. Viele sagen man kann nicht viel besonders gut und bei mir war es seid Anbeginn das Schreiben, das an mir besonders war. Mein Stil hat sich genau so entwickelt wie mein Leben, meine Gedanken, meine Klarheit und Struktur. Mein Schreibstil ist mit mir heran gereift; klarer geworden und orientierter. Ich habe gelernt Sätze zu streichen und Nebensätzen mehr Raum zu geben. Ich jongliere mehr mit der Sprache, das ist meine Kunst, andere Dinge kann ich nicht besonders gut. Das Schreiben auch noch nicht großartig, aber ich habe das Zeug dazu etwas damit zu transportieren. Ich glaube eigentlich träume ich davon, die Welt ein bischer freundlicher zu machen und mein Lebensziel umzusetzen. Ich möchte nicht umsonst gelebt haben, sondern einen Platz hinterlassen, damit möchte ich mein Geld verdienen, wie sicherlich Millionen anderer fabelhafter Menschen auch.

Mein Blog und das große Ganze

Ich verstehe unter Erfolg nicht dieses harte Wort von Macht und Ruhm. Mir geht es darum Gutes zu tun, aber ich möchte das Schreiben in einem ausgedehnteren Rahmen ausführen, als nur nebenbei von der Herdplatte aus. Nur was braucht man dazu? Leider Geld. Es ist einfach so, ähnlich wie mit Unternehmen und Werbung. Sie können sich nur vermarkten in dem sie Werbung für ihre Produkte machen; so unangenehm, wie wir sie als Konsumenten auch empfinden mögen: ohne Werbung hat ein Unternehmen keine Chance und ich habe als Bloggerin, die davon träumt viel zu Bloggen, viel zu schreiben und viel an all dem zu Arbeiten keine Chance das zu tun was ich Liebe ohne Geld.Ich könnte natürlich auch davon träumen, dass wir irgendwann ohne Geld leben könnten, dann wäre das Bloggen in dem Rahmen ebenfalls wieder realistisch. Fragt sich nur welcher Wunsch realitischer ist: mit harter Abeit und Durchhaltevermögen meinen Weg als Bloggerin zu gehen oder auf ein Wunder zu hoffen?

Vom Gefühl Anzukommen

Ich komme jeden Tag immer mehr an und ich denke dieses Gefühl rührt daher, das ich mich in einem Wachstumsprozess befinde, ähnlich wie unsere Kinder, wenn sie meinen wieder ganz nörgelig und quenglig sein zu müssen, weil in ihnen eine Veränderung stattfindet, die wir Außenstehenden nicht auf den ersten Blick wahrnehmen können. Ich konnte keine klaren Gedanken mehr treffen und meine Texte wurden konfus und hart, daher habe ich diese einfach ganz weg gelassen und mich erneut in einem neuen Design ausprobiert. Als ich merkte, dass dieses Gefühl allmählich weicht – habe ich beim Schreiben meiner neuen Texte gemerkt, dass ich viel klarer geworden bin, dass ich besser klingende Wortspiele herstellen kann und meine Sätze einen neuen Klang bekommen haben. Ich habe meine Unsicherheit der letzten Wochen, daher auf eine Art des Prozeßes zurück geführt.

Mein Blog und die Anderen

Jetzt sitze ich hier mit ganz vielen Eindrücken und einem einzigen Ziel, das ich mit Bedacht und Interesse verfolgen werde, aber nicht mit Hektik und von Heut auf Morgen, vielleicht in den nächsten 5 Jahren, dass ich mit einem Studium irgendwann untermauern werde, aber eins ist mir nebenbei, wie schon öfters erwähnt, ganz besonders ins Auge gesprungen: wie viele tolle Blogs und Blogger es gibt und ich denke auch in ihnen schlummern Träume und Wünsche wo sie sich in 5 Jahren mit ihren Blogs sehen. Natürlich wird so ein Blog nicht das alleinige Standbrett für ein Einkommen liefern, aber vielleicht ein Trittbrett auf dem man gerne eine Weile herum hüpft und sich immer wieder von allen Seiten neu kennen lernt, in dem man einfach mal die Richtung wechselt.

Kleine Träumer sollten wir immer bleiben

Woher wissen wir schon welche Spannenden Wendungen unser Leben für uns bereit hält? Wir sollten die Augen einfach immer offen halten und eins nie aufgeben, das Träumen! Denn, am Ende mag es vielleicht alles nichts geworden sein, aber eins haben wir immer von uns behaupten können: Wir waren immer kleine Träumer, die das Leben nie zu streng sahen.

 

In Liebe Eure Alina

 

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Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

5 comments

  1. Ich glaube viel wichtiger als das KnowHow in Vermarktung ist das KnowHow über das was man schreibt. Das lockt Leute an, wenn es interessant und informativ ist. Als Krankenschwester schreibt man daher am besten über das, was einen antreibt, einem passiert und worüber man Bescheid weiss. Wieso nicht mal über Umlagerungshilfen wie Rutschtücher schreiben, wenn man sich damit auskennt.

  2. Du hast mir aus dem Herzen geschrieben. Ich bin auch noch eine kleine Bloggerin aber wenn ich sehe, dass bestimmte Leute immer wieder Kommentare hinterlassen, man die ersten Follower hat und sich das aller erste mal auf einer Blogroll wiederfindet, dann ist das ein WOW-Effekt und ich weiß, das Bloggen ist genau das, was mir Spaß macht. Ich möchte auch weiter machen, mich testen und mit der Zeit wachsen. Leider dauert dies aber ich freue mich riesig über die kleinen Erfolge 🙂

    Alles Liebe Sina

  3. Hi, ich hatte auch den Traum, mit einem coolen Job meine Knete zu verdienen. Nach einiger Vorbereitung kann ich heute vom Bloggen leben und meine Familie ernähren. Das gelingt allerdings nur, wenn man die Bloggerei wirklich als Beruf versteht und sich diszipliniert und zu lernen bereit ist. LG, Steffi

  4. hi, Alina,
    Du hast ja noch viel vor – dazu die Besten Wünsche meinerseits.Auch für ein Frohes Fest.

    Zu Kooperation unter Blogs habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht – allgemein, und im Besnderen muss man sich jeweils abstimmen. Ein gemeinsames Interessensgebiet hätten wie auch – das war in einem anderen Artikel von Dir beschrieben, vielleicht errätst Du es ja – wobei ich mich natürlich nicht aufdrängen will.
    Kooperations jedenfals ist m.E. das Gebot der Stunde.

    LG

    Klaus-Peter

  5. Liebe Alina, fast alles was du hier geschrieben hast kann ich so gut nachvollziehen, bin ich ja nun auch noch eine pupsi kleine Bloganfängerin. Aber es macht Spaß und das ist das Wichtigste 🙂
    Erfolg bedeutet für mich, Abends zufrieden und im Reinen mit mir selbst einschlafen zu können. So würde ich auch meinen Blogerfolg definieren. Umso wundertoller natürlich, wenn Menschen ihn gerne lesen.
    In einem stimme ich dir aber nicht zu…. Das du „NUR eine Krankenschwester“ bist. Du bist KRANKENSCHWESTER und das ist toll! 🙂

    Herzliche Grüße, Nina

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