Das ultimative Interview von Familie Motte übers Bloggen und andere Geheimnisse.

Liebe Anna stell dich kurz für meine Leser vor: Woher kommst du, wie lebst du, was magst du gerne? Einfach mal, wer bist du?

Hallo, Ich bin Anna, 37 Jahre alt, Mama, gebürtige Rheinländerin aber mittlerweile echtes Nordlicht, Reiselustige, Genießerin, Bücherwurm, Filmfreak, liebe Elefanten und bin neugierig auf alle schönen Dinge des Lebens…

Anna

Auf unserem Familienblog Familie Motte gibt es Geschichten aus unserem Familienalltag- mal lustig, mal chaotisch, mal nachdenklich. Dazu gehören natürlich ausführliche Berichte von unseren Reisen und Ausflügen aber auch mal Empfehlungen von Produkten, die uns im täglichen Familienleben überzeugt haben oder uns das Leben erleichtern. Dazu ganz viele Gedanken rund ums Eltern sein und auch mal Eltern-Frust.

Wir – das sind: mein Mann, die Motte (*01/2012), die Bauchzwillinge (vorraussichtl. ET 06/2015) und ich – leben in der schönsten Stadt der Welt – Hamburg – sind aber auch viel unterwegs, denn wir lieben Reisen und Ausflüge.

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Ganz bald sind wir nun plötzlich eine Großfamilie. Von eins auf drei Kinder – das wird eine große Umstellung. Sicher wird es darüber viel zu lesen geben. Und ich möchte gern zeigen, dass man auf Reisen und Ausflüge nicht verzichten muss und trotzdem mobil bleiben kann.
Kommt also gern mit und nehmt teil an unserem chaotischen, lustigen, erlebnisreiche und manchmal auch stressigen Familienleben.

Wie kam es dazu, dass du einen Blog gegründet hast? Weißt du noch wo du warst, als du das erste Mal die Idee von einem eigenen Blog hattest und wie sich die weiter entwickelt hat?

Ich blogge seit März 2014 und habe ursprünglich nach einer Möglichkeit gesucht meine Gedanken schnell und unkompliziert festzuhalten – als Mama verändert sich schließlich das ganze Leben. Weil ich schon immer gern geschrieben habe, ich aber keine Lust hatte alles handschriftlich aufzuschreiben, erschien mir ein Blog als eine gute Möglichkeit eines Tagebuchs, auf das ich jederzeit wieder zugreifen kann.

Mittlerweile ist meine Leserschaft stetig gewachsen und wächst immer weiter, worüber ich mich irre freue. Viele nette Mitblogger-Mamis und Mitblogger-Papis haben bisher meinen Weg gekreuzt, ich habe tolle Gespräche geführt, spannende Geschichten wurden ausgetauscht und ich selbst habe durch andere Blogs interessante andere Sichtweisen auf den Eltern-Kosmos kennengelernt. Genau das ist es, was mir am Bloggen so gefällt: der Austausch unter Gleichgesinnten. Zu merken: da gibt es noch ganz viele andere Mamas da draußen denen es ähnlich geht. Ich bin mit meinen Mama-Sorgen, Ängsten und manchmal auch mit meinem Frust nicht allein. Die meisten meiner Blogger-Bekanntschaften möchte ich nie mehr missen. Außerdem durfte ich bereits ein paar wirklich tolle Kooperationen eingehen, was für mich eine Art Lohn für die viele Arbeit ist, die ich täglich in den Blog stecke.

Hättest du dir das Bloggen so vorgestellt?

Nein. Ich bin damals ziemlich blauäugig gestartet, ohne zu wissen, was da so alles dranhängt an der Bloggerei. Vor allem den Faktor Zeit habe ich dabei total unterschätzt. Was den ganzen technischen und optischen Kram angeht habe ich mir viel angelesen, viel gelernt und jeden Tag kommt wieder etwas dazu. Insgesamt bin ich noch lange nicht am Ende – ich habe noch viele Ideen für den Blog und auch das Design und die technischen Dinge müssten noch ein bisschen optimiert werden – aber alles umzusetzen kostet Zeit, die man ja bekanntlich als Mama nur begrenzt zur Verfügung hat. Also versuche ich ruhig zu bleiben und meine „Blog-To-Do“-Liste nach und nach abzuarbeiten ohne mich selbst unter Druck zu setzen.

Würdest du eine Sache nennen können, die sich dank deines Blogs so ergeben hat? Fällt dir auch etwas negatives ein?

Positiv sind in erster Linie die vielen netten Mit-Bloggerinnen die ich bisher persönlich kennengelernt habe. Teilweise haben sich daraus fast echte Freundschaften entwickelt – und dass obwohl wir uns vorher nur virtuell kannten.
Außerdem durften wir im letzten Jahr den ein oder anderen gesponserten Kurztrip unternehmen – das ist natürlich etwas wirklich besonderes und für uns geschenkte Familienzeit…

Etwas richtig Negatives fällt mir ehrlich gesagt nicht ein. Bestimmt gab es mal eine Situation oder einen Kommentar der nicht so toll war, aber insgesamt alles nicht so schlimm, dass es mir explizit im Gedächtnis geblieben wäre.

Was ich schade finde: dass es immer noch viel Neid und Mommywars unter Bloggern gibt. Das entspricht so gar nicht meinem Verständnis vom Eltern-Sein. Wir versuchen doch alle unser bestes zu geben. Und wenn jemand eine andere Ansicht hat als wir, dann soll er doch danach leben, wenn es zu ihm passt. Wäre doch langweilig wenn wir alle gleich ticken würden, oder?

Wo möchtest du mit deinem Blog hin? Hast du eine Idee davon wo ihr in 5 Jahren stehen werdet?

Puh, die Frage finde ich unglaublich schwer zu beantworten, weil ich ja jetzt auch noch nicht weiß, wie ich mich in den nächsten 5 Jahren verändere. Natürlich freue ich mich, wenn meine Leserschaft und damit auch der Blog wächst und der Austausch untereinander noch zunimmt. Aber was mir am Allerwichtigsten ist: ich möchte immer authentisch bleiben. Ehrlich, ungeschönt und unperfekt über das Familienleben bloggen. Eben genau so, wie es wirklich ist. Inszenierte Fotos und perfekte heile Welt wird man deshalb bei uns auch in Zukunft vergeblich suchen.

Du und Familie Motte .. wie viel Anna lebt da drin? Wo unterscheidet ihr euch?

Der Blog zeigt schon sehr viel von mir persönlich. Meine Gedanken und Ängste teile ich dort sehr ehrlich und oft ungefiltert. Dennoch gibt es natürlich Teile meines Lebens die ich absolut privat halte. Die Gesichter meiner Kinder wird es nie zu sehen geben, und auch die richtigen Namen halte ich weitestgehend raus.

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Und natürlich gibt es Themen über die ich niemals bloggen würde, weil sie mir einfach zu privat sind. Auch Dinge die andere – also Freunde oder Familie – direkt betreffen würde ich nicht verbloggen, weil ich niemanden in die Öffentlichkeit zerren möchte, der das vielleicht gar nicht will.

Hast du Mama Must Haves die du unbedingt empfehlen magst?

Dinge für mich persönlich oder Dinge, die das Elternleben erleichtern? Für mich persönlich: Make-up und Concealer gegen Augenringe und Müdigkeit, die beste Freundin zum Quatschen und Auskotzen wenn es mal wieder scheiße läuft oder man eine Auszeit braucht, einen guten Film und Nussschokolade. Und mein Smartphone natürlich.

Dinge die aus meinem Baby- und Kinderalltag nicht mehr wegzudenken sind, weil sie wirklich praktisch sind: das Babybay – Anstellbett, der Tiptoi (weil er meine Tochter mal 20 Minuten allein beschäftigt, wenn ich zum Beispiel ein wichtiges Telefonat führen muss) und eine gute Tragehilfe für die Babyzeit…

Wie nimmst du dir von deinem Mama sein auch mal eine Auszeit?

Ich gehe mit einer Freundin ins Kino oder irgendwo Essen und quatsche mal nicht über das Kind. Oder ich gucke einen guten Film auf DVD oder eine Serie. Und ich liebe Schlafen.

Hast du einen Leitfaden im Leben? Einen Spruch oder sonstiges an dem du dich immer wieder hoch ziehst?

Einen richtigen Leitfaden habe ich nicht. Aber ich versuche mich und alles was mir im Leben passiert nicht zu ernst zu nehmen und locker zu bleiben. Das gelingt mir – na klar – nicht immer, aber ich glaube, dass das Leben zu kurz ist um sich über alles aufzuregen. Viele Dinge nehme ich dann lieber mit Humor.

Generell glaube ich, dass alles was uns passiert einen Grund hat. Auch Dinge, die im ersten Moment negativ erscheinen oder uns aus der Bahn werfen. Oft erkennen wir dann erst später, wozu diese Erfahrung gut war.
Ich bin ein sehr positiver Mensch, glaube daran, dass es wichtig ist nicht immer nur an sich selbst zu denken, meinem Umfeld mit Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit zu begegnen – und auch daran, dass ich dies dann auch vom Leben zurückbekomme.
Ich habe gelernt nicht mehr alles auf einmal zu wollen und vor allem loszulassen vom Perfektionsgedanken. Mal Fünfe gerade sein lassen: zusammen rumalbern und toben, Höhlen bauen und Quatsch machen.
Ich hoffe, dass ich das auch meinen Kindern vermitteln und weitergeben kann.

Zu guter Letzt einen Tipp für die Blogger-Welt da draußen und wie sie zu ihrem Blog finden, ihm einen Stellenwert geben und sich positionieren?

Authentisch bleiben, sich und dem Blog Zeit geben. Dinge ausprobieren. Sich gut in der Blogger-Welt vernetzen und anderen auf Augenhöhe begegnen. Sich nicht scheuen um Rat zu fragen. Nicht jeden Trend mitmachen. Auch mal Fehler machen und aus diesen lernen. Und nicht alles auf einmal und sofort wollen: Bloggen braucht Zeit, Geduld und Ausdauer.

Familie Motte ist zu finden

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An dieser Stelle

Ich möchte an dieser Stelle noch ein kleines, aber vom tiefsten Herzen kommendes Danke an Anna senden, denn sie hat mir in so vielen Dingen Tipps und Tricks zum Thema Bloggen verraten. Hat mich durch meine eigene Domain Einstellung geführt, ohne sie hätte ich überhaupt keine eigene Domain, und war immer da, wenn ich Fragen hatte. Wirklich an dieser Stelle tausend von Herzen kommende Umarmungen für deine liebevolle Hilfe.

alle Bildrechte liegen bei Anna von Familie Motto.

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

2 comments

  1. Liebe Alina,
    vielen Dank für die lieben Worte und dafür, dass ich bei Dir zu Gast sein dürfte…hat sehr viel Spaß gemacht…:-*

    Liebe Grüße, Anna

  2. „ich möchte gern zeigen, dass man auf Reisen und Ausflüge nicht verzichten muss und trotzdem mobil bleiben kann.“ PERFEKT! Der Ansicht bin ich auch – wie es mit drei Kindern und Zwillingen wird, weiß ich natürlich nicht, darauf bin ich sehr gespannt. Den Blog werde ich mir gleich mal genauer anschauen.
    Danke, Alina. LG*

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