Das Wochenbett nach einem Kaiserschnitt – die erste Zeit mit Baby!

Die erste Zeit mit Baby nach Kaiserschnitt - das Wochenbett

Ich weiß noch, was ich damals, vor meiner ersten Geburt, für eine unbeschreibliche Angst vor einem Kaiserschnitt hatte. Vor nichts habe ich mich so sehr gefürchtet, wie vor der Sorge, um diese andere Art der Geburt. Doch dann plötzlich gab es kein vor oder zurück mehr. Keine Wahl mehr, denn die Empfehlung der Ärzte stand fest. “Ihr Kind ist sehr wahrscheinlich zu schwer für eine natürliche Geburt. Bitte lassen Sie uns einen Kaiserschnitt machen ansonsten steht ihr Leben und das des Kindes auf dem Spiel.”

Alles brach in mir zusammen. Nichts wünschte ich mir mehr, als mein Kind auf natürlichem Wege auf diese Welt zu bringen. Sollte mir dieser Weg tatsächlich verwehrt bleiben?

So sollte es sein, denn auch bei meiner zweiten Geburt, die ich hier für Euch niedergeschrieben habe, gab es nach 20ig Stunden Kämpfen keine natürliche Geburt. Inzwischen habe ich mich mit den Gedanken versöhnt. Wirklich! Ich bin zur Ruhe gekommen und sehe in meinen beiden Geburten meine persönliche, individuelle Geburtsgeschichte. Mein Weg, wie ich meine Kinder auf diese Welt brachte. Letztendlich wurde es beide Male ein Kaiserschnitt und doch ließ es am Ende des Weges diesen ganz besonderen Zauber einer Geburt nicht an mir vorüber ziehen.

Die erste Zeit nach einem Kaiserschnitt - das Wochenbett nach Kaiserschnitt, was ist zu beachten?

Das Wochenbett

Die erste Zeit mit Baby im Wochenbett waren nach beiden Geburten sehr unterschiedlich.

Bei meinem ersten Kaiserschnitt hatte ich die Ersten beide Tage erhebliche Beschwerden bei der Mobilisation. Es fühlte sich an wie ein unerträgliches Brennen im Bereich der Narbe. So schaffte ich es erst am zweiten Tag wirklich raus aus dem Bett und dies mit viel Hilfe und sehr viel Geduld. Nach der Mobilisation und dem Ziehen meines Dauerkatheters stellte ich fest, dass ich die größten Beschwerden aufgrund des Katheters gehabt haben muss, denn das nicht auszuhalten Brennen ließ endlich nach.

Nach dem Ziehen des Blasenkatheters ging es Tag für Tag bergauf. Ich spürte zwar die Narbe, aber bis auf ein Stechen beim hoch und runter beugen, konnte ich mich frei bewegen. Ich hielt mich an die von den Ärzten empfohlenen fünf Tage Krankenhausaufenthalt nach einem Kaiserschnitt und ging anschließend relativ fit mit meinem Neugeborenen nach Hause.

Mein Freund hatte sich zum Glück die ersten zwei Wochen nach der Ankunft unseres neuen Erdenbürgers Urlaub genommen. Ein SEGEN, denn die ersten zwei/drei Tage zu Hause brauchte ich etwas Zeit, um zu Kräften zu kommen. Er half mir insbesondere nachts, wenn der Kleine sich meldete und gab ihn mir ab und an mal an, wenn ich nicht schnell genug hoch kam.

Nach zwei Tagen zu Hause hatten wir uns jedoch recht gut eingespielt. Alles lief sehr gut. Die Narbe heilte gut. Eine Woche nach der Geburt bemerkte ich schon kaum mehrt etwas von den Strapazen, die der Kaiserschnitt bei mir verursacht hatte.

Die zweite Geburt

Bei meiner zweiten Geburt verlief die Heilung um einiges besser. Bereits wenige Stunden nach meinem Kaiserschnitt mobilisierte ich mich selbst und verlangte die Ziehung des Katheters. Es tat zwar ein wenig weh, aber nicht so, dass ich dachte “ich habe unaushaltbare Schmerzen.”Dank meiner schnellen Mobilisation durfte ich bereits einen Tag später Duschen gehen. Am zweiten Tag nach der großen Bauchoperation lief ich bereits kleine Runden über die Station, um am dritten Tag mit der kleinen Maus raus in den Park spazieren zu können.

Mein Tipp nach einem Kaiserschnitt

Lassen die eigenen Kräfte eine schnelle Mobilisation zu, ist dies das A und O, um schnell wieder zu alten Kräften zu gelangen. Nachdem ich am 5ten Tag nach Hause durfte, brauchte ich nach dieser Entlassung zu Hause im Frühwochenbett überhaupt keine Hilfe meines Partners. Nachts nahm ich meine kleine Maus zu mir. Ab und an schliefen wir auch gleich gemeinsam ein. Ich dockte sie immer nur an und wieder ab. So verbrachten wir ein herrliches Wochenbett ohne viele Gedanken.

Heilung ist ein Prozeß

Die Heilung meiner beiden Kaiserschnitte hätte unterschiedlicher nicht sein können. Ich denke, bei der zweiten Geburt half mir in erster Linie mein grenzenloser Optimismus schnell wieder auf die Beine. Zu keiner Zeit dachte ich mehr daran “versagt” zu haben. Ich freute mich viel mehr auf das Schmusen und Kennenlernen mit meiner wunderschönen Tochter. Ihre Geburt war ein Segen für mich. Egal wie sie verlaufen ist. Ihre Ankunft auf dieser Welt war für mich vom ersten Moment an das größte Glück auf dieser Erde und das lebte ich.

Die erste Zeit nach der Geburt - das Wochenbett nach Kaiserschnitt

Ich wollte bei ihr schnell wieder fit werden. Konnte die Schmerzen, die von der Operation ausgingen gut einordnen, was mir bei meiner Mobilisation sehr gut half. Durch die schnelle Mobilisation bin ich auch wirklich schnell wieder auf die Beine gekommen.

Dennoch war ich bei beiden Geburten nach der Entlassung so fit, dass ich mich problemlos um mein kleines Baby zu Hause kümmern konnte. Auch nachts!

Wie war die erste Zeit nach eurem Kaiserschnitt denn bei Euch?

Eine liebe Leserin fragte mich kürzlich nach meiner ersten Zeit mit Baby nach meinem Kaiserschnitt, da bei ihr einer aus gesundheitlichen Gründen gemacht werden muss. Mögt ihr vielleicht auch von euren Erfahrungen berichten? Es würde ihr sicherlich enorm weiterhelfen, wenn sie weitere Tipps und Tricks zu der ersten Zeit nach einem Kaiserschnitt erhält.

Sehr zu empfehlen ist auch dieses Buch, welches äußerst informativ auf diese unverwechselbare Zeit im Leben einer frischgebackenen Mama, namens Wochenbett eingeht.

 

 

In Liebe, eure Alina!

 

 

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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1 comment

  1. Ich stehe kurz vor meinem dritten Wochenbett nach meinem dritten Kaiserschnitt. Mein Tipp: Mach es dir so bequem wie möglich. Mir fiel alles schwer was auf die Bauchmuskulatur ging. Also aufstehen, rausheben usw. Richte dir einen guten Stillplatz ein! So das du ohne große Anstrengung gut aufstehen kannst. Ich habe meine Kinder immer direkt zu mir ins Bett genommen. Dadurch musste ich mich nachts nicht aufsetzen und das Baby aus dem Bett heben. Und viel bewegen! Es wird besser, wenn man mobil bleibt.
    Liebe Grüße,
    Lila

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