Mein Sohn, Du hast mich zur Mutter gemacht!

Warum mein Sohn für immer - DER EINE ssein wird!

Ich erinnere mich an diesen Tag, als wäre er erst gestern gewesen. Stunden, in denen alles so war, wie wir es kannten, bevor nichts mehr so war, wie wir es gewohnt waren. „Schatz? Ich mach mich kurz fertig. Dann können wir los auf den Geburtstag!“

Sekunden, die darüber entschieden, dass wir unser altes Leben hinter uns ließen und ein neues begannen, während ich mich dazu entschied auf dieses kleine Plastikteil zu pinkeln. Minuten, die sich anfühlten wie Stunden. Zwei Linien, die unbedeutender nicht sein konnten, aber unsere ganze Welt auf den Kopf stellten. Wie oft hatte ich mir dieses Ergebnis in meinen Träumen ausgemalt? Wie oft hatte ich mir vorgestellt mit meinem Partner ein gemeinsames Kind in diese Welt zu tragen, um sie bunter, fröhlicher und lauter zu zaubern.

Zeichen setzen

Und nun, war er da – dieser zweite Strich. So unverhofft. In einem Moment, in dem ich nicht mehr mit gerechnet hatte. Es war alles so neu. Ein Abenteuer. Ein Schock, den wir mit einer Fahrt ins Krankenhaus sacken lassen mussten. Was die wohl von uns dachten, als wir in der Notaufnahme kleinlaut von uns gaben: „Wir glauben, ich bin schwanger.“

Solch eine Aktion kann auch nur von Menschen in die Tat umgesetzt werden, die das erste Kind erwarten. Aber, es spiegelt gut wieder, wie neu und aufregend diese Zeit für uns war. Mit diesem kleinen Streifen auf dem Test bin ich gewachsen. Jede Minute, die dieser Test länger zurück lag, wuchs in mir ein neuer Teil heran. Das Herz einer Mutter.

Jeder weitere Schwangerschaftsmonat veränderte mich. Ließ Liebe in mir wachsen, die ich bis dato nicht kannte. Ängste, von denen ich zuvor nie etwas erahnt hatte. Bis zum Zeitpunkt der Geburt. Ein Moment, dem ich mit Hoffnung, Ängsten und Zuversicht entgegengefieberte und mit einem Versprechen an Dich hinter mir ließ.

Es war nicht die Geburt, die ich mir gewünscht hätte. Ein Spiel auf seidenen Faden. Ein Moment, der mich nach 10 Monaten Höhen und Tiefen noch einmal all meine Kräfte zusammenreißen ließ. Ich traf eine Entscheidung. Aufgeben oder weiteratmen. Ich dachte an Dich. Daran, dass ich Dich 10 Monate in meinem Bauch getragen hatte. Wie groß, meine Sehnsucht auf Dich war. Wie sehr ich mich auf Dich gefreut hatte und nun? Sollte ich Dich nicht treffen können?

Nein!

Es gab nur diese eine Entscheidung für mich. Für Dich. Du hattest vor 10 Monaten mein Leben auf den Kopf gestellt. Du hattest mich mit diesem kleinen zweiten roten Strich zu einem Menschen werden lassen, den ich selbst – noch heute wirklich schätze. Plötzlich gab es keine Zweifel mehr, ob Leben ja oder nein. Es gab in meinem Leben nur noch Dich und mit all der Kraft, die mir geblieben war – atmete ich. Für Dich, mein Sohn.

Unser Kennenlernen

Und dann? „Schatz, schau mal DAS ist UNSER SOHN“ Dieser Moment. Damals, wie heute – U.N.V.E.R.G.E.S.S.E.N … Ein kalter OP-Saal. Momente voller Strapazen. Wünsche zerplatzt wie Seifenblasen. Alles? Unwichtig. Von diesem Moment an zähltest nur noch DU. Mein Kind. Mein Erstgeborener.

Das erste Jahr mit Dir in meinem Arm war atemberaubend. All die Zeit, die wir nutzen, um den Moment zu entdecken. Den Augenblick zu kosten. Alles war neu. Der Geruch der Wohnung – verändert. Das Leben – atemberaubend. Seit Du da bist, liegt das Wesentliche im Detail.

Als deine Schwester auf die Welt kam, dachte ich, die Ereignisse würden sich wiederholen. Ich freute mich darauf dieses Wunder noch einmal erleben zu dürfen. Aber es stellt sich nicht so ein, wie ich es kannte. Es war erneut atemberaubend, wunderschön, einmalig, denn sie machte mich zu einer zweifach Mama.

Aber Du, mein Sohn! Du machtest mich zu einer Mutter.

 

 

 

 

 

In tiefster Liebe, deine Dich liebende Mutter!

 

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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