Der Weg wie ich meinen Beckenboden kennen und schätzen lernte und ihm einen Kompromiss anbot

Oft liegen die Gedanken, als frisch gebackene Mama wo anders, als mit Hauptaugenmerk auf dem eigenen äußerlichen und innerlichen Wohlbefinden. Man sehnt sich nach etwas Normalität zurück und fragt sich wie man mit all seinen Erwartungen, an die Zeit als Mutter, so falsch liegen konnte. Zumindest was das Thema Alltag und den damit verbunden Faktoren: Schlaf, Essen und Menschen die immer alles besser wissen, angeht.

So etwas Schönes und anstrengendes zugleich hat man so, in dieser Form, bisher noch nicht kennen lernen dürfen. Doch irgendwann kommt, auch in diesem Fall, die Zeit in der das anfängliche Kennenlernen – sich zu einem – wir kennen uns einspielt und alte Wünsche nach Ruhe und Zeit für sich an Raum und Bedeutung gewinnen

In der Person – die sich Mutter nennt, wächst ein Bedürfnis heran, das selbst die Frau in ihr nicht bremsen kann. Oft verschwimmt die Grenzen zwischen Frau und Mutter sein so sehr , dass am Ende die Mutterrolle ein stark ausgeprägtes Charakterbild vorweist und von ihr beinahe jede Kleinigkeit mit verbundenen Augen verrichtet werden kann. Die Frage aber: Wann hat Frau Mutter das letzte Mal etwas nur für sich getan“ wird von ihr nur beschämt abgenickt.

Die Sehnsucht nachdem was sich hinter dieser Mutter Rolle befindet prägt sich zunehmend intensiver aus, so dass Frau Mutter irgendwann das sehnliche Bedürfnis dannach bekommt – mal wieder richtig die Sau raus zu lassen – CHAKKA! Gewöhnlich ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen in dem unsere Männer Angst davor bekommen bald alleine für das Kind Sorgen zu müssen und unseren Geisteszustand, als eine Art Seidenen Faden deklarieren. Ja liebe Männer irgendwann findet jeder wieder zu seinem innereren Schweinehund zurück – auch wir Mütter, die Tag ein Tag aus nur einen Wunsch im Sinn haben: “wo finde ich ein Spielzeug, dass mein Kind länger, als 10 Minuten in seiner Spielecke beschäftigt?”

Aber hey, nebenbei haben wir Frauen auch zwei bezaubernde Füße, die verdammt heiß im passenden Schuhwerk aussehen – was für ein simples Wunderwerk diese Frauen!

So bin ich auf dem Weg ins Schuhgeschäft – auf dem Weg zum inneren Seelenfrieden, auf buggyFit aufmerksam geworden. Ein Sportkurs für Mütter die gerne mit Kind und Buggy etwas für sich und ihre 90-60-90 Maße tun wollen. Da ich in der Schwangerschaft ähnlich und im gleichen Tempo, wie ein riesiger Buckel Waal auseinander gegangen bin hatte ich solch einen Kurs bitter nötig. Ich wusste bisher nur nie – wohin mit meinem geliebten Kind. So war der ürsprüngliche Plan gewesen mich in einem supi teuren Fitnessstudio mit Sauna und Pool anzumelden um dort den ganzen Tag die überschüssigen Pfunde, in der Hauseigenen Sauna, verdampfen zu lassen.

Es war mir, aber erstens zu unsicher, die Pfunde alleine durch Dämpfe auf ihre Ursprungsgröße zurück schrumpfen zu lassen und zweitens war ich mir unsicher – ob die Menschen dort qualifiziert genug waren, im Falle einer Verirrung meinerseits – an eines dieser toll und effektiv aussehenden Geräte, meinen sensiblen Beckenboden im Auge zu behalten.

Ich selbst hatte bis vor meiner Schwangerschaft, noch nie etwas von dieser Region meines Körper wahrgenommen und es verhielt sich mit dem Ernstnehmen der Beckenboden Thematik bei mir ähnlich wie mit anderen hoch problematischen Dingen: Du sollst genügend Vitamine essen, du sollst dich viel Bewegen bla, bla, Beckenboden. Nun Freunde, ich hätte mal näher auf die tieferen Regionen meines Körpers hören sollen, denn nun habe ich die Binden!

So stellte für mich buggyFit das perfekte Fitness Programm zusammen – mit Kind gemeinsam trainieren, Aussichten auf Modelmaße und Sport an der frischen Luft = weniger schlechtes Gewissen gegenüber deinem einzigartigen Kind. Auf einen Streich hatte ich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und dies lediglich mit einem simplen Buggy.

Voller Tatendrang stampfte ich mit Bondolino und Sammy auf in diesen Sieges sicheren Kampf. Die erste Stunde stellten sich unmittelbar, als wahnsinniger Erfolg heraus. Am nächsten Tag hatte ich solch einen unbeschreiblichen Muskelkater, dass es mir äußerst schwer fiehl mit meinen zarten 90 Kilo adäquat aufs Klo zu kommen. An diesem Tag bekamen selbst die Nachbarn meine Toilettengänge mit – in dem sie jedes mal aufs neue Angst bekamen, dass irgendetwas schweres zu Bruch gegangen sei. Der einzige Weg für mich an jenem Tag die Toilette zu besuchen war es mich aus Standhöhe auf sie drauf fallen zu lassen. Alles andere stellte unerträgliche Schmerzen da.Wobei ich eigentlich dachte, dass ich nach der Geburt meines Kindes keine Schmerzen mehr spüren würde, weil sie sich unter der Empfindungsgrenze abspielten, aber das war wohl ein Irrtum ähnlich wie der, dass ich ein Buch für die Wehenpausen mit in den Kreißsaal nahm.

Mein Freund übernahm an diesem Tag, die bedeutende Rolle des Erziehungsberechtigten und legte mir das Kind nur zur vierstündlichen Raubtierfütterung an. In Zukunft würde ich öfters Muskelkater haben!

Doch in den nächsten Wochen besserte sich der Muskelkater und die wöchentliche Situation auf der Waage löste keine Zwischenfälle, in Form von Nervenzusammenbrüchen, mehr in mir aus. Ich wurde zunehmend ein Supermodel und bereitete so langsam, aber zielstrebig meine Bewerbung für Heidi Klum vor.

Einer meiner tiefsten Sehnsüchte war es immer gewesen: einmal im Leben dünn und schlank zu sein. Ich wollte mich frei und federleichtes fühlen ohne auch nur einmal an mein Gewicht denken zu müssen, essen können was ich wollte – ohne Angst davor haben zu müssen, dass ich am nächsten Morgen die Quittung auf der Waage dafür abrechnen musste – ähnlich eines Supermodels mit einem operativ eingepflanzten Bandwurm. Doch stattdessen wurde ich schwanger und verlor damit das Bott aus seinem sicheren 70iger Hafen.

Das Boot trieb fortan Flussaufwärts und verlor für lange Zeit seinen Anker, in Form zart lackierter roter Fußnägel.Was später folgte ist nicht nennenswert und mir immer noch unbegreiflich – wie Füße so dick werden können, unfassbar echt! Mit buggyFit fand ich meinen Anker, in Form meiner Füße wieder. Zart und rot waren sie zwar inzwischen nicht mehr, aber immerhin hatte ich sie im offenen Meer nicht verloren. Ich nahm innerhalb kurzer Zeit – mit Hilfe einer Ernährungsumstellung und einem gezielten Sportprogramm zehn Kilo ab und landete mit sichtbaren Füßen auf zarten, federleichten 80 Kilo und der Konfektionsgröße 40.

Mein Beckenboden hatte sich gegenüber den sportlichen Strapazen gut geschlagen, da das Team weitestgehend aus geschulten Physiotherapeutinnen, Hebammen oder Sportwissenschaftlerinnen besteht. Ihr wisst nicht welche Standing Ovation Szenarien ich zu Hause auf solch ein Team abhalten könnte. Oft stelle ich mich einfach so auf meinen Sessel und rufe: “ein hoch auf qualifiziertes Fachpersonal!” Beim runterspringen verliere ich ein zwei tropfen Pipi, was mich wieder aufsteigen lässt und nochmal zum Parodieren, des selben Spruches veranlasst, denn dieser untragbare Zustand einer 26 Jährigen Mutter kommt nur –  durch meinen eigenen Übermut zustande, als ich zwischenzeitlich dachte eine extrem sportliche Mutter zu sein. So schlich ich voller Elan und Tatendrang um mein Haus herum und absolvierte unzählige Liegestütze – es waren 40 ( unzählig klingt nur nach mehr). Die Waage dankte es mir, mein Beckenboden nicht. Nun mache ich mir Pipi in die Hose, wenn ich lache, was oft der Fall ist, Nisse, was weniger der Fall ist und Huste, was ich dank des Nichtrauchens nicht mehr der Fall ist, also summa summarum spare ich höchstens einen Toiletten Gang am Tag, bin dafür aber inzwischen Kunde von Always, diesen tollen, funktiontüchtigen Binden. Aus diesem Grund ist eine qualifizierte Sportbegleitung das NON PLUS ULTRA, denn so erspart du dir höchstwahrscheinlich Always Ultra!

Ich denke, dies ist ebenso ein Grund dafür warum solch ein Kurs von der Krankenkasse, mit 80 Prozent, bezuschusst wird. Ich denke, die Krankenkassen nennen dies eher, präventiv Arbeiten, als Beckenboden freundlich, kommt aber aufs selbe heraus – der Kurs ist günstig.

Meine Lieben Mamas da draußen, dass sind so die Gründe warum ich Sport mit Kind für mich entdeckt habe. Nebenbei warte ich bei einer Tasse Tee auf meine Karriere, als erfolgreiches Supermodel und wenn das nicht klappen sollte, dann mache ich einfach weiter Karriere, als Supermama, denn das war bis jetzt auch relativ Erfolgreich und wurde bestens entlohnt mit sabbernden Küssen und vollgeschmierten Umarmungen, aber nun sind wir doch mal ehrlich! Was gibt es schöneres, als am Ende des Tages das Licht anzuknipsen und zu wissen – Jetzt hast du Feierabend Wonderwoman! CHAKKA 😉

Bis bald ihr Lieben und vergesst nie:
Ihr seid bildschön, genauso wie ihr seid und der Rest ist nur, weil es irgendwo Spaß macht – das Leben halt Superwomen.

In liebe Eure Alina

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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4 comments

  1. Liebe Alina, ich habe gerade ebenfalls so gelacht über deine Toilettengänge. Nicht böse sein, Du schreibst so bildlich, ich habe es förmlich krachen gehört ;-). Auch alle anderen Beiträge sind toll und immer wieder mit viel Humor geschrieben :-). Weiter so. Lieben Gruß

    1. Liebe Claudia,

      ich bin überhaupt nicht böse 🙂

      Ich liebe es, wenn die Menschen über mich lachen, denn das tue ich selbst auch am aller liebsten.

      Hab einen tollen Tag
      deine Alina

  2. Ich habe mich gerade so sehr über deine Toilettengänge weggeschmissen. Vielen Dank für deinen erfrischenden Artikel. Ich bin zwar keine Mama, aber auch über das Buch für die Wehenpausen habe ich schallend gelacht. 😉
    Deinen Blog werde ich auf jeden Fall in Zukunft öfter verfolgen!
    Lieber Gruß, Jana

    1. Das hört man gerne 😉

      Ich glaube ich für meinen Teil kann mir nichts schöneres vortsellen, als Menschen die sich köstlich über mich und meine Geschichten amüsieren. Ich liebe es die Welt bunter und lustoger zu machen, denn am Ende: was sind wir schon ohne die nötige Priese Humor 😀

      Aller herzlichste Grüße
      Alina

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