Einer dieser Tage | Wenn das Geschwisterchen dem Anderen eine neue Frisur verpasst

Familienleben mit Kindern

Kennt ihr diese Tage, die irgendwie den Wurm drinnen haben? Von Anfang an. Ich bin heute Morgen aufgestanden. Fühlte direkt die zurückliegende bescheidene Nacht. Die kleine Maus bekümmerte irgendwas. Wälzte sich hin und her. Auf und ab.  Aufrecht und senkrecht. Keine ruhige Minuten fanden der Mann und ich. Beide zu müde zum Denken. Zu überrumpelt von der plötzlichen Verschlechterung, um zu handeln.

Irgendwann gegen drei schliefen wir alle. Bis sechs dann ging wieder der Wecker. Beim aufstehen kann man sich denken wer die schlechteste Laune von uns  hatte, oder? Die kleine Maus konnte sich dank ihrer Müdigkeit keine fünf Minuten ohne Wutausbruch auf den Beinen halten. Irgendwie schafften wir es trotzdem da durch. Ich brachte beide zu ihren Betreuungen. Verbrachte meine freie Zeit ohne Kinder mit arbeiten und telefonieren. Setzte mich nach gefühlt fünf Minuten wieder ins Auto, um sie abzuholen.

Familienleben chaotisch

Zu Hause angekommen freute ich mich auf eine gemeinsame Fahrradtour. Ich dachte, „jetzt kann der Tag endlich losgehen.“ Stille. 5 Minuten Stille. Ein Kaffee später Stille.

Komisch? Jep. Beim Nachschauen sah ich das Drama. Die Haare des Mädchens oben auf dem Kopf komplett abgeschnitten mit riesigen Löchern. Hinten lang. Ein Vokuhila vom allerfeinsten. Die 80er Jahre wären stolz auf sie gewesen. Hätten sie herzlich angenommen. Ich hingegen empfand weder Wut oder Solz.

Einfach nur traurig.

Ich überlegte. Überlegte auf und ab. Hoch und runter. Senkrecht und waagerecht. Die einzige Lösung, die ich parat hatte? So konnte es nicht bleiben. Es gefiel mir gar nicht. Statt Fahrradtour folgte der Weg zum Friseur. Ein damit verbundenes schlechtes Gewissen stelllte sich ein, weil ich dem Sohnemann seinen Wunsch nicht erfüllen konnte, obwohl mir gar nicht mehr danach war. Noch ein schlimmeres schlechtes Gewissen stellte sich ein. Wie kann man nur so gemein sein und seinem Kind sein Unbehagen so spüren lassen?

Ich gab mein bestes, doch zum Schluss blieb erst einmal ein wenig Traurigkeit. Die Frisörin rette, was zu retten war. Und irgendwie finde ich die neue Frisur passt zu unserem kleinen Wirbelwind. Wir fanden alle irgendwie unseren Frieden. Doch da blieb auch dieser kleine Wermutstropfen.

 

Nun ist es so. Und das Gute an Haaren ist? Sie wachsen wieder nach.

 

 

Es war heute halt einer dieser Tage….

 

 

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Ich bin 29 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.
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Comments

  1. Antworten

    So ist es – Haare wachsen wieder nach! Als Kind habe ich mir mal selbst unterm Küchentisch einen sehr modischen Zickzack Pony verpasst – Oma war schockiert, Mama amüsiert. Und mir wars egal 🙂

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

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