Eine Geburt im Geburtshaus // Myriam und die Geburt Ihrer Tochter im Geburtshaus.

Ich habe meine Hebamme schon sieben Monate vor der Geburt das erste Mal getroffen und sie begleitete mich durch alle Phasen dieser aufregenden Zeit. Mir war von Anfang an klar, dass ich mein Baby in einem Geburtshaus bekommen möchte, weshalb ich mich schon kurz nach dem positiven Test auf die Suche nach einem geeigneten Ort gemacht habe. Der war schnell gefunden und Janet hatte noch Kapazitäten mich zu betreuen.

Beleghebamme für die Geburt im Geburtshaus.

Nach einem Kennlerntreffen war ich zur Vorsorge in der 18. Schwangerschaftswoche das erste Mal nicht bei meiner Gynäkologin sondern bei Janet. Ab dem Punkt wurden die Vorsorgen erst abwechselnd von Ärztin und Hebamme durchgeführt; ab der 33. SSW war ich ausschließlich bei Janet. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, uns besser kennenzulernen und eine Vertrauensbasis aufzubauen. Abgesehen davon, hat sich Janet mehr Zeit für die Termine genommen als eine Ärztin es tut. Sie hat nicht nur überprüft, ob es dem Baby und mir körperlich gut geht, sondern hat sich auch für meinen Gemütszustand interessiert. Ich konnte ihr von meinen Sorgen bezüglich der Geburt erzählen und sie mir, wie sie in bestimmten Situationen vorgeht und sich so wohl auch auf mich einstellen.

Einen Tag nach dem ET, fing ich am späten Morgen an, stark zu bluten. Anstatt in Panik zu geraten, meine Sachen packen zu müsssen und ins Krankenhaus zu müssen, konnte ich Janet anrufen und ihr die Situation schildern. Eine halbe Stunde später war sie bei mir und hat mich untersucht. Ja, heute könnte es soweit sein. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nur leichte Unterleibsschmerzen. Ich wurde beauftragt, die Blutung, Kindsbewegungen und Wehentätigkeit zu beobachten und mich stündlich mit einem Update zu melden.

Über die nächsten Stunden wurden die Wehen stärker bis ich mich gegen 17 Uhr nicht mehr wohl damit zu Hause gefühlt habe. Das habe ich an Janet weitergegeben und konnte mich gleich auf den Weg ins Geburtshaus machen. Dort wurde ich von Janet und der anwesenden zweiten Hebamme untersucht und die Herztöne des Babys abgehört. Zum Glück verlief es von da an relativ schnell.

Presswehen …

Schon kurz nachdem die Presswehen eingesetzt haben, wurde mir gesagt, dass ich drücken dürfe, wenn ich den Drang verspüre. Da ich Angst vor Rissen hatte, habe ich nicht so doll gedrückt, wie es mir möglich gewesen wäre, aber mir wurde mein Tempo gelassen und zugesichert, dass ich mich gut anstelle. Bis es hieß: „Nur noch einmal feste, dann ist, das Köpfchen „da“ und dann „ und nochmal für den Körper.“ Zwei Stunden nach Ankunft im Geburtshaus war meine kleine Tochter da.

Hebamme im Wochenbett.

Natürlich hat Janet auch die Wochenbettbetreuung gemacht. Ich fand es schön, die Person dazu haben, die auch die Geburt miterlebt hat. Auch wenn meine Geburt wohl im Vergleich sehr einfach war, ist es hilfreich, das Erlebnis nochmal mit einer Fachfrau aufarbeiten zu können. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass ich für mich alle Entscheidungen bezüglich der Geburt richtig getroffen habe, so dass ich es bei einer zweiten Schwangerschaft wieder genauso machen wollen würde. Wenn es keine Hebammen mehr gibt, wird mir das nicht mehr möglich sein.

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