Ich glaube noch daran, ihr auch?

Langsam schlendre ich durch die einsamen Gassen meiner Stadt. Alles wirkt so ruhig und friedlich. Ich laufe an einer Flüchtlingsunterkunft vorbei. Es ist alles so still und friedlich. Sie schlafen. So wie ich es am besten auch tun sollte. Gestern lief ich mit Samuel hier vorbei und sah sie, die Kinder, wie sie mit nichts außer ihren imaginären Geschichten spielten. Sie liefen, lachten und lebten.

Warum ist uns das Fremde oft so unbehaglich? Warum hassen wir was wir nicht kennen?

Warum werden Menschen auf offener Straße geschlagen, bis ihr Körper sich dem Hass des Gegners beugt? Ich glaube weil, der Hass eines jeden Einzelnen ist ebenso fester Bestandteil in unserer Welt ist wie die Liebe, die wir spüren. Auch ich hasse. Oft sogar, zum Beispiel wenn mir mal wieder ein gestresster Autofahrer dicht auffährt, dass ich Angst um das Leben meines Sohnes bekomme. Am liebsten würde ich aussteigen und diesen Menschen rechts und links ohrfeigen.

Aber dann fahre ich weiter. Der Hass vergeht, weil es Menschen gibt, die ihn mir nehmen. Die mich an das Wichtige im Leben erinnern – die Liebe. Und so ist spätestens, wenn sich die Hände meiner geliebten Familie um mich schlagen. Oder mich die Worte meiner Mutter oder meines Vaters erreichen, für mich klar, dass es in meinem Leben so viel mehr als Hass gibt.

Ich habe Glück …

Selbst wenn ich einsam durch diese Gassen laufe, spüre ich diese Liebe. Aber dann gibt es da diese Menschen, die nie erfahren haben was Liebe bedeutet. Die das Gefühl geliebt zu werden auf andere Arten erfahren mussten. Vielleicht durch Krieg, Gewalt, Isolation. Seit ich denken kann, befindet sich die Welt im Wandel. Nie gab es einen Stillstand, oder erinnert ihr euch an einen? Unsere Geschichtsbücher sind voll von mächtigen Menschen, die die Welt für sich beanspruchen wollten. Gewalt scheint bei diesem Kampf, die mächtigste Waffe. Solange die Welt im Wandel ist, wird es diese Kämpfe wohl immer geben. Und trotzdem bin ich froh, dass ich gerade jetzt lebe – mit Euch zu dieser Zeit.

Es gibt in unserer heutigen Zeit so viele inspirierende Menschen. Durch die Medien sind wir besser vernetzt, können uns Austauschen einander kennen und schätzen lernen. Wir, die Menschen, die an das gute Glauben können es heraus schreien in der Hoffnung gehört zu werden. Und die, die es nicht tun können Angst und Schrecken verbreiten. Das ist ein Zeichen unserer Zeit. Deswegen ist sie aber noch lange nicht schlechter!

Und wenn ich selbst diese Gedanken einmal vergessen sollte, erinnert mich daran, wie ich einst durch diese Gasse lief und meinen Frieden fand.

Ich möchte in MEINEM Leben nicht in Angst und Furcht einen Schritt vor den anderen Wagen. Ich möchte mit Euch glücklich sein. Mit den Menschen, die mich Tag ein Tag aus inspirieren. Ihr seit es die, diese Welt zu einem besseren Ort machen. Und wenn es regnet, schaut in den Himmel, denkt nicht er weint, denkt daran wie all die großen Menschen, die unsere Welt einst verändert haben ihre Geschichten, ihre Hoffnungen über uns ergießen. Nehmt euch bei der Hand und tanzt im Regen. Erinnert euch an die Gedanken, die ihr einst glaubtet, an die Träume die ihr hattet und denkt an mich, wie ich es euch gleich tue. Ich und die vielen anderen Menschen, die noch an das Gute glauben.

..

Unsere Welt ist ein herrlicher Ort, weil es UNS gibt. Reichen wir einander die Hand.

 

Ich glaube noch daran. Ihr auch?
In tiefer Verbundenheit, eure Alina!

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

Das könnte dir gefallen ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.