Die Sache mit dem guten Content und wie wichtig ist er wirklich für deinen Blog?

Als ich mit dem Bloggen anfing, schrieb ich …

Ich schrieb über Dinge die mir in den Sinn kamen ohne Punkt und Komma. Ich dachte irgendwer würde es schon lesen wollen und wenn nicht, hatte ich immer noch mich. Über die Leser kamen die Selbstzweifel, denn die Ansprüche an das was man schrieb wuchsen und letztendlich beschäftigte ich mich nicht nur emotional mit dem Thema Bloggen, sondern holte mir die nötige Fachliteratur. Ich sah ob Leser wieder kamen, was sie lasen – bis wohin und in mir wuchs der Wille besser zu werden. Konkreter, übersichtlicher – noch mehr ich!

Die Fachliteratur half mir in wichtigen Punkten auf die Sprünge. Ich lernte zu verstehen was SEO war und begann mich auf den Bereichen eigene Domain, Plugins weiterzubilden. Ich konzentrierte mich auf mein Theme und probierte immer mehr aus. In jedem neuen Buch fand ich immer neue Aspekte und Inhalte die das Thema Bloggen ausweiteten und ihm eine neue Dimension zu geben schienen.

Doch ein Punkt wiederholte sich in beinah allen Büchern wie der Seidene Faden. Es schien das A und O des Bloggens zu sein.

Content – guter Content!

Als Frischling wusste ich nicht mal, was das Wort Content überhaupt zu bedeuten hat – inzwischen dreht sich meine ganze Bloggerwelt um das Thema Content und Überschriften.

Guter Content ist mehr, als ein Thema seiner Wahl, denn die eigenen Themen, die eigene für sich zusammen geschusterte virtuelle Welt, die man mittels seines Blogs nach außen trägt ist das was andere von dir Lesen.

Manchmal sind es Herzenzthemen, die man trotz hundertfacher Aufnahme selbst noch einmal aufnimmt. Manchmal sind es Themen die das eigene Leben schreibt und oft schreibt man auch einfach für sich –

Und manchmal ist da auch einfach nichts

Die letzte Woche in der ich persönlich einiges zu verarbeiten hatte lag mein Blog still, denn ich saß vor meinem PC und alles was ich auf das flackernde Ding vor mir projizierte klang holprig, schräg, abgestumpft – nichts was man unter gutem Content verstehen würde. Doch das aller schlimmste war, das man merkte woher es kam. Lediglich aus der schwarzen, harten Tastatur.

Kooperationsanfragen setzten allmählich Staub auf meinem Schreibtisch an, doch ich fühlte mich schlecht dabei Ihnen Dinge anzubieten, die nicht mit Herz und Seele auf meinen geliebten Blog gebracht wurden. Mit den Tagen an denen nichts auf meinem Blog veröffentlicht wurde gingen die Zahlen meiner Statistik allmählich, aber beständig zurück und es tat mir weh meine harte Arbeit, der letzten Monate und Wochen so ins virtuelle Land sickern zu sehen.

All die Monate Arbeit in nur wenigen Tagen wie weg geblasen. Zumindest fühlte es sich so an, wenn die blauen Balken der Statistik sich allmählich an das weiße Hintergrundbild der Statistik angleicht.

„Wie veröffentlichst du jetzt guten Content“ dieser Satz ging mir Tag und Nacht durch den Kopf. Ich hatte so viele Pläne für meinen Blog, doch sobald ich in die Tasten haute war alles wie weg geblasen. Ich war nicht mehr da. Hatte Angst davor nie wieder ein Thema zu finden über das ich mit Herzblut schreiben konnten. Doch dann passierte etwas und auf einmal waren sie wieder da, die Ideen, die Hingabe und Liebe für das was ich Liebe.

Die Pause

Rückblickend nenne ich es nun einfach eine kreative Schaffenspause. Denn auch Ich bin kein Roboter, der Tag ein Tag aus besten Content für Lau veröffentlichen kann. Die Kooperationen geben mir in manchen Tiefen des Bloggens den nötigen Anschwung und liefern mir neuen Content und tja was soll ich sagen: meine Leser und das unfassbare Feedback von euch – so wieso.

Doch wenn man manchmal an dem Punkt steht, dass das was man hier eigentlich jeden Tag macht – eigentlich genau das ist wovon man leben will, wovon man nicht genug kriegt, weil es einen auf eine andere Art und Weise ausfüllt, als alles was man bisher getan hat. Dass das der Traum ist vor dem man immer stand und nicht wusste wie er nun wirklich in der Realität auszusehen hat, dann steht man da und möchte von jetzt auf gleich mehr!

Man denkt zurück; wie man sich nach dem Abitur die Frage stellte was aus einem und dem eigenen Leben nun werden sollte. Begann eine Ausbildung, fand Freude an dem was man tat und dem, für seine Verhältnisse, prall gefüllten Konto. Dann kam das Leben und man stand mit Beruf und dem was man tat Mitten im Leben – solide, aufrichtig und stolz sein eigenes Einkommen zu verdienen.

Mit den zunehmenden Blogeinträgen kam und wuchs die Frage nachdem: „was wird das hier“ – es machte so unglaublichen Spaß. Ich investierte immer mehr Zeit und Geld in das was ich einfach so nebenbei für mich tat. Irgendwann wurden die Kosten, die Ausgaben größer, als die Einnahmen und man arbeiteten noch härter um mehr zu erreichen. Überlegte Tag und Nacht, welche Überschrift passte, welches Bild das richtige war und bearbeitete, Formatierte und gab sein bestes für diesen einen kleinen Moment in dem der Post letzendlich an euch geht.

Was ich damit sagen will?

Das was ich hier tue, ist das was ich liebe. Ich mache es, weil es mir Spaß macht. Das Schreiben, das Teilen meiner Gedanken- doch manchmal braucht man auch mal eine wohlverdiente Pause, denn eins sollte immer beim schreiben mir dabei sein, egal bei welchem Text – sollte das Herz nicht fehlen, denn dann kommt der Content von ganz alleine! Ich wollte euch einfach einen kleinen Einblick in das geben was hinter all den Texten – die ich schreibe steckt und was letzendlich ein Blogger alles verarbeitet, während er so offensichtlich überhaupt nichts schafft, da nichts gerade nichts online geht.

Letzendlich ist das alles nämlich vielleicht doch mehr, als einfach nur verdammt guter Content.

Willensstärke gespickt mit ganz viel Liebe und Durchhaltevermögen

In Liebe, Eure Alina

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Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

5 comments

  1. Oh ja, wie ich dich verstehe. Mit den Statistikbalken und so 😉
    Ich sehe es inzwischen meistens recht gelassen. Ich habe einen Job, studiere nebenbei … da ist nicht immer Zeit für einen guten Beitrag oder überhaupt für einen Post, den ich dann veröffentlichen möchte. Einfach „hingeschmiert“ mag ich auch nicht. Es soll schon etwas sein, mit dem ich auch zufrieden bin. Denn das merkt ja dann auch jeder, wenn es einfach nur veröffentlicht ist, damit mal wieder etwas veröffentlicht wurde. Ich blogge, weil es mich irgendwie befreit und mein Hobby geworden ist. Und dir glaube ich, geht es da ähnlich wie mir. Von daher machen wir das ja auch für uns und nicht für andere. Wenn dann Leser da sind, die hier auch kommentieren, dann ist das ein Lob und auch eine Bestätigung, dass unser „Content“ auch gelesen wird. Mich macht das auch immer stolz – aber wir müssen ehrlich sein. In erster Linie machen wir es doch für uns, oder?
    In diesem Sinne: schreibe dann, wenn es für dich passt, du Spaß daran hast und vorallem Zeit dafür. Und wenn mal eine Zeit nichts passiert – ja, dann ist das halt so. Alles Liebe, Katrin

  2. Wunderbar geschrieben, wie immer meine Liebe. Ich bleibe und lese dich gern. Für deine tollen Worte und die Art, wie du mich abholst und in deine Welt nimmst. Dafür, dass sich nicht alles um Mamasein dreht, sondern um DICH. Und ich weiß, wie du dich fühlst, denn vor diesem Punkt stehe ich leider auch oft. LG Bella

  3. Ich liebe es wenn und wie du schreibst!
    Und wenn du eine Pause brauchst, dann ist das so!
    Schau dir meinen Blog an.
    Darling, du hast später als ich begonnen mit dem bloggen und bist nun so viel weiter als ich! Sei stolz auf dich! Ich mache meine wöchentlichen Aktionen und halte so unseren Alltag feste. Ab und an haue ich mal Guten Content raus und merke erst Tage später, dass es wirklich gut war.
    Was ich sagen will, ich merke sehr deutlich, dass du doch unheimlich entwickelt hast und ich liebe es bei dir zu lesen! Und ich behaupte gerne, dass ich quasi von Kinderschuhen des Blogs mit am verfolgen bin. Hey, ich hole mir schon Tips von dir, dass war mal anders

  4. Einfach weiterschreiben! Die Statistikbalken wachsen mit der Zeit – und mit gutem Content eben, wirst sehen. Die LeserInnen merken, was von Herzen kommt, was dich wirklich rührt – da kann gar nicht viel schief gehen. Blogging ist learning by doing – ich lerne auch seit über 6 Jahren 🙂

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