Ihr hattet recht …

Könnt ihr das eigentlich gut, sagen: “ Du hattest recht!“ oder sträuben sich euch allein bei dem Gedanken, zugeben zu müssen, dass der andere von Anfang an recht hatte schon die Haare zu Berge?

Ich kann nur so viel sagen, eigentlich sage ich dieses kleine Sätzchen: „Du hattest von Anfang an recht“ überhaupt nicht gerne, aber in diesem Fall sage ich es -heute ausnahmsweise mal sehr gerne..

Seid genau einem Monat arbeite ich wieder und nach anfänglichen Startschwierigkeiten, dass ich mich nicht wirklich einfinden konnte mit meinem derzeitigen Betreuungsmodell und der Situation, dass ich meinen kleinen Sonnenschein alleine lassen musste kann ich nun sagen, dass ich mich ein gegroovt habe. Ich habe diese Woche nun drei Dienste hinter mich gebracht und das hat wirklich großen Spaß gemacht. Ich habe kaum über zu Hause nachgedacht, dafür bleibt schlicht und ergreifend aber auch einfach keine Zeit bei der Arbeit, aber das wirklich schöne bei der ganzen Sache ist, dass Mini, wenn ich wieder kam wirklich gute Laune hatte und auch am nächsten Tag nichts von Unwohlsein zu spüren war.

 

Er war ausgeglichen glücklich…

alina und samuel

Das einzige was ich je wollte. Meine Bedenken, dass er durch eine strukturlose Betreuung keinen Halt mehr hat und deswegen solch eine Laune hatte konnte sich diese Woche nicht mehr bestätigen, denn er war einfach gut drauf und als ich um halb zehn von der Arbeit nach Hause kam sah ich sogar einen entspannten großen Mann vor dem Fernseher sitzen..

Und mir tut das Arbeiten auch mal gut, dann sehe ich nämlich:

Es klappt auch ohne dich Alina…

Eine Frage habe ich aber noch die mir sehr am Herzen liegt: Findet ihr, dass auf kurz oder lang Beruf und Familie gleichermaßen zu vereinbaren sind?

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

6 comments

  1. Meine liebe,
    es ist schon zu lesen das ihr im Alltag mit Beruf angekommen seid.
    Ich kann dir hier und heute Brief und Siegel darauf geben, dass es mir der Zeit vereinbar wird!
    Ich spreche da aus eigener Erfahrung, wie du weißt.
    Natürlich ist es ein Prozess. Dieser Prozess braucht in jeder Familie Sonne Zeit.
    Es werden auch immer Tage wiederkehren, an denen fällt es dir, deinem Mann oder Mini schwer. Aber das sind keine Phasen.
    Du beginnst deinem Mini jetzt vorzuleben, dass arbeiten gehen etwas ganz normales ist. Er wird dadurch lernen, dass er auch irgendwann arbeite geben muss um sein Leben in den Standard zu führen, wie er es gerne möchte.
    Leben kostet Geld und wenn man sich etwas leisten möchte,sich wen es „nur“ ein Eis, schwimmen gehen oder in den Urlaub fliegen ist, dann muss man arbeiten.
    Ich glaube, dass euer Modell der Betreuung sich eine gute Vorbereitung auf eine KiTa o.ä. ist.

    Ich glaube sich, dass man als Mama in der Arbeit Anstand von zu Hause gewinnt. Man bekommt dort Anerkennung für seiner geleistete Arbeit, man ist wieder unter Kollegen, man tauscht doch über andere Dinge aus, als man dies in der Familie oder unter Müttern macht.
    Man ist vielleicht gestresst nach einer anstrengenden Schicht und freut sich dann aber um so mehr auf zu Hause. Dort wartet nämlich jemand auf dich, der dich Lieb hat und den Stress vom Job vergessen lässt.
    Genauso ist dann das zu hause bei der Familie sein eine Erholung von der Arbeit.
    Es wird klappen, mal mehr und mal weniger. Aber ihr werdet diesen Prozess gemeinsam bestreiten. Und bald Word es etwas völlig normales sein!

    Liebe grüße

  2. Hallo, ich kann als dreifache Mama auch etwas dazu sagen. Ich habe mit zwei Kindern Vollzeit gearbeitet, dann auch mal weniger Stunden vollzeitnah. Es ging alles. Mit Hilfe von meinem Mann, unserer guten Kita und flexiblen Arbeitszeiten lief es prima. Ich gebe zu, nach dem ersten Kind brauchte ich eine Weile, um mich ans Arbeiten mit Kind zu gewöhnen. Vorher ist man ja flexibler gewesen. Aber das spielt sich ein…Ich werde auch nach meiner Elternzeit mit unserer Nr. 3 wieder arbeiten, erst vollzeitnah, dann bald auch wieder Vollzeit, weil mein Mann dann mal weniger arbeiten möchte. Auch das wird wieder funktionieren. Da bin ich ganz sicher. LG

  3. Ich denke, es ist schwierig aber gerade mit zunehmenden Alter des Kindes sicher möglich. Ich glaube dabei ist ganz wichtig, dass man sich eben nicht zerreisst. Der Job sollte einem Spaß machen und auch etwas zurückgeben, nicht nur reine Pflicht und Streß pur sein- dann kommt man vermutlich auch sehr gestresst nach Hause, hat womöglich seinem Kind gegenüber ohnehin ein schlechtes Gewissen (weil man ja weg war) und „soll“ sich nun diesem noch voll und ganz widmen…
    Wenn der Beruf einem allerdings mehr gibt als er abverlangt, kann sich das ganze auch umgekehrt äußern- man kommt raus, kriegt neuen Input- sowas kann denke ich zu einem richtigen Energieschub führen.
    Ich schreibe allerdings nur aus der Theorie- ich bin gerade schwanger und habe vor, nach etwa einem dreiviertel Jahr Elternzeit wieder für 1-2 Tage arbeiten zu gehen. Mal schauen, ob diese Pläne dann auch so funktionieren oder ob ich das dann dank schlechtem Gewissen gar nicht mehr möchte…
    LG

  4. Ich bin gespannt,wie es bei uns sein wird. Ich werde ab März wieder 30 Stunden die Woche arbeiten gehen und Papa passt dann auf. Im Moment will ich mir noch keine Gedanken machen, wie das sein wird. Ich freue mich auf die Arbeit und bin gespannt,wie sich unser Leben und Rhythmus dann entwickelt.
    Toller Beitrag von dir!

  5. Ich glaube schon, dass es über lang geht, kurz definitiv nicht. Denn es braucht Zeit, bis sich alles einspielt, jeder muss sich finden und auch Abstriche machen. Ich bin gerad in der ersten Woche „meiner Eingewöhnung“ im Büro und muss sagen, es ist schwer. Aber ich warte ab. Mehr dazu sicher auch bald auf dem Blog. LG Bella

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