Der nackte Alltag einer Mama … – nicht mehr und nicht weniger!

Beim Durchstöbern meines kleinen Blogs bin ich auf viele schöne Erinnerungen unseres Familienlebens gestoßen. Schöne Zeiten. Anstrengende Zeiten. Reisen. Gedanken. Doch eins kommt immer irgendwie zu kurz. Mein Alltag. Der Alltag als Mama. Als Frau in diesem Chaos. Ich schreibe viel über meine persönlichen Gedanken als Mutter. Aber wenig über die einfachen alltäglichen Situationen. Vielleicht weil das überhaupt nicht spannend ist? Mag sein, aber irgendwie besteht doch das Leben aus diesen kleinen alltäglichen Dingen, findet ihr nicht auch?

So plagen mich zum Beispiel seit Sonntag unerträgliche Zahnschmerzen. Erst dachte ich, das geht schon wieder weg. Jetzt muss ich mir eingestehen … Ich muss dringend zum Zahnarzt. Während ich diese Zeilen an euch richte, sitze ich bereits hibbelig auf meinem Schreibtischstuhl von Ikea und warte darauf, dass die Zeit nicht allzu schnell vergeht. Ich hasse Zahnärzte. Ich habe sogar panische Angst davor und hoffe nur darauf, dass ich diesen Termin irgendwie überstehen werde.

Dabei wollte ich die letzten Tage vor Aschermittwoch so viel Süßes in mich reinstopfen, dass ich erst einmal keinen Hunger mehr aus diese kleine Sünde haben werde. Ich möchte nämlich dieses Jahr FASTEN. Oh Gott. Ich und Fasten? Das ist eine Kombination, wie ein Baby ohne Milch. Um es mir nicht allzu schwer zu machen, dachte ich: „Kauf dir vorher jede Menge Süßes. Iss alles, was du in die Finger bekommst. Dann fällt es dir nicht so schwer.“ Nun liegen hier Unmengen Süßigkeiten von den Karnevalszügen, meinen Einkäufen und Aschermittwoch ist vorüber. Die Fastenzeit hat begonnen.

Die Fastenzeit

Ich stecke mittendrin im Dilemma. Jetzt heißt es ganz oder gar nicht. Habt ihr nicht Lust mitzumachen und Euch auszutauschen. Ich brauche Süßigkeiten, wie die Luft zum Atmen. Meine Nerven brauche sie. Schokolade. Kann man ohne Schokolade eigentlich glücklich werden?

Leider muss ich wirklich abnehmen. Die Wage zeigte letztens ein stolzes Gewicht von 86 Kilo. Solch ein Gewicht bei meiner Größe von 1,71 cm. OHOH. Knackies Übergewicht sag ich Euch. Die Fastenzeit ist ein guter Anfang, um mit dem Abnehmen wirklich loslegen. Sport, die richtige Ernährung und Mama wird fit. Chakka! Kann doch alles nicht so schlimm sein, oder?

Nebenbei habe ich uns heute eine Haushaltshilfe gesucht. Ich schaffe den ganzen Haushalt nämlich nicht mehr die Kids, das Schreiben, das Leben und die ganze Wäsche. Natürlich bekomme auch ich immer wieder zu hören, das bisschen Haushalt. Aber sind wir doch mal ganz ehrlich! Ich fühle mich nicht wohl mit dem Staub hinterm Bett, dem Wäscheberg hinter der Tür und dem schmutzigen Boden. Nichts präsentiert mir den lieben langen Tag mehr meinen täglichen Zustand als dieses bisschen Haushalt.

Das Problem muss gelöst werden! Aktuell warte ich auf ein paar Kostenvoranschläge, denn das liebe Geld ist kein unwichtiges Thema. Da ich ja ab heute keine Süßigkeiten mehr essen, vielleicht ist dies die nötige Plussumme auf dem Haushaltskonto. (Kleiner Scherz, so viel Schlechtes esse ich nun auch nicht.)  Nichtsdestotrotz, ich freue mich auf Veränderung. Bald geht der Große in den Waldkindergarten. Dann wird es sicherlich hier wieder etwas ruhiger.

Wisst ihr, was mir manchmal fehlt. Also hier und jetzt? Menschen, die mir Nahe stehen. Mit denen ich mich Austauschen kann, denen es genau so geht wie mir. Ein paar Freunde. Menschen, die mich vor meiner ersten Schwangerschaft kannten. Denen ich erzählen kann, wie es heute ist, weil sie ganz genau verstehen, wie es früher einmal war. Aber vielleicht ist das wieder ein anderes Thema.

Geht es Euch denn gut?

Eure Alina …

 

 

Alina
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Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

9 comments

  1. Manchmal wird mir alles zuviel, dann ist wieder alles im Flow! Auch abhängig von meiner Laune… bei guter Laune stört mich nichts, ist mal ein Schlecht-Wetter-Tag… aber dennoch muss ich sagen, dass sich seit ca einem halben Jahr alles ganz gut eingespielt hat 🙂

    Aber Hilfe ist / wäre immer toll! Keine Frage 🙂

  2. Oh ja der Liebe Haushalt. Und immer wenn man grade alles in Schuss gebracht hat, geht es wieder von vorne los. Finde auch, dass es alles viel ist!

  3. Hey, ich kann dich gut verstehen…bevor man ein Kind hat und sich ein Kind wünscht, hat man null Ahnung was auf einen zu kommt. Man träumt vor sich hin…aber wenn das Kind erstmal da ist kommt man ganz schnell zur Realität zurück. Schlaflosigkeit, Haushalt, Partnerschaft, sich wieder finden etc…ich habe mich oft gefragt, warum erzählen Mütter nicht die Wahrheit? Man hört immer nur es läuft alles super…glaube ich nicht…schämen Sie sich dafür? man braucht einfach eine gewisse Zeit um sich an das neue Leben zu gewöhnen! Es ändert sich um zu 80%. Ich finde darüber darf man und sollte man offen und ehrlich sprechen…dadurch das ich nur 10/die Woche arbeite, habe ich genug Zeit für den Haushalt und für mich selbst. Sich selbst darf man auch nicht vergessen, denn wenn es einer Mama gut geht, gehts dem Kind um so besser!!! Lg

  4. Oh ja, der Haushalt bringt mich auch immer wieder auf die Palme. Job, Kids, Bloggen und dann noch ständig hinterher räumen, putzen, kochen. Dafür ist der Tag einfach viel zu kurz und der Sonntag mir eigentlich viel zu schade. Wir hatten auch nach einer Putzfrau geschaut. Mein Mann hat es dann auf’s Jahr zusammengerechnet und ich war ziemlich erschrocken, dass das ein schöner Jahresurlaub mit allem drum und dran ist. Diese Zahl versuche ich momentan zu vergessen und dann suche ich auch nochmal 😉 LG und noch einen schönen Sonntagabend für euch, Christiane.

  5. Bloggen, Vollzeit Arbeit, Kinder, Haushalt eines ganzen Hauses, Verpflichtungen und ganz viele Projekte… ich baue evtl. etwas neues auf und ärgere mich mit vielen alten rum… ich weiß manchmal nicht wo der Kopf steht

    Aber so ist das, wenn man etwas erreichen möchte, dann muss man auch diese Zeiten durchstehen… das schaffen wir.

  6. Ach Alina, ich habe mir fest vorgenommen mal wieder öfter nach Köln zu kommen (mein Bruder fühlt sich auch schon langsam vernachlässigt^^) und dann verbringen wir ein paar nette Stunden mit den Kids, ja? Vielleicht schaffst du es ja mit Mia mal in eine Krabbelgruppe oder so (wenn Sammy betreut wird). In Köln habt ihr so viele tolle Möglichkeiten.
    Ansonsten kann ich dir sagen: ich hasse Zahnärzte genauso wie du und gehe leider auch immer erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist -.-

    Ich leide also mit dir <3

    Ne dicke fette Umarmung an dich

  7. Also abnehmen wäre sicher auch für mich ein Thema, aber ich esse einfach zu gerne 🙂

    Aber zusammen würden wir es vielleicht schaffen und uns gegenseitig motivieren ? Hm…

  8. Ehrlich !? Ich frage mich oft, wie andere das schaffen. Bei denen alles immer so leicht aussieht. Mit 4 Personen auf 4 Etagen könnte ich quasi immer putzen, nichts anderes tun außer putzen. Dabei beschränke ich es auf das Nötigste. Fenster !? Öhm ja… Teppich reinigen !? Huch… Und dann noch der Rest des Alltags. Ich verstehe Dich ! Und: ich könnte nie nie nie auf Schokolade verzichten – Hut ab für diese Entscheidung. Und tschakka – Du schaffst es !
    Liebe Grüße, Berenice

  9. Liebe Alina, mir geht es genauso… Das Bloggen, die Kinder, die Familie und das bisschen Haushalt… Es ist viel! Und man kann und soll es ohne fremde Hilfe nicht schaffen. Zum Glück habe ich die tollsten Schwiegereltern der Welt, die mich super unterstützen. Sonst wäre ich verloren…

    Ich hoffe, dass wir uns bald treffen und in Ruhe quatschen können! <3

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