Mein Baby schafft mich!

Ich passe auf Dich auf mein Sohn - Mutter und Sohn

Meine Tochter ist seit ein paar Tagen sieben Monate alt. Ich blicke zurück auf wunderschöne Momente mit ihr. Eine wundervolle Zeit. Augenblicke, die ich nie mehr missen möchte. Und doch überwiegt derzeit ein einziges Gefühl, wenn ich zurück schaue.

Die letzten Monate waren hart. Anstrengend. Intensiv. Kräfte zehrend. Viele schlaflose Nächte. Viel Verzicht. Unser Alltag wird bestimmt durch die Rücksichtnahme auf ein Wesen, dessen Bedürfnisse meine überwiegen.

Mein Baby schafft mich

Sie bestimmt den Takt. Ihr Rhythmus bestimmt ob ich gerade etwas essen kann, oder warten muss. Ihr Wohlbefinden entscheidet über meine Nächte. Meine Kraft.

Seit geraumer Zeit richtet ich mich, die meiste Zeit nach dem Wohlbefinden des kleinsten Menschen im Haus. Es ist schwer für mich ständig zurück zu stecken. Nicht das tun zu können, was ich gerade möchte. Ja, manchmal sehne ich mich nach Ruhe.

Sehne mich danach, dass ich wieder wichtig bin. Meine Bedürfnisse an Priorität gewinnen. Ich nicht der Schatten meiner selbst bin. Kraftlos, ausgelaugt und erschöpft.

Ständig möchte man alles schaffen. Einen guten Job machen als Mutter, Frau, Hausfrau und Partnerin. Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem wir all das nicht mehr schaffen. Ich es nicht mehr schaffe. Wir brauchen eine Auszeit. Zeit für uns. Die uns heilt. Kraft sammelt.

Mein Baby schafft mich. Tag für Tag. In jedem Moment in dem ich mein bestes gebe. Und doch ist es das Vollkommenste, was ich je zustande gebracht habe. Erleben durfte. Jede Minute möchte ich genau so erleben, wie mein Baby es braucht. Ich bin für Sie da, denn eins weiß ich, so anstrengend es in ihrem ersten Lebensjahr auch sein mag. Es wird die Zeit kommen in der sie mich nicht mehr braucht, wie heute.

Warum wir für unser Baby immer das Beste geben sollten! Familie

Doch dann wird sie zurück blicken. Fühlen, dass jemand für sie da war. Sie durch die Nacht getragen hat, wenn sie es am dringendsten gebraucht hat. Ihren Tag gestaltet hat, wenn sie nicht wusste, was sie brauchte. Ihre Hand gehalten hat, wenn Schmerzen es ihr schwer gemacht haben.

Sie wird diese Stärke in ihrem Herzen tragen. Ein Pflaster, dass so manches in ihrem Leben heilen wird. Eine Zeit an die sie sich nie erinnern wird. Aber sie wird fühlen, dass sie nie alleine war. Es Menschen gab, die sich um sie gekümmert haben.

Nur manchmal, da brauche ich eben eine kleine Auszeit, um am nächsten Tag wieder mein bestes geben zu können.

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Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

1 comment

  1. Ich kann dich so gut verstehen! Eins kann ich dir aber versichern… Es wird irgendwann wieder besser. Irgendwann schläft jedes Kind durch und kann sich alleine beschäftigen. 🙂 Dann werden wir genug Zeit für uns haben.

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