Mein Fastentagebuch // Tag 1 vom Fasten ist geschafft!

Hurra, Hurra es ist vollbracht. Ich faste tatsächlich seit heute. Habe die ganze Aktion mit meinem Fasten Vorhaben etwas nach hinten schieben müssen, wegen einer Hochzeit auf der ich am Wochenende eingeladen gewesen bin. Ich hätte es als unfair empfunden dort nichts zu essen.

Gestern stand der große Startschuss erneut an. Mit dem Entlastungstag beginnt das Fasten. Man verzichtet bereits auf Kaffee, Alkohol, Fleisch und jegliche fettreiche oder süße Kost. Im Grunde ernährt man sich durch Schonkost und trinkt Wasser sowie ungesüßte Tees. Der Entlastungstag ist wichtig, weil Fasten eine große Umstellung für unseren Körper bedeutet. Mit dem Entlastungstag bereiten wir ihn einwenig auf die beginnende Zeit vor. Ohne dabei von 2000 auf null die Kalorien zu reduzieren. Wobei ich Saftfasten mache. Drei Mal täglich gibt es eine Tasse Saft. Am Mittag etwas selbst gekochte Brühe.

Meine Fastenzeit – Wie geht es mir beim Fasten?

Heute habe ich bereits meinen ersten Fastentag erfolgreich überstanden. Wie geht es mir? Gut.

Klingt kurz, oder? Irgendwie fühle ich mich auch so. Also nicht kurz, aber (schwierig zu erklären) …. Ich fühle mich ungewohnt klar. Sehr ausgeglichen. Ruhig. Wach und bin zufrieden. Hunger habe ich durch die Abführmaßnahmen, die man machen muss, keinen. Das ist auch der Sinn vom Fasten. Nicht Hungern. ENTGIFTEN. Es geht nicht darum abzunehmen oder um die Figur zu verschönern. Es geht um das Innere. Nach meinem letzten Beitrag über die das Vorhaben meine Lebensführung zu ändern, las ich einen fragenden Kommentar: „wie mich denn das Fasten zu einer neuen Lebensführung bringen könnte?“

 

„Finde den Ursprung des Ichs. Dann werden alle Schwierigkeiten verschwinden und das reine Selbst alleine wird bleiben.“

Ramana Maharashi

 

Im Grunde ist es ganz simpel. Das Fasten bringt dich an die tiefste Stelle deiner Selbst. Man stellt sich seinem Inneren, um es kennenzulernen. Ich möchte dabei herausfinden, welche Faktoren mich in meinem Alltag so sehr erschöpfen. Mir geht es von meiner Psyche gut und dennoch sind dort so viele Faktoren, die mich in meinem Alltag lähmen. Ist es tatsächlich der Kaffee? Sind es Menschen, die mir nicht gut tun? Ich weiß es nicht und deswegen habe ich den Entschluss gefasst zu fasten. Ich möchte zurück zu mir selbst. Klingt sehr poetisch? Ist es wohl auch. Es ist eine Reise.

Warum geht es mir „nur gut“?

Das ist eigentlich einfach, denn das Essen fehlt mir schon. Ich liebe Mahlzeiten, aber ich spüre auch schon, dass ich die Hingabe und Leidenschaft für mein Essen verloren habe. Die Zubereitung ist meist lieblos, schnell -schnell und mit wenig Freude am Essen verbunden. Die letzte Zeit aß ich, weil ich Hunger hatte. Gefühlt ständig. Gestört hat mich in erster Linie aber die Tatsache, dass mir die Zubereitung von meinem Eessen keine Freude mehr gemacht hat. Hierbei geht es auch um meine Kinder. Ihre Ernährung. Ihr Verständnis von Ernährung und Körpergefühl. Mir ist eine ausgewogene Ernährung so wichtig. Und doch lebe ich diesen Lifestyle selbst viel zu selten.

 

„Ich bin müde, meine Haut schlecht und mein Körper aufgequollen. Deswegen Faste ich.“

Meine Fehler im Alltag

Trinke viel zu viel Kaffee. Esse unregelmäßig, viel zu schnell und mit wenig Leidenschaft.

Als ich mir heute meine Fastensuppe zubereitet habe, spürte ich die Sehnsucht nach einer Möhre. Nicht weil ich Hunger habe, sondern weil mir das Kauen fehlt. Ich habe Appetit auf all die leckeren Geschmäcke, die unsere Welt zu bieten hat. Heute kam ich an einen Punkt, an dem ich meinen Schnittlauch mit so viel Liebe klein schnitt, dass mir die Zeit, die ich dafür brauchte, vollkommen egal gewesen ist. Ich kümmerte mich um mein Essen für den heutigen Tag, ohne dabei auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, wie sinnlos diese Aufgabe gerade für die Welt ist.

  1. Fastentag // Startgewicht 87,00 Kilo

  • Frühstück: Fastentee und Sauerkrautsaft zum Abführen.
  • Mittags: Gemüsebrühe
  • Abends: Fastencoctail aus frischem Gemüse mit Wasser verdünnt. Abendtee.

Zwischendurch sehr viel Wasser trinken (1-2 Liter), Kräutertees und Zitronenspalten.

 

All das habe ich heute mit so viel Leidenschaft, Hingabe und Zeit verzehrt und zubereitet, genau DAS wünsche ich mir für meinen Alltag.

 

Ich bin schon gespannt auf Morgen.

 

familienblog mit alltagsgeschichten rund um das leben einer familie

Alle Beiträge über meine Fastenzeit

Der Entschluss zu Fasten

Die Reise beginnt mit dem Entlastungstag

Fastentagebuch Tag 2 und 3

Fastenbrechen

 

Alina

Ich bin 29 Jahre jung und inzwischen Mama von zwei Kindern. Einem Sohn (01/14) und einer kleinen Tochter (08/16). Gemeinsam leben wir am Stadtrand von Köln. Streifen durch die Wälder. Kochen, backen und tanzen zusammen.

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