Mein Leben mit dem Haarausfall

Bildrechte pixabay.comEs geschah vor einigen Wochen. Einer der beängstigenden Tage meines bisherigen Lebens. Ein Moment der mir die Luft raubte. Ich verstand zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich verletzbar war. Das mein Körper angreifbar war. Zum ersten Mal musste ich mir eingestehen, dass mein Leben eine neue Richtung einschlagen würde. Eine Richtung, die ich nicht kannte. Lange beobachtete ich diese kleine kahle Stelle auf meinem Kopf, die alles ausgelöst hatte. Meine Gedanken kreisten in die Zukunft: Würde es sich ausbreiten? Würde ich bald ohne Haar dastehen? War dies nur der Anfang eines langen Verlustes? Seit diesem Tag, vor genau 165 Tagen drehte sich mein Leben um 180Grad.

Meine Gefühle zu mir veränderten sich. Meine Ängste und Pläne veränderten sich, denn auf einmal sah ich mich mit der großen Frage konfrontiert: „Werde ich eines Tages ohne meine Haare leben müssen?“

Mein Haarausfall

Ich habe große Angst. Habe ich mir in meinem Leben doch nie Gedanken darüber gemacht, wie es sein würde, wenn es nicht mehr so ist, wie heute. Ich glaube ich möchte nicht ohne meine Haare leben, sind sie doch das Symbol der Weiblichkeit. Jeden Tag erwache ich mit dieser großen Angst, trete zögerlich vor den Spiegel des kleinen Badezimmers und blicke ängstlich der Realität ins Auge.

Ich verbringe etliche Minuten vor dem kleinenSpiegel um zu überprüfen, wie sich über Nacht die Situation entwickelt hat. In meiner Realität wird die Stelle von Tag zu Tag größer. Jeden Tag wächst die Angst in meinem Kopf, vor einer neuen Stelle auf meinem Kopf – ins unermessliche.

Die Angst sich irgendwann die bittere Frage stellen zu müssen, ob ein Leben ohne Haare – eine bessere Alternative wäre, als jeden Morgen, die gleiche Angst durchleben zu müssen um irgendwann realisieren zu müssen, dass es sich nicht aufhalten lässt. Irgendwann war sie da – die zweite Stelle!

Es ist die Angst, die uns weitermachen lässt!

Und die Hoffnung, die uns trotz allem glücklich macht!

Vor ein paar Wochen durfte ich die zweite Stelle auf meinem Kopf entdecken. Die Fassade bröckelt, auf einmal bin ich nicht mehr die Starke die den Ausfall ihrer Haare mit einem Lächeln, als Laune der Natur von sich schiebt. Seit die zweite Stelle auf meinem Kopf aufgetaucht ist, ist es eine bittere Realität geworden. Eine Wahrheit die ich nicht mehr aus meinem Leben wischen kann. Ein lästiger, hässlicher Fleck der sich nicht weg wischen lässt.

Diese Stellen sind da, wenn der Wind durch meine Haare weht. Sie sind da, wenn das Wasser sich, wie ein Film über meine Haare wirft. Diese Stellen sind da. Sie werden von den Menschen entdeckt werden – ohne das ich es in der Hand haben werde, wie heute. Es wird der Zeitpunkt kommen, indem ich es nicht mehr in der Hand haben werde, ob es jemand sieht oder nicht.

Werde ich auf meine Haare verzichten müssen?

Ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich, egal wie diese Krankheit ausgehen wird – sie wird mich nicht brechen! Sie macht mir schon jetzt unwahrscheinliche Angst, aber diese Krankheit wird mich nicht entstellen. Mein Lachen wird für immer das Schönste sein, dass ich am Anfang eines Tages in die Welt hinaustragen werde und das letzte sein, dass jeder Tag von mir zu Gesicht bekommen wird. Ich werde lächeln, wirst du es mit mir tun?

 

I am a big big girl … in a big big world

Eure Alina!

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Angst!

Alina
Follow me

Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
Alina
Follow me

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

19 comments

  1. Hallo 🙂

    Ich kann nur allzu gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt haben musst. Ich selbst leide unter Kreisrundem Haarausfall und muss zugeben, dein Haarausfall scheint diese Form zu sein. Hast du das einmal von einem Hautarzt abklären lassen? Auf meinem Blog erkläre ich etwas zu dieser Form des Haarausfalls und zu meinen Erfahrungen mit den möglichen Therapien. Du findest den Blog hier: http://www.phantasmasblog.blogspot.de
    Ich würde mich freuen, wenn du vorbeischaust.
    Bleib stark, du bist schön so wie du bist!
    Alles Liebe, Juli

  2. Ich gebe Jürgen recht, Schwermetalle und all die Gifte die wir über die Umwelt aufnehmen belasten belasten unseren Körper extrem!
    Ich empfehle dir deinen Körper zu entgiften, von Schwermetallen zu befreien und ihn zu entsäuern. Dazu muss die Ernährung optimiert werden.
    Ich kann dir die Seite stop-haarausfall empfehlen, da findest du alles zum entgiften, entsäuern und viele natürliche Nahrungsergänzungsmittel die dir hoffentlich helfen dein Haarausfall Problem wieder los zu werden.
    Ich nehme auch seid längerem viele dieser Produkte und kann dir nur sagen dass ich mich prima fühle. Seid dem ich das Video von Dr. med. Mauch gesehen habe, bin ich sogar Vegan geworden! Ich empfehle dir auch die zeit zu nehmen und dir die Videos auf der Seite anzugucken. Diese Videos haben mir die Augen geöffnet!!!

  3. Liebe Alina,

    Zunächst einmal wirklich sehr mutig, dass du das Thema so öffentlich behandelst. Meine Mutter hatte damals auch an Haarausfall gelitten und mit ihrer Chemo sind dann alle Haare weg gewesen.. Heute hat es sich zwar gebessert, sie hat aber sehr darunter gelitten.

    Ich selbst leide auch an Haarausfall und habe mich einer Haartransplantation unterzogen. Ich wollte kein Minoxidil, etc verwenden. Lieber eine „einmalige“ Sache und dann Ruhe. Das Ergebnis : Ich bin wirklich sehr zufrieden! Bereuen tue ich gar nichts. Ich kenne auch einige Frauen, die sich einer Haartransplantation unterzogen haben. Alle sehr zufrieden.

    Eventuell wäre das ja auch was für dich? Falls ja, dann würde ich dir empfehlen, dich ein wenig einzulesen und Erfahrungsblogs zu durchforsten.

    Mir hat damals dieser Blog geholfen :

    Hier berichtet auch jemand über seine Haartransplantation in der Türkei.

    Hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen. Verliere nicht den Mut. Es gibt viele Methoden, seinen Haarausfall heute in den Griff zu bekommen 🙂 Das wäre nur eine davon.

    Ansonsten schließe ich mich den Kollegen an : Entgiften und gute Ernährung!

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

    Tim

  4. Ich gebe Jürgen recht, Schwermetalle und all die Gifte die wir über die Umwelt aufnehmen belasten belasten unseren Körper extrem!
    Ich empfehle dir deinen Körper zu entgiften, von Schwermetallen zu befreien und ihn zu entsäuern. Dazu muss die Ernährung optimiert werden.
    Ich kann dir die Seite stop-haarausfall empfehlen, da findest du alles zum entgiften, entsäuern und viele natürliche Nahrungsergänzungsmittel die dir hoffentlich helfen dein Haarausfall Problem wieder los zu werden.
    Ich nehme auch seid längerem viele dieser Produkte und kann dir nur sagen dass ich mich prima fühle. Seid dem ich das Video von Dr. med. Mauch gesehen habe, bin ich sogar Vegan geworden! Ich empfehle dir auch die zeit zu nehmen und dir die Videos auf der Seite anzugucken. Diese Videos haben mir die Augen geöffnet!!!

  5. Die Ursache hinter der Ursache ist sehr oft eine Belastung mit Schwermetallen.
    Daraus resultieren dann vielfältigste Krankheitsbilder ,vorzeitiges Altern, Haarausfall , körperliche
    Symptome jeglicher Art ,ich habe es selbst durch. Nebenbei wird durch eine Schwermetallbelastung
    auch die Entstehung schwerer Krankheiten begünstigt. Sie sind in vielen Nahrungsmitteln
    wie Seefisch etc. ,im Leitungswasser, Zahnfüllungen usw. enthalten und lagern sich im Organismus
    über die Jahre ab. Nach der Ausleitung verschwanden komischer Weise alle meiner Symptome nach
    und nach und selbst mein Haar wurde wieder voller .
    Aber diese Ursachen hinterfragt kein Arzt, im Sinne der Pharmaindustrie werden die Symptome
    behandelt und der Körper noch weiter geschädigt..
    Am besten eigenen sich Chlorella – Algen für die Ausleitung von Schwermetallen.
    Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dieser Bio-Chlorella –Alge gemacht , gibt’s nur bei AMAZON:

    Einfach ausprobieren ,die allermeisten Leute wissen nichts von diesem Problem , Sie werden sich wundern,welche Dinge sich plötzlich in Luft auflösen. Mein Blutdruck ist seither bei 125 : 75 , so ganz nebenbei.

  6. Ich finde es Mutig von dir, dass du das in deinem Blog veröffentlichst. Aber sehr gut, dass du dich davon nicht unterkriegen lässt! Hast du es schon mit Haarvitaminen probiert? Oder mit Minoxidil?

  7. Hallo Alina,

    sehr mutig, dass du deine Gefühle und Ängste mit uns teils. Kreisrunder Haarausfall ist besonders heimtückisch, weil die Ursache bis heute nicht wirklich geklärt ist. Zwar geht man davon aus, dass eine Störung des Immunsystems vorliegt oder Stress ein Auslöser ist, so ganz einig sind sich die Forscher allerdings nicht.

    Vielleicht gibt es bald einen Beitrag dazu, wie es dir in letzter Zeit ergangen ist?

    Liebe Grüße,
    Raphael

  8. Ich frage mich, warum das Thema Haarausfall immer so sehr als Tabu angesehen wird. Es gehört mindestens so sehr zu unserem Leben, wie das Gespräch über Reinigungsmittel selbst. Natürlich hat jeder eine ganz andere Veranlagung dazu. Ich finde toll, wie du mit dem Thema umgehst! 🙂

  9. Ich finde es klasse, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt, Alina! Mach weiter so!
    Mich würde noch interessieren, was Du denn jetzt dagegen tust?
    Liegt es am Stress oder an einem Nährstoffmangel?

    Vielleicht hilft Dir ja auch ein Produkt mit Minoxidil? 🙂

  10. Hi,
    Sehr bewundernswert. dass du so offen mit dem Verlust deiner Haare umgehst. Die meisten Betroffenen leiden sehr darunter. Hat sich das Ganze denn schon gebessert? Der Artikel ist jetzt ja schon bald ein ganzes Jahr alt.

    Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute und hoffe dass deine Haare bald wieder wachsen.

  11. Liebe Alina,
    ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute. Ich weiß wie Du Dich fühlst – meine letzte kahle Stelle ist vor einem Jahr zugewachsen. Ein Segen. Gib die Hoffnung nicht auf und achte auf Dich.
    Liebe Grüße, Janine

  12. Hallo alle zusammen,

    Ich finde deine Einstellung wirklich super. Gebe einfach nicht die Hoffnung auf, das wird schon wieder!

    Also als aller erstes ist es erst einmal unglaublich wichtig die genaue Ursache des Haarausfalls zu kennen bevor man mit irgend einer Art von Behandlung anfängt. Dadurch erspart man sich wirklich sehr viel Zeit, und auch Geld!

    Minoxidil (oder auch unter dem Markennamen Regaine bekannt) wie oben schon erwähnt ist ein gutes Mittel um den erblich bedingten Haarausfall zu bekämpfen. Der Haarausfall wird solange aufgehalten wie man auch das Mittel einnimmt.
    Dieses muss man aber auch richtig anwenden, und man braucht auch ein wenig Geduld.

    Aber einem muss klar sein das wenn man das Mittel absetzt, einem die Haare wieder ausfallen werden.
    Und Finasterid gäbe es da auch noch, dies hat bei manchen aber ziemlich üble Nebenwirkungen.
    Ich würde deswegen es erst einmal Minox ausprobieren.

    Alle anderen „Wundermittel“ thaugen in der Regel nichts, bei androgenetischen Haarausfall!

    Bei kreisrunden oder diffusen Haarausfall schaut es wieder ganz anders aus, dort würde ich aufjedenfall das eigentliche Problem bekämpfen und nicht den Haarausfall nur hinaus zögern.
    Das heist wenn einem Nährstoffe fehlen diese zu ergänzen, liegt eine Autoimmunerkrankung vor würde einen Arzt um Hilfe bitten..

    Und man sollte aufjedenfall auf eine gesunde Ernährung achten, und die Haare pflegen.

  13. Hallo ihr Lieben,

    ich fühle so mit dir! Nach meiner Schwangerschaft habe ich auch sehr lange Zeit unter Haarausfall gelitten, doch nachdem ich beim Arzt war und er mir Eisentabletten verschrieben hat, konnte ich meinen Haarausfall nach und nach stoppen. Klar ist, dass der Haarausfall nach kurzer Anwendung nicht komplett gestoppt werden kann.

    Ich bin jedoch froh, dass es wenigstens weniger geworden ist.. Ich wünsche dir alles Beste dieser Welt!

    Liebe Grüße Sabine

  14. Hallo liebe Alina,

    ich kann dich nur zu gut verstehen. Es tut mir so leid, dass du auch davon betroffen bist. Ich kenne dich nicht und doch kann ich deine Ängste nachvollziehen und leide mit dir, wenn ich deine Zeilen lese. Die Stelle an der es bei dir ausgebrochen ist, ist auch noch so präsent. Ich selbst bin schon drei mal betroffen gewesen. Allerdings immer an Stellen, die ich gut verstecken konnte. Meist irgendwo am Hinterkopf. Der Vor- und Nachteil ist, dass man es dann auch nicht sofort mitbekommt. Der Schock hat aber jedes Mal tief gesessen. Das erste Mal habe ich schon ganz früh die Erfahrung gemacht – ich war ca. 14 Jahre alt. Am Ende halfen nur Spritzen in das betroffene Areal. Das zweite Mal mit 18 Jahren habe ich schon besser weggesteckt. Die Haare kamen von alleine wieder. Das letzte Mal trat es im Juni/Juli 2014 auf. Ich war schwanger und mein Körper signalisierte es mir auf diese Art und Weise. Daran habe wirklich sehr lange zu knabbern gehabt. Der Fleck war größer als ein 2 Euro Stück und erstreckte sich hinter meinem Ohr. Ein Jahr hat es gedauert und dann fing es ganz langsam an wieder zuzuwachsen. Will sagen – auch wenn es dauern kann, gib die Hoffnung nicht auf, dass es mit den beiden Stellen erst einmal ein Ende hat, dass die Haare wiederkommen. Such dir Hilfe und gibt dir Raum und Zeit. Einmal tief in sich rein hören und schauen, was man mal wieder für sich Gutes tun kann. Ich wünsche dir viel Kraft und freue mich, dass du so starken Willen zeigst und deinen Post mit einem Satz über das „Lächeln“ enden lässt.

    Ganz liebe Grüße

    Jule

  15. Liebe Alina,
    ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute. Ich weiß wie Du Dich fühlst – meine letzte kahle Stelle ist vor einem Jahr zugewachsen. Ein Segen. Gib die Hoffnung nicht auf und achte auf Dich.
    Liebe Grüße, Janine

  16. Liebe Alina,
    ich finde es auch super mutig dass du offen mit dem Thema umgehst und dich nicht unterkriegen lässt. Mein Freund hat die selbe Krankheit, und ich weiß, wie belastend das ist.
    Meiner Meinung nach, ist es aber doch der Mensch, der zählt. Seine Art, sein Lachen, und alles das dazu gehört. Egal, was mit den Haaren passiert. Ich liebe meinen Freund, so wie er ist. Und ich bin mir sicher dass auch deine Liebsten immer hinter dir stehen und dich so nehmen, wie du bist!
    Bleib stark und immer so wie du bist!

    Liebste Grüße aus Bochum!
    Susi

  17. Liebe Alina,
    mutig, dass du das teilst und ich hoffe, dass du weiter so mutig bleibst. Haare müssen doch nicht mehr alles sein. Aber ich gebe zu, man denkt, sie sind nicht so wichtig, bis zu dem Moment, wo man beginnt sie zu verlieren!
    Alles Gute
    Marlene

    1. LIebe Sarah,

      was heißt quält. Es ist halt belastend zu seheen, wie die Haare weg gehen. Es ist eigentlich nur Kreisrunderhaarausfall mit der Diagnose – unbekannt, bevorzugt Stress, also etwas wobei man mal wieder nicht viel machen kann, das finde ich eher das schlimme, aber gut, wer weiß, wie es sich entwickelt.

      Lieben Gruß, Alina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.