Mein Leben mit den Allergien „Es war alles andere als einfach“

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imageMeine ganze Kindheit wurde geprägt von vielen Arztbesuchen und unendlich viele Tests. Warum? Weil ich an unendlich vielen Allergien litt. Für mich persönlich waren diese Tests schrecklich. Oft musste ich über Nacht mit vielen verschiedenen Pflastern auf dem Rücken schlafen, die alle mit verschiedenen Tinkturen versehen waren und zeigen sollten, gegen was ich letztendlich im Alltag allergisch reagierte.

Meine Allergien zogen sich über meinen gesamten Körper. Angefangen von schlimmen Neurodermitischen Ausschlägen in den Armbeugen bis hin zu schlimmen Schnupfen und Hustenanfällen. Als Kind verstand ich die Welt nicht mehr, wenn meine Arme anfingen, wie Feuer zu brennen und ich mir selbst nicht mehr zu helfen wusste. Ich verstand die Welt nicht mehr, wenn ich Nachts kaum mehr Luft bekam um zu atmen und voller Angst meine Mutter zu suchen begann. Es gab viele Situationen in denen mich meine Allergien überforderte. Es war wirklich nicht einfach, als Kind zu verstehen, dass es Dinge im Leben gab, die ich besser meiden sollte, weil mein Körper anders darauf reagierte, als bei gleichaltrigen Kindern.

Letztendlich stellten sich bei mir diverse Allergien gegen Lebensmitteln heraus, Drogerie Artikel, Neurodermitis, bevorzugt bei Stress und Unwohlsein und eine Hausstauballergie, die mit spezieller Bettwäsche behandelt werden musste, aufgrund der nächtlichen Unterbrechungen. Für mich war es lange Zeit nicht einfach an all die vorgeschriebenen Dinge zu halten: nur Shampoo aus der Apotheke, wobei meine Freundinnen sich immer über die neusten Produkte aus der Drogerie unterhielten, kein Parfüm, wenig Übernachtungen bei Freundinnen, da ich sonst meine Bettwäsche mitnehmen musste, stündliches Einreiben der Ekzeme, wenn die Neurodermitis drohte den ganzen Arm zu befallen und blutige Stellen vorwies.

Wirklich! Als Kind war das Leben mit all den Allergien nicht einfach. Mal ganz abgesehen von den wöchentlichen Arztbesuchen bei vielen Spezialisten, die am Ende alle dieselbe Lösung für mich bereitstellen hatte. Keine, die in meine kindliche Realität passte.

Was mir in dieser Zeit wirklich geholfen hat? Meine Mutter, die keinen Schritt von meiner Seite wich. Sie begleitete mich zu jedem Arztbesuch, besorgte mir die Medikamente und ging jeden Schritt Tag für Tag aufs Neue mit mir durch. Ich hatte in all der Zeit nie das Gefühl allein mit meiner Krankheit zu sein. Es fühlte sich viel mehr so an, als ob sie gemeinsam mit mir all die Qualen erlitt, nur eben als die Stärkere von uns beiden. Sie war zu jeder Stunde da – egal was war. Das tat wirklich gut.

Wenn das jucken an den Armen so schlimm wurde das ich nur noch kratzen wollte, setze sie sich mit mir aufs Sofa und las gemeinsam mit mir Stunden über Stunden meine Lieblingsgeschichten. Sie ließ alles liegen. Irgendwann vergaß ich die lästige Juckerei. Meine Mutter war für mich in dieser Zeit eine sehr große Stütze.

Als mein Sohn auf die Welt kam hatte ich große Angst, dass auch er an der ein oder anderen Allergie leiden könnte. Wir sprachen mit unserer Kinderärztin, die uns die Angst zwar nicht nehmen konnte, aber beruhigen, dass es bei mir einfach an vielen Faktoren gelegen haben konnte. Allergien werden nicht nur durch eine Genetische Disposition hervorgerufen, sondern können auch gut und gerne Auslöser von Stress und anderen Faktoren sein. Wir beschäftigten uns also erst einmal mit dem Thema Allergien bei Säuglingen, die aufgrund von Allergen hervorgerufen werden. Mit zusätzlichen Infos an der Hand wurden wir mit der Zeit immer entspannter.

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Inzwischen gibt es viele Dinge, die präventiv gegen Allergie unternommen werden können. Samuels Kinderärztin riet mir, dass das beste, das ich für mein Kind tun könnte, eine ausgeprägte Stillzeit sein würde. Ich stillte meinen kleinen Samuel also volle sechs Monate und darüber hinaus. Toi, toi, toi bis jetzt ist von einem möglichen Allergierisiko nichts zu sehen.

Meine Muttermilch ist anscheinend wirklich die beste Wahl gewesen: „Dank ihrer einzigartigen, völlig natürlichen Zusammensetzung ist Muttermilch das beste Mittel, um das Allergie- und Infektionsrisiko bei Ihrem Baby herabzusetzen. Sie enthält viele Kohlenhydrate (Lactose und prebiotische Fasern), Proteine, Lipide, Nukleotide, Vitamine und Mineralstoffe, trägt zur gesunden Entwicklung des Kindes bei und stärkt dessen Abwehrkräfte“

Quelle AptaClub

Mittlerweile gibt es viele tolle und hilfreiche Produkte, die allergiegefährdeten Säuglingen den Einstieg ins Leben erleichtern.

Ich wünsche wirklich niemandem, einen Lebensweg mit Allergien. Es freut mich, dass die Informationen mehr werden und die Möglichkeiten gefährdeten Kindern Optionen zu bieten zunehmend wächst. Ich, für meinen Teil hatte großes Glück, denn aus irgendeinem Grund verschwanden die lästigen Ekzeme mit der Zeit. Die Hausstauballergie ist geblieben, aber nicht mehr in dem Ausmaß den ich aus Kindheitstagen kenne. Die nervige raschelnde Bettwäsche konnte weg lassen und so hat sich am Ende dann doch alles zum Guten gewendet.

Eure Alina!

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

3 comments

  1. Oh das klingt ja alles andere als Harmlos. Ich habe eine Pollenallergie und vertrage keine Äpfel und Nüsse, aber das ist ja gar nichts zu dem was du als Kind durchgemacht hast. Wahnsinn

    1. Liebe Sabine,

      ich hatte aber wirklich Glück, dass es irgendwann, wie von selbst aufgehört hat. Jetzt ist es so, als wäre nie etwas gewesen.
      Danke, für deine Worte. :*
      Deine Alina

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