Jetzt platzt mir doch der Kragen! Warum müssen wir uns gegenseitig immer so fertig machen?

Mir reicht es! Ich verstehe es einfach nicht: Warum sind Mütter untereinander so grausam? Warum können wir – generell, so schlecht andere Meinungen stillschweigend ertragen? Warum müssen wir Mütter zu allen Mütterthemen unseren eigenen Senf, unser eigenes Erziehungsmodell – am Besten noch in Form von harter Kritik, loswerden?

Gestern ist mir doch tatsächlich die Schnur meines, momentan am seidenen Faden hängenden, Geduldsfadens gerissen. Seid ein paar Tagen schon ist die Diskussion ums Familienbett in der Bloggerszene entbrannt. Ich habe mich daraufhin seelig zurück gelehnt und mir die netten Kommentare der liebevollen Mütter angeschaut und mich gefragt: wie schaffen es Leute bloß immer wieder sich so schnell ein Urteil zu bilden. Es wurden im Zuge dieser Debatte Blog Posts über Pro und Contra Meinungen über das Thema Familienbett ausgetauscht und die Diskussion nahm hitzige Auswege an die zu erneuten Stellungnahmen auf verschiedenen Seiten führte.

Am Ende:

„ War alles nicht so gemeint“

Bei der Schlaflosen Mutti fand ich es bewundernswert, dass beinahe alle Kritik Kommentare darauf zurück zu schließen waren, dass der Text nicht bis zum Ende gelesen wurde und sich dadurch Missverständnisse in Form von vorwurfsvollen Schluchten auftaten. Ich nahm es mit Humor, denn wer diesen Blog kennt, weiß ganz genau wie dieser Text zu verstehen ist. Ich hoffe im Nachhinein, dass auch diese liebevolle und bewundernswerte Bloggerin ihnen Frieden mit ihrem Text gefunden hat und ihn so nehmen kann wie sie ihn gemeint hat.

Aber als ich dann ein paar Tage später durch die 12 von 12 im Januar reiste platze mir endgültig der Kragen. Ich sah erneut einen unpassenden Kommentar, der überhaupt nicht zu den Themen der Bilder und der Tage passte, sondern lediglich besagte Bloggerin auf ihr Fehlverhalten mit ihrem Kindersitz aufmerksam machte und sie daran erinnerte, dass eine andere Form des Sitzes den Kindern deutlich besser tun würde.

?

Das ist nicht nur Kritik, das ist übergriffig in meinen Augen. Mag sein, dass ich überreagiere, aber immer mehr Menschen beschweren sich über zunehmenden Druck und den Druck den wir uns als Eltern selbst auferlegen. In meinen Augen kein Wundern, wenn man so untereinander umgeht, denn wir wollen doch alle nur das Beste für unsere Kinder – Tag für Tag und haben unsere Gründe warum wir wie,wo, handeln.

So wurde vor ein paar Tagen ein Artikel von mehreren Bloggerinnen gepostet den der online Spiegel heraus gebracht hattte. Es ging um das Thema: Druck von Eltern und wie viel sie sich davon selbt zuzuschreiben haben. Anhand von Umfragen mehrerer Eltern präsentierte der Spiegel online die Ergebnisse wie viel Druck Eltern empfinden.

Wie ergeht es euch? Könnt ihr mir bis hier hin folgen oder ist das Thema Druck und die ständigen Eingriffe anderer in eure Erziehungsfragen euch unbekannt?

Jetzt ist das Thema ums Familienbett so langsam ruhiger geworden und alles nimmt wieder seinen gewohnten Gang, deswegen möchte ich mich heute mal zu dem was passierte aussprechen. Nun meine Lieben heute nehme ich zu diesen beiden Punkten Stellung und hoffe für mich Klarheit in mein Wust aus Schuldgefühlen, Vorwürfen und eigenen Ansprüchen bringen zu können.

Eigentlich müsste jedem auf den ersten Blick etwas auffallen: es ist doch nicht verwunderlich, dass wir uns anhand solcher negativen Kommentare einer völlig fremden Frau zunehmend unter Druck setzen, wenn nicht bewusst dann auf jeden Fall unterbewusst. So stark und vehement wir auch immer wieder sagen, dass uns das alles nicht tangiert geht Kritik bestimmt nicht spurlos an einem vorüber.

So hängt der eigene Druck sicherlich mit den Erwartungen der Gesellschaft zusammen. Vor allem leben wir in einem Zeitalter in dem wir von allen Seiten mit unserem Fehlverhalten konfrontiert werden können:

– Lade nur das falsche Bild bei Facebook hoch wie kannst du nur
– Lade ein Profilbild bei Whats App hoch wie dein Sohn liegt neben euch im Bett? HABT ihr etwa ein Familienbett? OH GOTT
– Triff eine alte Schulkameradin auf der Straße Eh Leute die Stiehm hat jetzt ein Kind und ist voll Fett geworden und wie ruppig sie mit dem Kind umgeht

Die Grenzen unseres privaten Miteinander verschwimmen immer mehr und so kann man nun zu recht damit Argumentieren, dass Kinder -Bilder nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben und wir unsere Kinder ohnehin schützen sollte und wer das nicht ohnehin schon macht – ist so wieso selbst schuld, aber manche Frauen sind eben stolz auf ihre Kinder und möchten solche Kleinigkeiten des Alltags teilen einfach, weil es ihnen Freude bereitet. Solch eine Schande Freude und dafür die Privatsphäre des eigenen Kindes gefährden pfff.

Fakt ist einfach – es geht uns nichts an!

Aber wenn sie doch einen Blog hat und somit Bilder und ihre Meinungen postet muss jeder mit Kritik rechnen. Natürlich, da muss man manchmal schon ein dickes Fell haben, aber kann man erwarten, dass die Menschen die Artikel bis zum Ende lesen? Kann man erwarten, dass man sich zum vorgestellten Thema äußert, statt im Schatten einen Fehler zu finden? Kann man erwarten, dass es sachlich bleibt und man nicht direkt die schlimmste Mutter auf der ganzen Welt ist?

In meinen Augen, geht es uns nichts an wie andere ihre Kinder anschnallen. Mit den Konsequenzen muss jeder selbst leben. Wenn es einem um gut gemeinte Ratschläge geht, dann schreibt man die Person im Stillen Kämmerlein an, aber stellt sie nicht an den Pranger indem man alle auf ihr „fehlt Verhalten“ aufmerksam macht.

Es geht auch überhaupt nicht um ausschließlich dieses Beispiel. Kürzlich ging eine drei köpfige Familie an mir vorbei, als mein Sohn sich im Weihnachtseinkaufstrubel beinah aus seinem Waagen gewindet hatte sie liefen an mir vorbei und sagten lauthals: „ Und das Kind fällt der Mutter gleich auch aus dem Waagen, wie unverantwortlich von der und so was bekommt Kinder!“

Bäms!

Man kann mich gerne ansprechen und sagen: „ Entschuldigung sicherlich haben sie es selbst schon gesehen, aber ihr Kind fliegt da gleich raus und vielleicht sind sie gestresst und haben es nicht mitbekommen.“ Also wenn man schon unbedingt jemanden auf solche Dinge ansprechen will dann wohl eher so, aber am besten sein lassen, denn auch so etwas geht uns nichts an.

Ich bin auch schon an Müttern vorbei gegangen und habe heftige Sturm Gedanken gehabt, gerade wenn es solche Szenen sind wo Schwangere Frauen mit einer Zigarette über die Straße laufen oder ich im DM die Einkäufe für meinen Kleinen erledige und vor mir eine Frau mit einem Mixery ihrem Mann zuschreit welche Feuchttücher sie für Justin immer benutzen.

Ich würde mir aber niemals anmaßen zu sagen: „ Und so was bekommt Kinder!“ Ich weiß nicht wie sie mit ihren Kindern umgeht. Ich kann es mir denken, aber am Ende des Tages kehre ich zurück zu meiner Familie und meinen Problemen und sie zurück in ihr Leben.

Solche Szenen machen mich traurig, aber nicht nur wegen des Kindes, nein auch die Rolle dieser Mutter hinterlässt Spuren in meinen Gedanken, denn sie wird ebenso ihre Geschichte im Leben haben, die sie dazu bewogen hat einen solchen Weg einzuschlagen. Es macht mich einfach traurig zu sehen wie viel Liebe ich meinen Sohn Tag für Tag geben kann, wie ich ihn Bette, massiere und verwöhne und manch einer hat in seinem Leben nie auch nur ansatzweise solch eine Liebe erfahren dürfen, aber am Ende geht es mich nichts an!

Feige?

Nein! Man muss sich ganz klar Fragen: Ist das Feige, wenn ich nicht in eine Situation eingreife, die ich erst seid 5 Minuten beobachte oder habe ich in diesem Fall einfach nur keine Ahnung? Wenn ich diese Mutter drei Tage – 24 Stunden begleiten würde und mir somit ein umfassendes Bild machen könnte, dann hätte ich im entferntesten Sinne das Recht meinen gefilterten Senf dazu beizutragen, aber meißtens schlägt bei uns in diesem Fall der Zorn in Mitleid um und wir versuchen zu helfen anstatt sie an den Pranger zu stellen, denn auf einmal kennt man sich und versteht die Situation dann doch irgendwo.

Der ein oder andere kann nun sagen: ja aber dieses Kind lebt später mal auf Staatskosten und die so wieso und wenn wir uns nicht einmischen lebt jedes Kind bei dem wir uns nicht eingemischt haben auf Staatskosten, aber Fakt ist, dass wir uns lediglich unter einem Mantel – aus wir meinen es doch nur gut verstecken. Es juckt uns aber in den Fingern anderen unser Wissen mitzuteilen und ihnen demonstrativ zu zeigen: Schau mal her, ich weiß es besser.

Es würde nie einer Zugeben, sondern lediglich erneut sagen: Nein, ICH meine es Wirklich nur gut! Aber dieses ich meins doch nur gut ist ein ganz gefährliches, raffiniertes kleines Sätzchen falls euch das schon mal aufgefallen sein sollte. Vor schon etwas längerer Zeit habe ich auf meiner Seite einen Film gepostet in dem Mamas mit ihren Kindern im Tragetuch Sport betreiben die Antwort eines Kritikers: „Die armen Kinder sind alle potentielle Kunden beim Orthopäden.“

Warum?

Warum vermiest man Frauen die ganz offentsichtlich Spaß daran haben, in dieser anstrengenden Zeit mit einem Neugeborenen, die Freude?

Sind wir so verbittert, dass wir solche Situationen nicht mehr ertragen können? Sind wir so von uns selbst überzeugt, dass wir uns ständig und überall einmischen müssen? Sind wir so verbittert, dass wir nichts mehr einfach nur hinnehmen können? Auf jeden Fall ist klar und deutlich zu sehen warum wir Mütter und Familien uns zunehmend mehr unter Druck setzen oder nicht?

Also ich höre nicht gerne was ich falsch mache vor allem dann nicht, wenn mein Kind mir den ganzen Tag am Rockzipfel hängt und ich alles tue und mache und dabei die ein oder andere Kleinigkeit vergesse und mir genau DIE auf die Nase gebunden wird, dies führt dazu, dass ich mich das nächste Mal noch mehr unter Druck setze und eben genau diese Situation und Kritik versuche zu vermeiden was wieder rum dazu führt das ich immer mehr unter Druck gerate.

Am Ende sagen die Leute Mensch du stehst aber unter immensem selbstauferlegten Druck. Alle fragen sich woher der kommt und man müsse nur mal mehr Chillen in Wahrheit ist das ganze, aber ein verdammter Teufelskreis der sich immer mehr in die Familie einschleust. Die ein oder anderen werden nun auch wieder sagen, naja sie soll sich mal nicht so anstellen, denn das so nah an sich heran kommen lassen ist ja auch ihre Schuld, aber Hand aufs eigene Herz: wer hört gerne Kritik?

Also ! Wir unternehmen alles um nicht immer wieder in irgendeine Falle – sei es in der Familie, Freunde Kindergarten Schule etc. hinein zu tappen, aber am ENDE sind auch wir nur Menschen, die selbstverständlich immer und immer wieder Fehler machen. Ich denke bei diesem zunehmenden Problem müssen wir in unserer Struktur nicht viel ändern und noch strenger werden vielmehr sollte wir unsere Einstellung gegenüber anderen aufgreifen und ändern.

Wir müssen dafür sorgen, dass wir lernen mit unserer Einstellung bei uns zu bleiben und andere ebenso ihren Rucksack tragen zu lassen so wie wir es selbst auch Tag für Tag tun. Ich denke auch nicht, dass die Erziehungmethoden sich verändert haben, sondern dass wir uns gegenseitig einfach viel zu hart anpacken und es mehr zu Gesicht bekommen und dadurch mehr eingreifen können – siehe die gängigen social Media Kanäle. Natürlich ist mein Aufruf nur ein Fähnchen im Wind, nur sollten wir vielleicht wirklich mal anfangen zu hinterfragen woher der ganze Druck überhaut kommt!

Die letzten Tage und der Umgang mit kontroversen Themen hat mir ganz beiläufig gezeigt, dass ich mir selbst an gewöhnlichen Tagen überhaupt nicht viel Druck mache, sondern nur dann wenn ich aufgezeigt bekomme, was für eine klägliche Mutter ich bin. Seltsamerweise auch erst dann, wenn diese Kritik von Menschen kommt, die mich nicht so gut kennen, denn dann muss mein Fehlverhalten ja wirklich heraus stechend gewesen sein, wenn sich andere ein Urteil erlauben.

Kennt ihr diese Gefühle?

Ich finde sogar, dass solch ein Urteil von Menschen die einen überhaupt nicht kennen noch mehr trifft, als von nahestehenden, denn man fragt sich immer und immer wieder: wie zum Teufel kommen die auf solch ein Resümee ihres beschränkten Hirns wo sich mich doch überhaupt nicht kennen.

Fakt ist. Es geht uns nichts an!

Doch was wäre die Welt ohne uns Menschen, die einfach über all ihren Senf dazu tragen wollen um Teil dieser wohmöglich einzigartigen Geschichte sein zu dürfen, denn im Grunde meinen wir es ja nur gut oder?

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

14 comments

  1. Hallo liebe Alina,
    ein schönes Thema was du da aufgreifst und vorweg, nach dem Text habe ich die Kommentare nun nicht mehr gelesen 🙂

    Ich glaube es liegt in unserer Natur anderen Menschen den Fortschritt zu ermöglichen und ihnen deshalb „unser Wissen“ zu geben, denn der Mensch an sich will sich weiterentwickeln, sonst wären wir wohl alle nicht so weit wie wir sind. Natürlich ist die Art eine ganz falsche, die dies momentan angenommen hat und die meisten machen das unglaublich unverschämt und definitiv im falschen Ton, was nicht zu entschuldigen ist und absolut unangemessen.
    Doch: Muss ich gestehen, wenn eine Situation ein eingreifen erfordert, wie z.B. das herausfallen eines Kindes, dann mache ich das, doch bin ich dabei weder verurteilend noch pampig, denn man kann einfach nicht immer überall seine Augen haben und eine Mami in der Stadt wünscht sich wahrscheinlich ein wenig abwechslung vom Alltagstrott und vergisst vielleicht mal die ganze Welt um sich, was nun wirklich mal passieren kann.

    Die andere Seite ist natürlich das bloggen, denn diese wollen manchmal auch einfach diese Aufmerksamkeit, denn nur ein Skandal bringt oftmals viele Klicks. Es ist also zunehmend wirklich gewollt. Kann man jetzt natürlich falsch verstehen, muss man aber nicht 😉
    Im Internet haben viele eine Präsenz wie einige Stars und die müssen sich auch ordentlich was anhören, entweder man kommt damit einigermaßen klar oder man zieht sich zurück. Es ist echt nicht nett was bei diesen Debatten abgeht, weshalb ich mich dort oft raushalte, aber bis zu einem gewissen Grad auch selbstverschuld, denn wir müssen davon ausgehen das Mami X das falsch verstehen möchte und Mami D nicht den Text liest sondern nur das Kommentar und ihr Kopfkino angeht. Es ist hart, aber man spricht dann anscheinend die falschen mit seinem Schreiben an. Wir stellen es Öffentlich, damit andere ihre Kommentare dazu abgeben können und Neid ist immer, wenn Blogger Z schon das 50. Markenprodukt postete.

    Ich will mal langsam zum Ende kommen. Ich verstehe deine Ansicht und ein Hinweis darauf das ein Kind falsch im Sitz sitzt ist konstruktive Kritik, die jeder ab können sollte, wenn man wegen Kritik im allgemeinen allergisch reagiert, sollte man es lassen.

    Liebe Grüße

  2. Hey Alina,
    ja, auch vorm Schreiben eines Blogposts oder Kommentars sollte man sich selbst kritisch fragen: Würde ich das auch jemandem ins Gesicht sagen?

    Es ist nämlich viel einfacher (und anonymer), schnell mal was zu bloggen. Das Geschriebene danach aus dem Netz zu tilgen, ist jedoch sehr viel schwieriger.

    Außerdem fehlen natürlich die Signale der Körpersprache und der Mimik. Oft klingt das Geschriebene viel harscher.

    LG Anne

    1. Genau das ist es! Mimik und Gestik spielen eine bedeutende Rolle in solch einer Komminikation, außerdem ist fremden ohne persönlichen Bezug immer mal schnell was zugeflüstert.

      Danke für deinen Kommentar.

      LG ALINA

  3. Hallo Alina,

    die Familien-Bett-Diskussionen habe ich auch zum Teil verfolgt und selber auch dazu gebloggt. Ich habe mich in beiden Seiten wiedergefunden, weil ich erst dagegen war und seitdem der Kleine da ist finde ich, dass es viel positives hat. Ich kann mich gut in beiden Seiten wiederfinden und jede davon akzeptieren. Das ist aber etwas was vielen Fehlt, das einfühlen in eine andere Sichtweise und dann die entsprechende Akzeptanz für Entscheidungen und Situationen. Egal bei welchem Thema. Viele sehen nur schwarz oder weiß und genau diese Ansicht wird verbal und mit Fäusten verteidigt. Und das wir Mütter dann verunsichert sind, Online oder in der Realität, ist doch klar. Schade ist eben, dass wir uns von diesem negativen Augenblick so verunsichern und an uns zweifeln lassen, obwohl wir tagtäglich das beste geben. Fehler sind da zum lernen und nicht um nieder gemacht zu werden;)

    Alles Liebe Sina

  4. Es ist tatsächlich oft verblüffend, wie oft man es mitbekommt, dass Leute ihre Emotionen nicht unter Kontrolle haben und sie in Form von negativer Kritik an anderen abbauen. Oder schlimmer noch: Sie sind sich dessen nicht mal bewusst. Sie reflektieren sich nicht und lassen sich von ihren negativen Gefühlen leiten. Oft sind diese negativen Gefühle auch mit Neid verbunden. Neid auf das, was man selbst nicht kann/schafft/fühlt. Mit solchen Gefühlen können einige nicht umgehen und kompensieren diese, indem sie andere schlecht machen, um sich selbst besser zu fühlen.
    Warum ist das so? Inwiefern spielt da die Evolution eine Rolle? Kann ein Mensch durch Vernunft seine Instinkte kontrollieren und sich derer mehr bewusst werden, indem er gezielt versucht, seinen eigenen Geist zu hinterfragen?

    Und wie geht man als Außenstehnder mit diesen Kritiken, die offensichtlich aus eigenem Frust heraus geäußert werden, um?
    Ich versuche mir vorzustellen, was dazu geführt hat, dass diese Person sich so verhält. Schnell sieht man ein, dass diese einem eigentlich leid tun sollte. Ich sollte mich deshalb nicht persönlich angegriffen fühlen, sondern mit Verständnis reagieren. Denn würde ich die Provokation auf mich wirken lassen, würde ich ebenso provokant reagieren – es entsteht Streit und den will keiner.

  5. Ich habe das Familienbett-Thema nicht gelesen, aber diesen Post hier habe ich gelesen, von vorne bis hinten und finde: sehr gut geschrieben!

    Ich bin eine Mutter aus der „uralt-Generation“, sprich ich mache nicht alles, aber vieles wie vor 15-20 Jahren…aber ich habe es vorgelebt bekommen und bin daran nicht gestorben 😉 Im Gegenteil, ich denke, ich bin besser aufgewachsen als die Kinder heutzutage – aber das ist ein ganz anderes Thema.

    Fakt ist: jeder hat seine eigene Meinung, darf sie äußern, aber ohne jemanden zu reglementieren und zu verletzen!

    Oftmals schreibe ich auch meine eigene Meinung zu etwas, setze dann aber dazu, dass es MEINE Meinung ist…da es oft mißverstanden wird 😉 Schade, dass die Welt so geworden ist, dass man immer mehr auf die Worte achten muss.

    LG Ivi

  6. Hallo Alina,
    Dass hast du sehr schön geschrieben! Ich muss gestehen, dass ich mich habe hinreißen lassen und etwas zum Thema Familienbett verbloggt habe. Aber! Ich habe darauf geachtet recht neutral zu sein und keinem etwas vorzuschreiben. Den in dem Punkt Stimme ich voll mit dir über ein. Wer Weile kennt und Werke erzieht, geht uns nix an. Jeder hat seine Vorstellungen. Nur bei den Punkt Gewalt, da muss eingegriffen werden.

    Liebste grüße deine Katha

    1. Es ist ja auch keine Schande seine Meinung zu äüßern, solange es nicht die einzig richtige ist – finde ich 🙂 Wenn mir jemand sagt: Hey, Alina wie du das machst, das könnt ich nicht, dann kann ich damit sehr gut leben, aber wenn jemand zu mir kommt und lauthals brüllt boah das was du machst ist uunverantwortlich schäm dich dein armes kind bekommt neurosen oder sonstiges fühle ich mich angegriffen indem was ich tue und das ist nicht richtig, denn meine Art die Situation ist nicht falsch nur weil andere es anders regeln.
      Und bei manchen Kommentaren muss ich auch ehrlich sagen, dass uns das dann wirklich nichts angeht. Seine Meinung zu haben ja, aber immer und überall seine von Natur aus richtige Meinung zu äußern ist irgendwann auch nicht mehr richtig.

      Ich liebe deinen Blog, dass weißt du sicherlich

      LG ALINA

  7. Du sprichst mir aus der Seele !
    Mir ging es als Schwangere schon auf die Nerven dass mein Bauch als Allgemeineigentum galt,aber als die Zwillinge dann da waren war auf einmal jeder Experte.

    Ich denke,wir Mütter sollten einen Moment inne halten und uns bewusst machen,dass es ok ist Fehler zu begehen,solange wir Positives daraus mitnehmen und unsere Kinder lieben !

    1. Inne halten, anstatt sofort los wettern wäre sicherlich des öfteren bei manchen eine gute Option.
      Wenn man sich alleine schonmal fragen würde: Wie würdest du das auffassen, wenn dir das was ich zu sagen habe nun jemand sagt, dann würde sicherlich vieles ebenfalls nicht gesagt werden, aber ich glaube da sind viele Menschen nicht in der Lage zu – leider.

      Danke für deinen Einwand. Ich finde ihn sehr hilfreich

      LG ALINA

  8. Negative Kritik trifft natürlich oft mehr, als die freue über ein Kompliment, ich denke wir brauchen beiides, jedoch sollte man bei weniger schmeichelnden Aussagen darauf achte, wie man diese Tätigt. Negative Kritik hilft uns auch beim wachsen, blöder Sprüche dagegen sind verletztend. Ich denke es ist nicht immer so, das es uns nichts angeht, wenn uns eine Situation heikel vorkommt, sollte man schon einschreiten, aber eben freundlich und mit dem nötigen Feingefühl und nur wenn es nötig ist. Mir geht dieses ewige „ich-weiß-es-besser/kann-es-besser-als-du“ geleier unter Fambloggern auf den Keks. Jeder hat ein anderes Leben, abdere Prios, Ängste und Sorgen, wie sollte es da klappen, das wir alle gleich sind? Und zudem wäre dies auch noch rotal langweilig… Also durchschnaufen und weiter eine gute Mutter und ein guter Vater sein! 🙂

  9. Danke! Danke für diese Worte! Ich sehe es genauso. Was maße ich mir an Menschen zu verurteilen, die ich gar nicht kenne. Und selbst wenn ich sie kenne, habe ich genauso wenig das Recht mir ein Urteil über sie zu bilden. Und vor allem gar kein Reicht sie zu VERurteilen! Bestes Beispiel von heute auf der Facebookseite vom „Müttermagazin“ (https://www.facebook.com/muettermagazin/photos/a.624623104236263.1073741834.573116049386969/888754001156504/?type=1): Wann ist es ok, seinem Kind Ohrlöcher stechen zu lassen. Ist es nicht schnurzpiepwurschtegal wann ich meinem Kind Ohrlöcher stechen lasse? Oder eben nicht? Wen interessiert das denn? Und warum zum Teufel interessiert es überhaupt wildfremde Menschen?
    Oh, du siehst, ich könnte da auch platzen 😉 und mein erster kleiner Mensch ist noch winzig und in meinen Bauch gehüllt. Aber ich muss ehrlich zugeben, ich habe ein bisschen Angst vor meinem Fit mit Babybauch-Kurs – ich werde definitiv anecken mit manchen meiner Ansichten und finde es schade, dass es so viele Mütter gibt, die meinen ihre Meinung sei die einzig richtige. Ein bisschen habe ich wirklich das Gefühl es ist zu einem Gesellschaftsproblem geworden heutzutage: Verurteilen scheint regelrecht ein Hobby vieler. Schön zu sehen, dass es auch Frauen wie dich gibt, die dem ganzen kritisch gegenüber stehen und auch eher die Richtung „Leben und Leben lassen“ fahren ;).

    Viele Grüße
    Klaudia

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