Stillen: Mein Wunder der Natur

Zweifel
Meine Gedanken über das Stillen

Dieser Beitrag entstand in liebevoller Zusammenarbeit mit Aptamil

Ende Januar, vor fast zwei Jahren wurde Samuel in einem Kölner Krankenhaus geboren. Nach acht Stunden Wehen und vielen Komplikationen wurde er mithilfe eines Kaiserschnitts zur Welt gebracht. Eine nicht ganz einfache Situation für Mutter und Kind.

Für mich brach in dem Moment, als mir bewusst wurde, dass es auf einen Kaiserschnitt hinaus lief, eine Welt zusammen. Ich hatte solch eine Angst, dass meinem Kind der Start in die Welt erschwert wird und zu allem Übel auch noch meine Milch ausbleiben würde. Hatte ich doch so viel darüber gelesen, dass das Stillen problematisch sein kann, wenn man das Kind mithilfe eines Kaiserschnitts bekommt. Meine Gedanken drehten sich plötzlich nur noch um das Thema Milch und Stillen. Schon während der gesamten Schwangerschaft machte ich mir viele Gedanken zum Thema Stillen. Würde es problemlos funktionieren? Würde ich genug Milch haben? Würde es meinem Kind auch ohne das Stillen gut gehen? Ich konnte nichts gegen all die vielen Gedanken unternehmen. Doch nach meinem Kaiserschnitt gelangten diese Gedanken an einen Höhepunkt.

Warum hatte ich so große Angst, dass das Stillen nicht funktionieren sollte?

Weil ich es unbedingt wollte! Ich wollte meinem Kind unbedingt die Brust geben, weil ich davon überzeugt bin, dass die Muttermilch für mein Kind das Beste ist. Ich bin wirklich keine fanatische Stillverfechterin. Ich bin der Überzeugung, wenn sich jemand mit dem Stillen seines Kindes nicht wohlfühlt oder quält, weil nicht genug Milch kommt oder ein anderer Grund die Ursache sein sollte, darf sich kein Mensch quälen, um irgendwem gerecht zu werden. Dazu stehe ich heute noch. Doch für mich gehörte das Stillen zum Mutterdasein, bereits in der Schwangerschaft unabdingbar dazu. Es war einfach mein Ding. Ist dies ein falscher Gedankenweg?

Eine gute Bekannte, die zur gleichen Zeit, wie ich ihr Kind bekam, hasste das Stillen. Auch das war für mich vollkommen in Ordnung. Oft saßen wir gemeinsam beisammen, während ich stillte und sie ein Fläschchen ihrem Kleinen gab. Für mich war es okay und für sie auch, weil wir uns beide mit unserem Weg wohlfühlten.

Ich muss ehrlich zugeben, wenn ich heute über ein zweites Kind nachdenke, freue ich mich schon jetzt wieder über unsere gemeinsame Stillbeziehung.

Warum ich mich für das Stillen entschieden habe?

Ich wollte die Nähe zu meinem Kind spüren. Ich wollte, die sein, die ihn ganz alleine ernährt und ihm alle wichtigen Bausteine mit auf den Weg gibt. Ich fand es unwahrscheinlich praktisch, dass die Milch immer und zu jeder Zeit griffbereit ist. Samuel konnte trinken, ohne auf das erwärmen und die richtige Temperatur warten zu müssen. Nachts musste ich nicht aufstehen, sondern konnte mich mit ihm im Arm hinsetzen und ihn in Ruhe trinken lassen, anschließend schnell eine neue Stilleinlage einlegen, die neben dem Bett bereit lag und schon konnten wir alle weiter schlafen.

Doch der wichtigste Punkt: Es kostet nichts! Aus all diesen Gründen und vielen weiteren, liegen die Vorteile für mich auf der Hand.

Die Vorteile für das Kind auf einen Blick zusammengefasst!

• Muttermilch ist die beste und natürlichste Nahrung für Ihr Baby.
• Muttermilch enthält alle Nähr- und Abwehrstoffe, die Ihr Baby braucht.
• Sie fördert das Wachstum sowie die körperliche und geistige Entwicklung Ihres Kindes.
• Muttermilch ist sehr bekömmlich.

Die Vorteile des Stillens für Dich!

• Muttermilch steht immer sofort und an jedem beliebigen Ort in der richtigen Temperatur zur Verfügung.
• Das Sterilisieren von Schoppen erübrigt sich.
• Das Stillen kann Ihnen helfen, zu Ihrer alten Figur zurückzufinden.
• Muttermilch liefert nicht nur Ihrem Baby Kalzium, sondern verringert gleichzeitig Ihren Kalziumverlust und hilft Ihnen so dabei, Ihre Knochen gesund zu erhalten.
• Durch den Hautkontakt zwischen Ihnen und Ihrem Baby beim Stillen wird im Körper der Stillenden das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das die Bindung zwischen Mutter und Kind stärkt.

Quelle Aptamil

Doch so schön es für uns beide war, so anstrengend konnte es auch werden. Gerade in Zeiten, in denen der Schlaf und die Zeit für eine ausgewogene Ernährung in der Stillzeit fehlten. An manchen Tagen ernährte ich mich ausschließlich von Kuchen, weil mein Hunger förmlich nach einem Stück Kuchen schrie. Der Nährstoffbedarf von einer stillenden Mutter verändert sich im Gegensatz zu dem in der Schwangerschaft. Es ist wirklich wichtig den zusätzlichen Kalorienverbrauch – in der Stillzeit zu decken. Mir gingen, wenn ich nicht auf meine Ernährung achtete, sehr schnell die Kräfte aus.

Die Nebenwirkungen eines nicht gedeckten Nährstoffbedarfs können schwere Auswirkungen auf die Mutter haben. Ich gebe zu, in diesem Satz – mit der Betonung spricht durch und durch die Krankenschwester. Als Mutter weiß ich aber auch, wie schwer es im Alltag sein kann, sich an all die wichtigen Dinge zu halten. Ein paar Tipps und Tricks zum Thema Ernährung haben mir, letztendlich sehr geholfen eine ausgewogene Ernährung zu leben.

Ich finde, dass die Praxis einer richtigen Ernährung in schwierigen Situationen scheitert. Sie scheitert in Situationen in denen man kleinere Dinge bräuchte, um ein wenig Kraft zu tanken. Ein kleiner Snack zwischendurch kann in Ausnahmesituationen Wunder bewirken.

Mir fehlten damals viele Informationen zum Thema Ernährung. Zum Beispiel kannte ich weder Amarant noch Hirse, als wichtigen Eisenträger, als ich letztendlich die Bedeutung von Eisen verstand, trank ich beispielsweise jeden Morgen ein Glas Rotkäppchen Saft aus dem Reformhaus. Diese Angewohnheit habe ich bis heute bei gehalten und sie tut mir unglaublich gut. Ähnlich verhält es sich mit dem richtigen Müsliriegel oder einer ordentlichen Portion Vitamine. Es gibt, viele schöne Dinge mit der man sich die Stillzeit erleichtern kann und sich eine extra Portion Energie zuführen kann.

Ich musste lernen das Wissen zu finden und damit umzugehen. Nach einiger Zeit habe ich gelernt mit all den Infos umzugehen und eine ausgewogene Ernährung in unseren Alltag zu integrieren. Von da an ging die schwere Zeit ganz von alleine vorbei. Die restliche Zeit hatten Samuel und ich eine unfassbar schöne Reststillzeit.

Ich habe es nie bereut meinen kleinen Mann gestillt zu haben. Es war für mich und ihn eine unvergessliche Zeit. Heute habe ich oft das Gefühl immer noch diese Nähe zwischen uns zu spüren. Wie war das denn bei euch?

In Liebe, Eure Alina

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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