Rückblick: Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen

Wir wünschen euch einen wunderschönen dritten Advent habt es schön und vergesst nicht: " Das Geheimnis des Glücks liegt darin alle Wunder der Welt zu betrachten" ❤️ Und ja, mein größtes Wunder steht jeden Tag in seiner ganzen Vollkommenheit vor mir und erinnert mich daran, dass ich der glücklichste Mensch auf Erden bin.
Mein Rückblick aauf 2015

Es ist kaum zu glauben, aber ja – das Jahr 2015 geht dem Ende entgegen. Heute am 29.12 merke ich schmerzlich, dass ich kaum etwas geschafft habe. Es fühlt sich an, als hätte ich kaum gelebt, wäre nur der Zeit hinterher gelaufen – in einer Hoffnung, die nicht zu erfüllen ist.

Was ist mir in Erinnerung geblieben?

Seit fast einem Jahr gehe ich wieder arbeiten. Seit einem Jahr Laufe ich der Zeit hinterher. In unserer gemeinsamen Familie hat das arbeiten sehr viel durcheinandergebracht. Ich muss das leider zugeben. Obwohl ich nicht faul bin, hat der Schichtdienst, der hauptsächlich aus Arbeiten am Wochenende und nachts bestand, seinen Tribut gefordert. Zeit, die ich früher einfach so mit meinem kleinen Sohn genießen konnte, wird von mir heute durch Ruhe eingefordert. Statt mit ihm zu spielen, wünsche ich mir häufig einwenig Auszeit, nur für mich.

Die Kraft geht mir oft verloren. Gerade nach stressigen Spätdiensten oder Wochenenddiensten brauche ich oftmals einen Tag für mich. An diesem Punkt stellen für mich die alltäglichen Probleme die größte Herausforderung dar: Aufstehen, Frühstück zubereiten, raus gehen, Kind versorgen, weitermachen, Kopf ausschalten, Energie tanken, nach vorne schauen und genießen. Es kommt vor, dass manchmal der Alltag eine so große Herausforderung darstellt, dass wir uns in diesem Jahr uns als Paar dazu entschieden haben – eine Paartherapie zu beginnen. Wir wollen beide, dass ich sich unser Alltag wieder verändert. Dass sich unser Alltag wieder zu etwas entwickelt indem wir beide wieder gerne leben wollen.

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Ein Rückblick in Bildern

Wenn ich zurück schaue stelle ich eins fest, die Zeit rennt. Hatte ich gestern noch meinen kleinen Wonneprobben zum ersten Mal auf dem Arm, windet er sich heute aus meinen Umarmungen und möchte alles alleine erkundschaften. So sehr sich mein Herz über so viel neues und schönes freut, so sehr trauert es um die vergangene Zeit. Erst gestern wollte ich noch die Stillzeit zurückholen und diesen Moment in dem er voller Hunger und Freude an meine Brust kam für immer beibehalten, doch mittlerweile ist es knapp ein halbes Jahr und mir fällt auf wie unbarmherzig die Zeit ist. Ich glaube ein Mutterherz besteht oft aus Wehmut und Liebe, zwei Gefühle die sich gegenseitig ausspielen und ausbalancieren. Die Liebe gegenüber dem eigenen Kind ist unschlagbar groß und mächtig, auch wenn diese manchmal auf den Prüfstand erhoben wird, wird die Prüfung doch immer wieder gemeistert. Je größer der kleine Samuel wird, desto mehr merke ich wie die Wehmut zu gleichen Anteilen besteht, denn die Zeit eilt einfach so unfassbar schnell. Mir kommt es vor als ob wir gestern noch am Wegesrand gestanden und ihn angefeuert haben: Los komm diesen einen Schritt noch.

Heute laufen wir hinterher und rufen hysterisch: Warte Sam, bitte nicht so schnell. Jeden Morgen stehe ich auf und erstelle mir eine kleine To-do-Liste im Kopf. Was muss ich dringend tun, was weniger dringend, was koche ich, was schreibe ich und und und. Am Ende des Tages frage ich mich wo die Zeit hin ist. Wo sind die letzten 12 Stunden abgeblieben? Sind wir nicht gerade erst gemeinsam aufgestanden? Seitdem ich ein Kind habe nehme ich Zeit anders war, früher kamen mir Tage oft unerträglich lang vor und ich habe mich hin und wieder gefreut wenn die Zeit wie im Flug verging. Ich weiß noch wie ich auf abendliche Termine hinfieberte, mich vier Stunden vorher aufhübschte in der Hoffnung die Zeit würde schneller vergehen und heute? Heute weiß ich manchmal nicht wo die Zeit geblieben ist, mein Vater vergleicht es gerne mit Sand der durch die Hände rieselt und ja in diesem Tempo geht alles seinen Lauf. Ich weiß nicht ob diese schnell vergehende Zeit mir Angst machen soll, vielleicht genieße ich gerade so jeden Moment noch viel mehr und sollte „mit der Zeit“ lernen sie als Geschenk wahrzunehmen und manchmal meinen Druck Ruhen zu lassen um den Moment zu feiern. Momente auf Bildern festhalten oder auf das innere Auge vertrauen, dass es die wichtigsten Momente tief im Inneren speichert. Ich schaue mir unglaublich gerne alte Bilder an, es ist fantastisch zu nocheinmal zu sehen wie sich Sam im Laufe des letzten Jahres zu einem Kleinkind entwickelte hat. Wie aus seinem „langgestreckten“ Kopf eine wunderschöne Kopfform wurde, wie jedes kleine Detail sich zu einem bildschönen Jungen formte.

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