Tagebuch einer Mutter – 05/07/17 Mittwoch | „Die Hölle hat mich“

Das Tagebuch einer Mutter

Zur Zeit sind der Mann und ich nicht ganz so gute Freunde, wie sonst. Wir finden uns neu. Richten viele Vorwürfe an den jeweiligen anderen. Eine schwere Zeit, die uns da erneut bevorsteht. Wir haben zwar gesagt, wir wollen sie gemeinsam meistern. Trotzdem ein Grund – besonders gut zu sich zu sein. Netterweise nahm der Mann nach seiner Arbeit die Kids mit in den Wald, so dass ich in Ruhe zwei Stunden schlafen konnte.

Der ganze Mittwoch ist schon so stressig genug gewesen. Erst mussten wir früh aufstehen, um den Großen in seine Spielgruppe zu fahren. Dann schnell einkaufen für das bevorstehende Frühstück, um dann mit 10 weiteren Kindern, ihren Geschwistern und Eltern gemeinsam den Abschied dieser Spielgruppenzeit zu feiern. Verrückt, oder? Letztes Jahr stand ich emotional noch an einem Punkt, dass ich dachte, es geht nie mehr weiter und heute ist diese Zeit endgültig zu Ende und nächsten Monat beginnt etwas vollkommen neues.

Der Kindergarten. Ich bin eben schon recht sentimental geworden. Spätestens als ich den Großen aus dem Auto zerrte und ihn so fest an mich drückte, dass auch er aussprechen musste, dass er keine Luft mehr bekommt, wurde mir klar, wie groß der BUB jetzt ist. Mein Baby. Das erste Kind ist ja schon noch einmal etwas ganz anderes, oder? Also, mit ihm bin ich zur Mutter geworden. Mit ihm gemeinsam habe ich alles zum ersten Mal entdeckt. Deswegen ist es bei meinem zweiten Baby nicht schlechter. Aber!!! Es ist schon anders.

Der Sohn hat meine herzliche Umarmung überlebt.

Nach der Spielgruppe sind wir schnell nach Hause gefahren. Ich habe Nudeln geschwenkt in Knoblauch und Öl gezaubert (für mehr hatte ich keine Kraft mehr) und anschließend legten sich beide Kids zum ausruhen in ihre Betten. Ich nutzte diese Zeit zum arbeiten. Gute zwei Stunden, die mich vorwärts brachten, mir aber noch lange nicht meinen Schreibtisch leerräumten. Was soll´s. Zur Zeit herrscht eh ein großes Sommerloch. Bedeutet also mein Postfach ist so gut wie leer. Auch mal schön, muss ich zugeben. Wäre jetzt noch ein bisschen besseres Wetter: Sonne, Strand und Pool könnte ich die Umstände sicherlich noch ein klein wenig mehr genießen. Stellt sich die Frage „Wer nicht?“

Das Wetter ist allerdings eher Mau hier. Wenig Sonne. Schwül. Ich warte die ganze Zeit darauf mit den Kids ins Freibad zu fahren. Leider überzeugt mich das Wetter nie so richtig. Mal schauen, was morgen ansteht. Ich habe eine Babysitterin zu uns nach Hause eingeladen. Sie stellt sich uns vor, um auch mal am Wochenende auf die Kids aufzupassen, damit der Mann und ich mal wieder Zeit gemeinsam erleben können. Ich bin wirklich sehr nervös. Werde Euch aber von unserem Tag erzählen. 🙂

Ich bekomme gerade beim schreiben so langsam das Gefühl, dass mich eine fiese Migräne heimsuchen wird. Deswegen werde ich mich jetzt gleich mal wieder ins Bett legen. Augen zu und entspannen. Für mehr wird es wohl nicht mehr reichen. Leider! Denn die Küche steht noch voll. Die nasse Wäsche ist noch in der Maschiene. Aber was soll´s. Morgen ist auch noch ein Tag!

 

 

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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