Geburtsgeschichte – „Wir müssen die Geburt einleiten“

Damals war ich 15 und ging ganz normal zu meiner Vorsorgeuntersuchung. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass irgendetwas nicht stimmte. Meine Tage blieben aus, was aber auch erst mal nichts schlimmes für mich war. Ich hatte die 3 Monats Spritze bekommen, da passierte das schon mal. Meine Ärztin sah das allerdings anders und machte einen Schwangerschaft Test – positiv! Ich war geschockt. Ich war erst 15 und wusste so gar nicht was nun mit meinem Körper geschah. Festgestellt wurde meine Schwangerschaft in der 9. Woche ca. Die Schwangerschaft verlief ohne große Probleme, mein Bauch wurde dicker und die Tritte intensiver.

Es wurde ein Mädchen und sie trägt den Namen Sontje Sophie. 3 Wochen vor dem errechneten Termin wachte ich morgens gegen 7 Uhr auf – schweißgebadet und untenrum nass. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte ins Bett gemacht, aber dem war nicht so. Ich schaute an meinen Beinen hinunter und sah Blut laufen. Geriet in Panik, ich wusste nicht was geschah. Also weckte ich meine Mutter und sagte ihr was passiert ist. Im null Komma nix haben wir ein paar Sachen gepackt und sind ins Krankenhaus gefahren. Ich hatte keinerlei Schmerzen, Wehen oder ähnliches. Die Ärzte sagten mir, dass meine Fruchtblase geplatzt sei. Ich wurde stationär aufgenommen (31.4.08). Am nächsten Tag, tat sich immer noch nichts, also fingen die Ärzte an die Geburt Einzuleiten. Mit dem vollen Programm. 3 Tage lang. Am 03.05.08 um 9:45 hatte ich einen Termin im Kreißsaal -zur Untersuchung und siehe da – 1 cm Öffnung des Muttermunds, aber immer noch keine Wehen.

Geburt Vaany D.

Ich bekam von dem behandelnden Arzt die Gel Tablette an den Muttermund gelegt und innerhalb von ein paar Minuten setzen die Wehen ein. Seeehr heftige Wehen. Ich bin nun nochmal auf mein Zimmer, da ich noch etwas versuchen sollte zu laufen. Ich hatte solche Schmerzen. So richtig wusste ich nicht: was mir bevor stand. Ich hatte Angst und war aufgeregt, aber auf der anderen Seite war die Freude, meine Tochter bald in den Armen halten zu können größer, als alles andere. Meine Schmerzen wurden immer schlimmer und mir blieb nichts anderes als den Weg zurück in den Kreißsaal anzutreten. Von da an, durfte ich ihn nicht mehr verlassen.

Die Geburt schritt immer weiter voran und die Schmerzen wurden immer intensiver. Ich entschied mich für eine PDA. Langsam merkte ich nur noch leichten Druck. Es ging mir etwas besser und ich konnte sogar etwas schlafen und Kraft sammeln. Gegen 18 Uhr ging es in die Schluss Phase. Die Kleine wollte raus. Um 18:49 Uhr wurde mein kleines Mädchen mit 2600 Gramm und 48cm; 3 Wochen zu früh geboren. Ich war stolz und glücklich – aber auch erschöpft. Endlich war sie da. Ohne diese tollen Hebammen, hätte ich es nie geschafft. Sie haben mir sooooo viel Kraft gegeben und mich so super betreut.

Nun war ich mit 16 Jahren eine Mama!

Liebe Vaany, danke für deine Geschichte. Ich denke deine Erzählung zeigt uns ganz klar auf, wie weit aus Bedeutender die Arbeit einer Hebamme für uns Frauen ist. Du warst in dieser Zeit vielleicht mit unter selbst noch ein Kind, dass unter der Geburt über sich hinaus wachsen musste. Jeder der selbst einmal eine Geburt erlebt hat -weiß, wie beängstigend diese Art des Schmerzes sein kann. Deine Hebamme hat dir Vertrauen geschenkt, aber nicht in sie und ihre Arbeit, sondern in DICH und deine eigene Kraft, dass du diese Geburt meistern wirst. Vielleicht bist auch du in diesem Moment neu geboren und hast dank deiner Unterstützung die Kraft dazu gefunden. Ich bedanke mich von ganzem Herzen für diese Geschichte und freue mich darauf, bald deine zweite Geschichte vorstellen zu dürfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.