Von Mutter zu Mutter! Mein Baby mit dem Kiss-Syndrom

Wie ist das bei Euch?

Schläft euer Kind – so wie ihr es erwartet habt oder so wie ihr es gerne gehabt hättet?

Ist es so wie ihr es euch erträumt habt oder wie eure Erwartungen euch die Zukunft gezeigt haben?

Oder ist es ganz anders gekommen?


Bei meiner Mama, die euch heute etwas aus ihrem Leben erzählen möchte ist alles ganz anders gekommen, als sie es jemals für möglich gehalten hätte.

Sie möchte anonym bleiben, denn ihr ist es wichtig, dass sie ihr Kind schützt.
In ihrem Bericht geht es um ihre Erfahrungen, als junge Mutter und einem kleinen Kind, dass viel von ihr fordert.

  Die Kleine leidet unter dem sogenannten Kiss-Syndrom:

Das „KiSS-Syndrom ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung. Dabei handelt es sich genau genommen nicht um eine Krankheit, sondern um eine Steuerungsstörung. Unter KiSS-Syndrom ist eine Fehlstellung zu verstehen, die vom Übergangsbereich zwischen der Schädelbasis und den Wirbelgelenken im Bereich der oberen Halswirbelsäule ausgeht. Das KiSS-Syndrom führt zu asymmetrischen Haltungen und Bewegungen. Es treten zum Beispiel eine Überstreckung der Wirbelsäule, eine Gesichtsasymmetrie, bei der eine Gesichtshälfte kleiner als die andere ist, sowie ein asymmetrischer Einsatz der Arme und/oder Beine auf.“

Hiermit bringt ihre Mutter viele Symptome, die die Kleine zeigt, in Verbindung. Doch eine hilfreiche Therapie hat sie bislang noch nicht finden können.

Vielleicht lassen sich unter euch Menschen finden, denen es genau so ergeht wie ihr und die junge Mama erhält ein wenig Zuspruch oder neue Erfahrungswerte und Tipps, die ihr neue Möglichkeiten zeigen können.

Wisst ihr Rat oder Wege, die dieser Mama helfen könnten?

Nun aber erst einmal ihre Geschichte.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit meine Lieben,
Eure Alina


Das 24 h Baby/Kind

 

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fotolio.de

 

Es fing alles bereits im Krankhaus an. Ich bekam bei 40+6 morgens einen Wehen Cocktail und durfte danach erst einmal wieder mach Hause gehen. Gegen Mittag riss meine Fruchtblase und ich bin erneut zum Krankhaus gefahren.

Ich hatte noch keine Wehe und durfte deswegen erst einmal aufs Zimmer.
Dort fingen die Wehen relativ schnell an und entwickelten sich relativ schnell zu extrem starken Wehen.
Ich bin dann zum Kreißsaal, wo mein Baby dann ziemlich schnell zur Welt kam.
Ab einsetzten der Wehen waren es genau 1 Stunde und 17 Minuten. Nach der Geburt gab es schon im Kreißsaal Probleme beim Anlegen an die Brust, denn die rechte Seite wollte sie einfach nicht nehmen. Wir dachten uns erst nichts dabei und die Tage im Krankhaus war noch alles ruhig und sie war sehr friedlich.
Bis auf das still Problem rechts, gab es keine weiteren Komplikationen oder Auffälligkeiten.
Doch schon, als wir dann nach Hause kamen fing sie abends an sich zu überstreckten und streckte ihren kleinen Kopf sich Richtung Po. Sie lag da wie ein c und schrie:

Stunden lang, Tage lang, Monate lang.

Wir sind irgendwann im Internet auf eine Seite gestoßen auf der das Thema Kiss Syndrom erklärt wurde.
Es wurde mir klar, dass sie genau diese Symptome hatte (Uber strecken, still Probleme und schreien)
Einen Termin beim Spezialisten bekamen wir erst Anfang Mai. (Sie wurde im Januar geboren) An vielen Tagen war es so heftig, dass wir nicht mal nach draußen gehen konnten, weil sie nur am Schreien war.

Es war keine Schöne Zeit.

Stunden lag wiegte ich sie, nahm sie in den Arm zum Trösten, weinte mit ihr.
Nach der Behandlung beim Spezialisten ging es dem Baby deutlich besser. Doch ein paar Sachen haben sich nicht verändert. Seit der Geburt wird sie nachts stündlich wach, trinkt immer noch 3-5 Flaschen. Tagsüber ist sie sehr auf Mama fixiert: nur Mama darf sie Füttern, wickeln, umziehen. Auch ins Bett geht sie nur mit mir, dabei muss ich sie ganz fest in den Arm nehmen.
Keiner darf sie sonst auf den Arm nehmen: Oma, Opa, Onkel, Papa alle werden lediglich angeschrien.

Es gibt selten gute Tage, wo auch mal die anderen sie auf den Arm nehmen dürfen. Duschen kann ich nur, wenn sie schläft, denn sobald sie Mama nicht sieht, geht das Geschrei los. Tagsüber schläft sie selbst nur im Tuch, manchmal ganz selten in Mamas Bett. Zudem isst sie tagsüber sehr wenig und holt viel nachts nach. Ich bin stark in der Vermutung, dass sie durch das Kiss Syndrom so ein empfindliches Kind ist, denn ihr ist ganz schnell alles viel zu viel und so trinkt sie die Milch auch nur in Mamas Bett, wenn Mama dabei ist. Essen tagsüber macht sie einfach kaum. Den Kinderwagen dürfen wir auch nicht benutzt. Sie will zu Mama ins Tragetuch –

wo sie sich Sicher und Geborgen fühlt.

Aber ich genieße ihre Nähe, Nachts und auch am Tag!

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

4 comments

  1. Wir sind davon Gott sei Dank nicht betroffen, aber so etwas zu lesen berührt mich schon…
    Vor allem finde ich es schlimm, dass man auf solche Sachen nur kommt, wenn man selbst im Internet recherchiert.
    Und wenn man dann die Theorien beim Hausarzt/Kinderarzt anspricht, wird man nur belächelt. „Im Internet stehen ja bekanntlich viele Sachen…“

    1. Hallo Anna
      Ja ich hatte es im Internet gefunden
      Ich hab allerdings einen sehr kompetenten Kinderarzt bei dem ich nach meiner Vermutung sofort einen Termin gekriegt hab
      Er hatte allerdings erst eine andere Vermutung und hat uns zu erst zum Hirn ultraschall geschickt nach dem da alles gut War War ich nochmal beim Arzt und dort Hab ich die Überweisung zum Spezialisten gekriegt

  2. Hallo Mutter vom 24 std. Kind.
    Es ist als würdest du von meinem kind sprechen.Meine Tochter ist fast genau am Geburtstermin gekommen.Die Geburt ging wie bei dir sehr schnell für das erste Kind.Im Krankenhaus war alles unauffällig bis auf das stillen.Ich hatte sie stündlich an der Brust.Links klappte es mit sem stillen rechts war es eine Katastrophe,aber man tat das so ab als hätte ich keone Ahnung wäre ja schließlich erst das erste Kind.
    Zu Hause fing der Ärger dann an.Wir hatten nur Geschrei.Nach acht Tagen dauerstillen bin ich auf Flasche umgestiegen,gebessert hat sich aber nichts.Sie war 14 Stunden am Stück wach hat meist nur ne halbe Stunde geschlafen und war wieder wach.Das hatten wir jeden Tag.
    Irgebdwann las ich dann etwas vom KISS-Syndrom und ging sofort zum Ostheopaten.Danach ging es eine zeitlang gut.Aber spaziergänge waren weiterhin die Hölle.Sie hat die ganze Zeit geschrien.
    Jetzt ist sie 17 Monate alt und es wurde mit der Zeit besser.Mit dem Schlafen und Essen hat sie es zwar immer noch nicht,aber sie schreit nicht mehr soviel.Die guten Tage überwiegen.Ich denke man kann nich viel machen als immer wieder,wenn man meint da klemmt wieder was zum Ostheopaten zu gehen.

    1. Hey vielen dank schön das es bei euch besser geworden ist das macht mir Hoffnung einfach abzuwarten und ihr die zeit zulassen
      Die kriegt sie natürlich auch so ☺

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