Von Mutter zu Mutter // vom Wegschauen und Handeln!

Guten Morgen meine Lieben,

heute stelle ich euch eine wundervolle Blogger Kollegin vor, die mich mit ihrer Geschichte, die sie uns erzählt – tief berührt hat. Als ich die Geschichte das erste Mal gelesen habe, dachte ich: Nein, nein, bitte nicht, dass kann nicht wahr sein. Ich dachte immer wieder daran wie viele Menschen auf unserer Erde eventuell nicht gut zu ihren Kindern sind und welche Auswirkungen das haben kann. Das aber Chanels wundervolles und liebevolles Verhalten am Ende abgetan und beinah verurteilt wurde, kann ich nicht so stehen lassen und deswegen habe ich mir gewünscht diese Geschichte noch einmal auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen. Es kann nicht sein, dass solche Situationen Alltag werden und das richtige Verhalten mit Ignoranz bestraft wird. Ich hoffe inständig, dass Bloggerin Chanel, das nächste Mal wieder handeln wird. Ich hoffe es mit meinem ganzen Mutterherz. Bitte unterstützt mich mit dieser Geschichte und liked, teilt und kommentiert, wenn ihr es genauso seht wie ich. Chanel hat mir gezeigt, dass Wegschauen keine Lösung ist und mir mit ihrem Mut einen besseren Weg offenbart, aber vor allem hat sie mich gelehrt, dass die Welt doch noch Menschen beherbergt die stets mit geöffneten Augen und einem großen Herz durch die Welt ziehen.

Danke !

Eure Alina

Wir müssen unsere Kinder doch beschützen oder nicht?


Hallo ihr Lieben, ich heiße Chanel und mit meinen fast 25 Jahren schreibe ich einen Blog über mein Leben als junge Mama von einer Prinzessin auf Erden und zwei Sternenkindern im Himmel. Zum Schreiben bin ich in meiner ersten Schwangerschaft gekommen und so hat es sich immer weiter fortgeführt auf www.schwangerschaft-hautnah.blogspot.de. Hier – Mutter zu Mutter – möchte ich euch gerne etwas erzählen. Eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat und tagelang beschäftigte. Auch wenn wenige Wochen vergangen sind, denke ich noch oft an das Baby und hoffe ihm oder ihr geht es gut. Ich hoffe, dass ich so etwas nicht mehr miterleben muss und halte euch an, immer aufmerksam durchs Leben zu schreiten und die Augen für eure Mitmenschen, ganz besonders für die kleinen Schätze, offen zu halten.

Von Mutter zu Mutter Bild2

Hier ist meine Geschichte:

Vorgestern ist etwas vorgefallen, was mir viele Gedanken und Sorgen bereitet. Mein Schatz, Leyla-Maus und ich waren gemütlich frühstücken und sodann einkaufen. Als wir im Anschluss an unser Auto zurückliefen, blieb mein Mann plötzlich stehen und sagte „Chanel, da liegt ein Baby drin“. Ich schaute in das Auto, welches neben unserem stand und tatsächlich!- In einem Maxi Cosi lag ein ein Neugeborenes. Ich würde schätzen, maximal 3 Wochen alt. Die Eltern.. Nicht in Sicht. Das Baby schlief. An diesem Morgen waren es 7 Grad.

Ein Neugeborenes bei 7 Grad im Auto. Ich konnte das nicht mit ansehen. So ging ich mit Leyla in den Friseursalon gegenüber des stehenden Autos und fragte, ob jemand etwas gesehen habe. Eine Friseurin kam sogleich auf mich zu, mit den Worten: „Ach, die sind sicher einkaufen gegangen. Es ist ja nicht jeder so eine Übermutter wie du“. Von einer an für sich fremden Frau wurde ich demnach sogleich als Übermutter abgestempelt und mit „du“ angesprochen. Der Friseur-Kollege meinte, er würde es beobachten. Aber er wirkte genauso desinteressiert.

Wir standen wieder neben dem Auto. Das Baby schlief noch immer. Ich hoffe doch zumindest, dass es schlief und atmete. Dies konnte man nicht wirklich erkennen. Das Auto war einer 3er BMW in einem nicht so tadellosen Zustand mit einem abgelaufenen Kurzzeitkennzeichen. Nach 15 Minuten rief ich die Polizei. Bei der Stelle, wo ich sodann landete, kam nur ein „Na und, bei den Temperaturen passiert dem Kind schon nichts“. Dann wurde ich aber an die richtige dienstleitende Stelle verbunden und sie schickten eine Streife los und ich sollte das Kennzeichen durchgeben.

Nach über 30 Minuten kamen ein Mann und zwei Frauen. Gemütlich schlenderten sie zum Auto. Ich stellte mich vor den Mann und fragte ihn, ob ihm das Auto gehöre und ich die Polizei wegen dem Baby gerufen habe. Seine erste Reaktion: „ich war nur 5 Minuten weg“. Mein Schatz konnte da auch nicht ruhig bleiben und sagte, dass man doch sein Neugeborenes nicht bei den Temperaturen alleine im Auto lassen und gemütlich über 30 Minuten einkaufen kann. Es waren über 30 Minuten, die wir mitbekamen, wer weiß wie lange sie insgesamt in dem Laden waren. Denn wir selbst waren sehr lange darin.

Es ist ein sehr großer Einkaufsmarkt über zwei Etagen. Die zweite Reaktion des Mannes war „Na und?“. Dann stiegen sie schnell ein. Eine Frau war sehr aufgebracht und fluchend in einer anderen Sprache, ließ sie alle Einkäufe auf den Boden fallen und knallte die Tür zu. Ich nehme an, sie war anhand des Verhaltens die Mutter. Ich rief erneut bei der Polizei an, um Ihnen mitzuteilen, dass die Eltern inzwischen kamen und gleichgültig wegfuhren. Zuerst kam nur ein Okay vom Polizisten. Ich hakte nach und fragte: „Aber Sie kontrollieren schon noch, ob es dem Baby wirklich gut geht?“. Dann wurden meine Daten aufgenommen und ein sehr motiviertes „ja“ gemurmelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie irgendwas machen. Ja, in Deutschland muss immer etwas passieren. Das Befinden des Babys war scheinbar den Eltern gleichgültig und so jemand bekommt ein solches Glück geschenkt. Mir fehlen da die Worte.

Wenn ich deshalb eine Übermutter bin, dann bin ich es gerne! Ich würde niemals Leyla alleine im Auto lassen. Egal zu welcher Jahreszeit. Es geht um ein Menschenleben und ein Baby ist keine Puppe. Ein Neugeborenes hat zudem meist noch Probleme mit der Temperaturregelung und es so lange alleine in der Kälte zu lassen..

An der Reaktion der Friseurin und des ersten Polizisten merkte ich, dass es nicht viele so eng wie ich sehen. Aber ich schaue nicht einfach weg und habe wohl mehr Ängste um das Kind als andere.

Alina
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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

3 comments

  1. Ich finde es unglaublich was die „Eltern“ da gebracht haben! Ich ziehe meinen Hut vor Chanel, die trotzdem das sie auf unverständnis und sogar Beleidigungen stieß, Zivilcourage zeigte und gehandelt hat. Es ist unmöglich sein kleines Kind im Auto zu lassen … wäre mehr Verständnis von den anderen Personen gekommen, wenn es ein Hundewelpe gewesen wäre? Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Ich finde es gut, dass wenigstens eine gehandelt hat! Lg

  2. Einfach nur unglaublich! Unglaublich, dass es solche Eltern gibt und noch unglaublicher finde ich die Tatsache, dass so viele Menschen bewusst wegschauen und selbst beim Um Hilfe Bitten völlig desinteressiert sind. Und das selbst die Polizei dies nicht ernst nimmt, ist mehr als erschreckend. Was wäre gewesen, wenn das Baby nicht mehr geatmet hätte? Man will es sich gar nicht vorstellen, aber dann wären alle furchtbar erschüttert gewesen und hätten diese Eltern dementsprechend verurteilt. Danke Chanel für deinen Mut und deine Fürsorge. LG

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