Liebling, ich stelle vor // Was ihr über Patientenverfügungen wissen solltet und wie ihr Euch selbst am besten absichern könnt!

Oftmals ist das Wort Patientenverfügung für viele junge Menschen ein Fremdwort. Etwas, dass wir noch nicht brauchen. Eine Patientenverfügung ist eine “Vorausverfügung für eine Person” unserer Wahl, falls der Zustand eintrifft, dass wir unseren Willen nicht mehr selbst äußern können. Es klingt kompliziert und das ist es auch. Wie ihr Euch vorstellen könnt, kann im Ernstfall nicht einfach jemand sagen “Sie wollte es aber so”. Alles muss schriftlich festgehalten werden. Ich selbst habe einen Vordruck einer Patientenverfügung meines Arbeitgebers zu Hause liegen. Ausgefüllt mithilfe eines Arztes. Denn leider, und so ist es in der Regel versagen die meisten Patientenverfügungen in der Realität. Sie scheitern an der richtigen Formulierung. So kommt es, dass am Ende – im Krankenhausalltag, doch nicht der Wille des Menschen berücksichtigt wird. Er muss Therapiemaßnahmen über sich ergehen lassen, die er vielleicht nie wollte.

Im Praxisalltag sind das die weniger schönen Erfahrungen. Menschen zu pflegen, zu begleiten, die längst gehen wollten, statt an Maschinen künstlich am Leben erhalten zu werden. Eins wissen Ärzte meist. Es gibt keine Wunderheilung. So sehr man auch an die Hoffnung glaubt. Am Ende bleibt nur eine Lebensverlängerndmaßnahme, die der Mensch, um den es geht, vielleicht nie gewollt hätte. Wissen wir wirklich, was jemand mitbekommt, der im Koma liegt? Was ein Mensch fühlt, wenn er im Sterben liegt?

Dr. Paul Brandenburg, Notarzt und Intensivmediziner hat sich diesem Thema, aufgrund seiner langjährigen Praxiserfahrung angenommen. Er hat eine Patientenverfügung ohne Lücken ins Leben gerufen, die sofort und unmittelbar im Ernstfall online abrufbar ist. 12 Euro pro Jahr soll sie kosten. Deswegen wollte ich von ihm wissen, warum wir eine kostenpflichtige Patientenverfügung wirklich brauchen, wo es doch so viele freie Exemplare auf dem Markt gibt!?

DIPAT, die maßgeschneiderte Patientenverfügung für den Notfall!

Können Sie bitte sich und ihr Projekt Dipat kurz erläutern, um es den Leser verständlich zu machen, was DIPAT ist und welchen Service Sie damit den Menschen anbieten?

DIPAT ist ein ärztlicher Onlinedienst für anhaltend wirksame Patientenverfügungen. Das bedeutet: DIPAT sorgt ab dem Moment der ersten Erstellung durch „eingebaute Facharztberatung“ und automatische Aktualisierungen dafür, dass jeder Nutzer eine maßgeschneiderte und medizinisch präzise Verfügung erhält. Darüber hinaus stellt DIPAT sicher, dass diese in jeder medizinischen Notsituation immer und überall sofort greifbar ist – und alarmiert Angehörige automatisch per SMS, wenn es zu einem Abruf der Verfügung kam.

 

Wie kam es dazu, dass Sie Dipat ins Leben gerufen haben?

Als selbstständiger Notarzt und Intensivmediziner habe ich über die Jahre immer wieder erleben müssen, dass bisherige Patientenverfügungen in der medizinischen Realität versagen. Sie sind in fast allen Fällen inhaltlich zu ungenau und nicht rechtzeitig am Krankenbett bzw. bei den Ärzten.

 

Was ist eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung ist ein medizinisches Dokument. Es hält den Patientenwillen fest und ist für Situationen vorgesehen, in denen der Patient nicht dazu in der Lage ist, seinen Willen persönlich mitzuteilen. Die Patientenverfügung richtet sich an Ärzte und medizinisches Fachpersonal und setzt die persönlichen Behandlungsgrenzen des Patienten fest – beispielsweise Umstände, unter denen er keine medizinische Verlängerung seines Lebens mehr wünscht. Vereinfacht gesagt sind Patientenverfügungen „Verbotslisten“ für Ärzte. Um wirksam zu sein müssen sie so präzise wie möglich konkrete Situationen und die entsprechend gewünschten Therapieeinschränkungen beschreiben.

 

Brauche ich eine Patientenverfügung?

Sollte jeder Mensch eine Patientenverfügung besitzen? Wenn ja warum?

Unbedingt, denn jeder kann eines Tages, beispielsweise nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit, hilflos in einem Bett liegen und unfähig sein, die eigene Meinung zu äußern. Nur eine Patientenverfügung kann hier sicherstellen, dass Ärzte den Willen des Patienten kennen und befolgen.

 

Worin sehen Sie die größten Lücken einer „normalen“ kostenfreien Patientenverfügung?

Herkömmliche Patientenverfügungen –insbesondere alle bisher vorliegenden kostenfreien- haben sich in der medizinischen Praxis als wirkungslos herausgestellt. Das ist nicht nur eine ärztliche Berufserfahrung sondern auch durch wissenschaftliche Untersuchungen vielfach belegt. Der Grund hierfür ist meist, dass diese unpersönlichen Allgemeinvorlagen mit medizinischen Phrasen arbeiten, die Ärzten im konkreten Behandlungsfall keine ausreichend genauen Bestimmungen bieten, beispielsweise, wenn man pauschal „lebensverlängernde Maßnahmen“ ablehnt. Das kann man sich auch als Laie einfach klarmachen, wenn man bedenkt, dass beispielsweise schon das Anbieten eines Glases Leitungswasser eine solche lebensverlängernde Maßnahme ist.

 

 

Worin unterscheidet sich Ihr Exemplar zu den bereits auf dem Markt existierenden Exemplaren?

DIPAT ist einzigartig. Im Gegensatz zu anderen Anbietern bietet DIPAT nicht lediglich ein Standard-Formular mit allgemeinen Textbausteinen oder Freistellen zum Selbstausfüllen. DIPAT erstellt vielmehr individuelle und ausführliche Patientenverfügungen, die im Ernstfall tatsächlich wirksam sind. Hierzu führt DIPAT den Kunden durch eine speziell entwickelte Befragung und erklärt leicht verständlich alles Nötige. Schritt für Schritt kann damit jeder Laie eine wirksame und garantiert vollständige Patientenverfügung selbst erstellen und auf Wunsch Online hinterlegen.

DIPAT wurde von Fachärzten für Notfall- und Intensivmedizin entwickelt und wird fortlaufend dem medizinischen Fortschritt angepasst. Auf Grundlage der Antworten wird ein individueller und medizinisch zuverlässiger Entwurf für eine Patientenverfügung erstellt. Er steht unmittelbar nach Abschluss der Befragung bereit. Die einmal unterschriebene Patientenverfügung kann bei DIPAT online hinterlegt werden, so dass sie im Ernstfall jederzeit und überall zur Einsichtnahme durch Ärzte zur Verfügung steht.

 DIPAT vs. kostenfreie Patientenverfügung

Ich arbeite, als gelernte Gesundheits- und Krankenschwester im Krankenhaus. In meinem Berufsalltag begegne ich häufig Patienten mit einer Patientenverfügung, die auch meiner Meinung nach jeder Menschen besitzen sollte, allerdings haben die meisten Patienten eine Standartausfertigung, die meines Erachtens ausreicht.

Worin unterscheidet sich diese Ausfertigung zu ihrer, die es nicht kostenfrei zu erwerben gibt?

Das ist leider ist ein weit verbreiteter Irrtum: Über 90% der bisherigen Patientenverfügungen versagten im echten Einsatzfall. Das betrifft insbesondere die kostenfrei von Verbänden, Arbeitgebern oder Behörden herausgegeben Formulare. Die einfache Ursache: Diese Vorlagen enthalten nutzlose Allgemeinplätze wie „im Falle einer unheilbaren Erkrankung“ wünsche ich „keine lebensverlängernden Maßnahmen“. Die Ärztin oder der Arzt auf der Intensivstation kann im Ernstfall mit diesen unklaren Begriffen nichts anfangen. Sie oder er benötigt eine wirklich genaue Aussage darüber, was Sie als Patientin im Fall der Fälle wirklich wünschen oder ablehnen. Das hat kürzlich auch der Bundesgerichtshof bestätigt. Solche präzisen Festlegungen kann nur machen, wer selbst entsprechen erfahrener Arzt ist oder sich eben entsprechender Beratung bedient; genau das leistet DIPAT.

PATIENT; VERFÜGUNG

Ich selbst besitze eine kostenfreie Vorlage meines Arbeitgebers, die in allen Krankenhäusern unseres Trägers ausliegt. Dieses Exemplar wurde in enger Zusammenarbeit mit der Ethikkommession des Hauses, Juristen, Ärzten sowie allen wichtigen Mitarbeitern erarbeitet.

Ich selbst sehe in diesem Exemplar keine Lücken. Im Falle des Falls ist eine “Vorsorgevollmacht” zusätzlich bestimmt. Alle Lebenserhaltenen Maßnahmen, keine künstliche Beatmung, keine Wiederbelebung sowie die Anlage einer PEG Sonde und vieles weitere lehne ich im Falle eines irreversiblen Schadens (auch dieser ist in verschiedene medizinische Bereiche genau unterteilt) ab und sind vorher mit meinem “Vormund” zu besprechen. In der unklaren Formulierung liegt, wie ich es verstanden habe, die große Hürde der auf dem Markt bestehenden Verfügungen. Allerdings sind in denen, die ich kenne, durch verschiedene Antwortmöglichkeiten viele Unklarheiten direkt beseitigt.

Bestimmt gibt es auch andere gute Patientenverfügungen- Aber die sind leider in der krassen Unterzahl und meist nur für Menschen verfügbar, die im Bekanntenkreis zufällig entsprechend qualifizierte Ärzte haben. Ob eine einzelne Verfügung im Ernstfall Sicherheit bietet kann man nur beurteilen, wenn man als Arzt in die Verfügung schaut. Das biete ich Ihnen sehr gern an. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Verfügung anschauen.

Wo liegen meist die Schwachstellen einer Patientenverfügung?

Wo sehen Sie dennoch große Schwachstellen?

Wie Sie richtig sagen sind die Ungenauigkeiten das Problem der meisten bisher verfügbaren vorlagen. Ihr Beispiel illustriert das bereits: Einen „Vormund“ beispielsweise kann man mit einer Patientenverfügung gar nicht bestimmen. Genau genommen gibt es diesen Begriff im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung gar nicht. Sicher meinen Sie einen Vorsorgebevollmächtigten. Was viele Menschen aber nicht wissen: Wenn eine Patientenverfügung eine Unklarheit enthält, kann auch eine Vorsorgevollmacht sie nicht „retten“. Genau das hat der Bundesgerichtshof kürzlich entschieden: In dem Fall war eine Patientenverfügung wie üblich unklar und das Gericht sagte sinngemäß: Wenn der Wunsch eines Patienten in einem lebensentscheidenden Punkt nur unklar ausgedrückt wurde, dann kann der Vorsorgebevollmächtigte diese Unklarheit nicht einfach durch seine eigene Entscheidung ersetzen.

In meiner Verfügung sind noch viele weitere Punkte geregelt, wie unteranderem die Frage, ob ich meine Organe spenden möchte. Wer meine Vorsorgevollmacht – etc. erhalten soll. Diese Verfügung, die einmal bei meinem Hausarzt lieg. Zum anderen bei mir zu Hause und zusätzlich bei meinem Vater, der die Vorsorgevollmacht/ Betreuungsvollmacht über mich bekommen würde, wenn mir etwas passiert.

Warum online?

Sie sehen, die Verfügung wäre immer Griffbereit, selbst wenn ich mich dazu nicht äußern könnte. Sie werben aber damit, dass Ihre Verfügung im Falle eines Notfalls per SMS abrufbar ist, weil sie eben oft nicht griffbereit ist – richtig?

Warum ist das notwendig?

Weil die von Ihnen beschriebene Verfügung dennoch nicht immer griffbereit ist. Sie beschreiben eine Situation, die sich in der Realität leider anders darstellt. Wenn ich Sie –was ich Ihnen von Herzen wünsche nicht der Fall sein wird- als Notarzt nachts auf der Landstraße schwerverletzt aus einem Auto bergen muss, sind weder Ihr Hausarzt noch Ihr Vater sofort verfügbar. Mit etwas Glück erreicht das Krankenhaus Ihren Vater später telefonisch und mit noch etwas mehr Glück bringt er Ihre Verfügung einige Stunden später zu Ihnen ins Krankenhaus. Aber was, wenn der Unfall nicht in Ihrer Heimatstadt geschah? Im Schnitt erreicht eine Patientenverfügung heute am dritten Tag nach Einlieferung das Krankenhaus. Das ist viel zu spät. Alle wichtigen Entscheidungen sind dann bereits getroffen und alle entsprechenden Folgen bereits eingetreten.

Eine DIPAT-Patientenverfügung ist jederzeit im Volltext über das Internet abrufbar. Dazu braucht es weder spezielle Software noch technische Kenntnisse. Erfolgt ein Abruf, werden die Angehörigen bzw. die von Ihnen hinterlegten Kontakte automatisch per SMS alarmiert. Mit DIPAT würde ihr Vater also sofort benachrichtigt werden.

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12 Euro pro Jahr

Wir zahlen bereits so viel Geld im alltäglichen Leben in Versicherungen, Haushalt etc. warum müssen wir nun auch noch jährliche Kostenbeiträge für eine Patientenverfügung investieren, wenn es kostenlose Exemplare auf dem Markt gibt, die alle Unklarheiten abdecken sollten?

Solche kostenlosen Angebote existieren eben leider nicht. Eine wirksame Patientenverfügung setzt sowohl bei der ersten Erstellung als auch bei den –zwingend erforderlichen Aktualisierungen- fachärztliches Wissen und eine genaue Anpassung auf Ihre persönliche Situation voraus. Das ist mit allgemeinen Vorlagen grundsätzlich nicht zu machen.

DIPAT stellt durch ein Team von Fachärzten, Juristen und Programmierern sicher, dass Sie eine wirksame Patientenverfügung erhalten, die von uns laufend aktualisiert wird und rund um die Uhr jederzeit zum Abruf online bereits steht. Diese Leistung ist leider nicht völlig kostenfrei zu bieten. Da für uns als ärztliches Unternehmen Ihr Interesse als Patientin absolut ist, wollen wir aber unabhängig von Werbung oder fremden Geldgebern sein. Solange, bis DIPAT von den Krankenkassen übernommen wird, erheben wir daher einen –wie ich denke- sehr geringen Kostenbeitrag von derzeit 12 EUR pro Jahr.

 

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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