Gastbeitrag von Phinabelle // Das Wochenbett

Die Zeit nach der Geburt – Vorstellung vs. Realität

Ich habe zwei Kinder und hatte somit zwei Geburten. Und ganz ehrlich!? Ich habe mir einiges viel schlimmer vorgestellt, denn Horrorgeschichten bekommt man als Schwangere doch genug…

Was ist Wochenbett?

  1. Babyblues: „Warte nur ab, das Stimmungstief wird kommen. Erst ist alles ganz toll, aber dann könntest Du nur noch heulen. Mach´ Dir nix draus, das ist bei jeder frischgebackenen Mama so!“ Diese Aussage hat mich total verunsichert. Doch wie war die Realität!? Ich hatte bei beiden Kindern keinen Babyblues. Die Statistiken geben zwar sehr unterschiedliche Werte an, aber keineswegs trifft es jede Mama.
  2. Wochenfluss: Sogar die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs sagte: „Nach der Geburt werdet ihr bluten. Richtig viel. Da braucht ihr schon einiges an Binden, am besten kauft ihr eine große Vorratspackung.“ Vor meiner ersten Geburt hatte ich Mordsrespekt vor dem Wochenfluss und habe mich immer gefragt, wie die ganzen Neu-Mamas denn spazieren gehen, wenn die so heftig bluten!? Klar, es gibt nettere Dinge. Aber auch ich konnte spazieren gehen ohne besondere Vorkommnisse und alles war halb so wild J
  3. Stillen: Das ist ein Punkt, den ich mir einfacher vorgestellt habe. Sah ja bei anderen auch immer so einfach aus: Baby andocken, Baby trinkt, Baby abdocken, fertig. Meine Kinder haben beide an Tag 1 nach der Geburt so viel abgenommen, dass wir zufüttern mussten. Ganz toll – so habe ich mir das nicht vorgestellt… Und ich sollte abpumpen. Ich war in den ersten Tagen nur damit beschäftigt anzulegen, abzupumpen, selbst schnell was zu essen und das Ganze von vorne zu starten. Dann kam der Milcheinschuss. Aua. Erst zu wenig Milch, jetzt zu viel Milch inkl. wunder Brustwarzen. Bis sich das alles bei uns eingespielt hatte dauerte es eine gefühlte Ewigkeit.
  4. Besuch: Ich bin davon ausgegangen, dass unsere Freunde und Bekannte uns erstmal im neuen Alltag ankommen lassen und nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen. Pustekuchen! Entweder kam der Besuch unangemeldet (das machen doch nur Leute, die noch keine Kinder haben, oder!?) oder sie waren ein wenig beleidigt als ich sagte: „Du, später gerne mal, momentan passt es uns nicht so gut.“Ihr lieben Mamas da draußen: Ihr habt gerade ein Kind bekommen und Ihr entscheidet, wann und wie viel Besuch kommen darf – Punkt.
  5. Das Baby: Ihr liebt Euer Baby über alles und fragt Euch, wie Ihr vorher ohne diesen kleinen, süßen Mini-Menschen leben konnten. Ihr könntet es den ganzen Tag anstarren und küssen. Ich hatte das Glück zwei sehr entspannte Babys zu haben. Aber es kann auch anders laufen – und diese Realität wird oft nicht gezeigt. Überall werden Bilder gepostet vom ersten Spaziergang, einem schlafenden Baby oder einer glücklichen Mama. Und Ihr fühlt Euch schlecht, weil Euer Baby ständig schreit und Ihr im Stehen schlafen könntet vor Erschöpfung. Ein Baby ist eine große Umstellung, ja. Und oftmals geht man auf dem Zahnfleisch, ja. Aber es wird besser. Und bis es besser wird dürft und solltet Ihr dazu stehen, dass es nicht zu 100% glatt läuft. Ihr seid dann keine schlechte Mutter, sondern eine starke.

Über die Autorin.

 

Bildrechte
Bildrechte Berenice

„Ich bin Berenice, Jahrgang 1984 und wohne im schönen Rheinland-Pfalz.

Ich habe einen Mann und zwei wundervolle Töchter.
(06/2011 und 06/2015).

Meinen Blog „Phinabelle“ gibt es seit April 2016.
Ich schreibe über meinen Alltag als zweifache Mädchen-Mama – zwischen Kinder, Chaos und ganz viel Glück :-)“

 

Alina
Follow me

Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
Alina
Follow me

Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.