Wie viel aus deinem Blog bist du? Darüber erzählt uns heute Betti vom Blog frühes Vogerl etwas

Stell dich kurz vor

Ich bin Bettie, gebürtige Österreicherin und lebe mit Mann, Kind und Hund in Berlin. Über das Leben mit „Kultur und Kind“ schreibe ich auf meinem Blog „Das frühe Vogerl“. Dieser ist benannt nach dem Biorhythmus unseres Sohnes, der gerne früh aufsteht.

Wie kamst du dazu zu bloggen?

Als Berufsschreiberin bin ich ja immer schon im Internet unterwegs. Früher habe ich meine privaten Geschichten auf neon.de und jetzt.de aufgeschrieben, dann hatte ich eine Weile einen Literaturkritik-Video-Blog und seit 2014 nun auch meinen „normalen“ Blog.

Was bedeutet das bloggen für dich?

Ich blogge über „Kultur und Kind“, weil ich wissen wollte, wie die Vereinbarkeit funktioniert für mich und für andere: Was verschiebt sich, was ist wirklich wichtig und was entdecken Eltern mit Kindern ganz neu? Deshalb interviewe ich auch immer andere Menschen, um ihren Blick darauf einzufangen. In Hinblick auf Festivals war ich zum Beispiel etwas verwundert: Viele meiner Bekannten haben mit dem Thema völlig abgeschlossen, oder das Kind kommt dann drei Tage woanders hin und die Eltern sind alleine unterwegs. Ich glaube, dass das anders möglich sein kann. Und wir werden uns demnächst mal so ein Festival anschauen. Kleinere Feste haben wir ja schon mitgenommen.

Festival Betti
Fete de la Musique im Österreichpark in Berlin Charlottenburg

Steht es in einem beruflichen Zusammenhang oder ist es nur ein Ventil?

Ich habe was „mit Medien“ studiert, von daher ist es bei mir immer auch berufsbedingt. Ich finde es spannend, neue Dinge zu erfahren, andere Leute kennenzulernen und, natürlich, mich auch mal aufzuregen.

Wie viel Bettie ist frühes Vogerl?

Das frühe Vogerl ist ja zuerst einmal mein Kind, aber in dem Blog steckt schon viel von mir. Meine Interessen und Dinge, die ich gerne mag. Manchmal auch ganz schön viel Persönliches. Zu persönlich möchte ich aber nicht werden. Zum einen ist ja ein Stück Weit auch mein Beruf, und da hab ich gerne ein bisschen Distanz. Zumal ich ja auch unter meinem Namen blogge. Ich möchte nicht, dass man unter meinem Namen Dinge findet, die ich nicht auch erzählen würde. Will das aber überhaupt nicht verurteilen, wenn da jemand intimer wird. Ich habe schon tolle Geburtsberichte oder sehr traurige Dinge gelesen, die sehr gut aufgeschrieben waren.

Betti

Hast du einen Tipp zum Abschalten für die allgemeingestresste Gesellschaft?

Einen Tipp für jedermann habe ich nicht. Mir hilft es oft, das kleine Problem im Gesamten zu sehen. Was ist wirklich wichtig und lohnt es sich jetzt ernsthaft sich darüber aufzuregen? Manches fällt dann raus, manches ärgert mich trotzdem, dann muss ich es der Person sagen, die unmittelbar damit zu tun hat. Ich bin aber immer schwer genervt von Leuten, die in Stresssituationen super pampig werden. Und das zu allen. Das versuche ich zu vermeiden, wenn ich tatsächlich in so einer Stimmung bin, bin ich lieber still.

Wie stehst du zu dem Punkt Stress? Nimmt dir das Bloggen stress ist es ein Ventil vielleicht?

Ich versuche meist mich nicht gestresst zu fühlen. Passiert es doch, merkt mein Sohn meist recht schnell, dass die Stimmung kippt, es der Mutter in dem Umfeld grad nicht so gefällt und findet es auch blöd. Dann muss ich mich auch wieder einkriegen. Oder er wird unruhig und rettet uns beide aus der Situation raus. 😉 Das Bloggen entstresst mich jetzt eher weniger, eher meine Leute um mich rum.

Was rätst du Leuten die frisch mit dem Bloggen anfangen?

Einfach zu bloggen und weniger drüber zu reden. Ich finde es ein bisschen anstrengend, wenn jemand schon den Relaunch plant, noch bevor der dritte Post steht

Hast du Ziele mit dem frühes Vogerl?

Immer wieder neue Themen zu finden, und wenn sich dadurch das eine oder andere ergibt ist das natürlich auch super. Ich bin schließlich Berufsschreiberin.

Hat das bloggen was verändert?

Ich habe sehr viele nette Menschen kennengelernt, und auch schon viele tolle Texte gelesen.
Positive Eindrücke? Sehr positiv finde ich, wie sich in der Bloggerszene Freundschaften und Netzwerke finden, und wie Themen aneinander anknüpfen.

Negative?

Umgekehrt gibt es natürlich auch immer wieder Reibereien. Diese Vergleiche finde ich zum Teile sehr nervig. Denn ein Mamablog, der über die eigenen Näherfahrungen geht, ist nun mal ganz was anderes wie ein kleines Blog-Magazin. Gleichmacherei kann hier nicht funktionieren. Drum ist diese Vergleicherei auch völlig für den Hugo.

Abschließende Worte von dir an uns?

Ich mag Deinen Blog, Alina. Du beschreibst Deine Wandlung immer so schön. Ich freue mich, dass ich Dein Gast sein durfte. 🙂

Immer wieder gerne meine liebe Betti, wo kann ich dich denn noch finden? <3

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Alina

Bloggerin bei Liebling, ich blogge - jetzt!
Hier schreibt Alina, Mama von zwei Kindern, 28 Jahre jung und wohnhaft am Stadtrand von Köln. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben, Reisen und Leben in meiner kleinen Familie.
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Schön, dass Du da warst! Sehen wir uns bald wieder?

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