Ein neuer Sport für Mütter: Vergangenheit, Gegenwart und ein Meilenstein

Ich weiß, dass ich irgendwo anfange, wo keiner gerne steht. Ein Bild, das keiner gerne auf den ersten Blick sehen möchte, da es nicht die perfekte Welt verkörpert. Und doch zeigt es ganz unverblümt den Punkt an dem ich mich gerade befinde. Ich stehe hier, weil ich ein Kind bekommen habe. Und jetzt war ich 6 Monate mal dick und glücklich! In welcher Gesellschaft leben wir, dass einem dieser Zustand nie zusteht? Mache ich mich mit diesem Bild nun verletzbar? Ist es abschreckend, wenn etwas wenig Perfektes ganz offensichtlich zur Erscheinung kommt? Mit Sicherheit!

Ich hab kein dickes Fell: wenn jemand sagt, dass ich dick bin, verletzt mich das wie jeden anderen auch. Letztens habe ich mir einen Crêpe mit Kinderschokolade geholt und die Dame meinte anschließend zu mir: „Oh, das passt gerade aber gut, wie ich sehe?“

Eigene schmerzhafte Erfahrungen, dank meiner Figur!

So ein Spruch geht nicht spurlos an mir vorüber. Ich erzähle ihn gerne, um meine Unsicherheit zu überspielen und nicht auf meiner Seele verweilen zu lassen und doch zerbricht jedes Mal etwas in mir. Jedes Mal tut es aufs Neue irgendwo wieder weh. Natürlich nehme ich nicht nur ab, weil es gerade mal eben in meinen Zeitplan passt. Nein! Ich möchte einem Bild entsprechen, bei dem die Gesellschaft nicht permanent etwas Negatives äußern muss.

Doch dabei möchte ich mich nicht verlieren! Ich möchte auf diesem Weg auch immer dazu stehen, wer ich gerade in diesem Moment nun mal bin, ohne Schutzpanzer. Sport sollte Spaß machen, Abnehmen sollte Spaß machen, alles sollte Spaß machen. Zu kurz ist jeder einzelne Tag, um ihn mit strengen Regeln zu versehen.

Wir leben in einer Welt, in der der Fortschritt zählt. In der Mütter ihre Kinder bekommen und danach wieder mit ihrem perfekten Body glänzen. Frei nach dem Motto „Heute ist alles möglich“. Doch irgendwo muss man auch mal anfangen. Keiner steht auf und schwups über Nacht kämpfte Pfund gegen Pfund und alle eliminierten sich selbst, und jetzt sehe ich so aus.

War auf jeden Fall jede Menge Arbeit, aber man schafft es. Nein, das ist nicht die Realität, und ich möchte in meinem Blog ehrlich sein. Ich möchte zeigen, dass keine Frau sich zu schämen braucht. Weder so, noch anders, denn wir sind mehr als nur eine Figur. Wir sind WIR. Ich bin ICH und wenn das abschreckend ist, dann zeigt es nur wie unperfekt perfekt die Welt doch eigentlich hinter ihren tausend Fassaden ist, denn jeder hat seine Streifen. Der eine auf seinem Bauch, der andere vielleicht sogar auf seiner Seele.

Sport für Mütter mit Kinderwagen

Ich schäme mich nicht für mein Aussehen, denn ich habe eine Schwangerschaft hinter mir. Ein kleiner Wurm hat in meinem Bauch sein Leben begonnen und ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass mein Körper dies geschafft hat. Ich möchte nicht abnehmen, weil ich mich unattraktiv finde. Nein, ich möchte einfach, dass es mir gut geht.

Ich möchte an die frische Luft, möchte nicht direkt außer Atem sein, wenn ich die Bahn schnell erwischen möchte. Will mir etwas Gutes tun und dennoch möchte ich, dass man sich nicht zu schämen braucht, wenn man nicht kurze Zeit später aussieht wie Heidi Klum nach ihrer vierten Schwangerschaft.

Ich möchte zeigen, dass irgendwo in Deutschland eine 25jährige Frau nach ihrer ersten Schwangerschaft sitzt, die noch nie Idealmaße hatte und jetzt abnimmt, weil sie eine Mutter ist und gerade jetzt den Willen dazu hat. Wir sind doch viel mehr, als nur das, was man sieht. Ich möchte nicht verurteilt werden, weil ich nicht 90/60/90 bin. Abnehmen sollte Spaß machen und keinen Zwang darstellen.

Ich habe noch einen riesigen Meilenstein vor mir und den schaffe ich nur, wenn ich mich in allen Phasen akzeptiere. Ich bin dankbar, dass ich buggyFit gefunden habe, denn dort in dieser einen Stunde kann ich die Zeit mit meinem Kind genießen und dabei etwas für mich tun. Ich muss auf nichts verzichten.

Eure Alina

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